Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 11/2017 vom 01.11.2017

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

es steht zu befürchten, dass die Koalitionsverhandlungen noch einige Zeit in Anspruch nehmen und die neue Regierungsmannschaft – in welcher Koalition auch immer – erst Anfang 2018 vereidigt werden kann. Anlass genug, den Verhandelnden aus ver.di-Sicht die Themen und Fragen mit auf den Weg zu geben, die innerhalb der kommenden Legislaturperiode als besonders drängend anstehen. Wir haben dazu Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Politikbereiche in ver.di befragt und um ihre Einschätzung gebeten, was aus ihrer jeweiligen Sicht ganz oben auf der Agenda steht. Wir werden zu gegebener Zeit nachfragen, was von dem auf den Weg gebracht werden konnte …

Endlich liegt es auf dem Tisch: das Seminarprogramm 2018 für das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg. Jetzt steht der Bildungsplanung für das kommende Jahr nichts mehr im Wege. Tipps für ein optimales Ineinandergreifen und den Aufbau verschiedener Seminare haben wir ins Programm aufgenommen. Darüber hinaus finden sich darin auch Hinweise zu  Tagungsmöglichkeiten der Arbeitsbereiche und Gremien von ver.di, für die wir gern die Planung und Umsetzung übernehmen. Last, but not least eignet sich das Haus Brannenburg natürlich hervorragend für einen Urlaubsaufenthalt vor oder nach einem Seminarbesuch. Auch dazu finden sich die passenden Infos im Heft.

Wir sehen uns also in jedem Fall wieder in 2018 – im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg!

Mit besten Grüßen vom Wendelstein
Das Team des ver.di Bildungszentrums Brannenburg

 

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ver.di Bildungszentrum
Haus Brannenburg

Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Britta Klinkforth (V.i.S.d.P.)
Fon: 08034/905-142
britta.klinkforth@verdi.de

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 01. November 2017
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • BPersVG: Einstieg leicht gemacht. Einführung und Überblick (PR 1)
    BA 01 171106 01, 06.11.17-10.11.17
  • Einführung in das Arbeitsrecht 3: Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
    BA 01 171119 01, 19.11.17-24.11.17
  • Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
    BA 01 171119 04, 19.11.17-24.11.17
  • Wirtschaftsausschuss 2. Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht
    BA 01 171120 03, 20.11.17-24.11.17
  • Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes: Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung
    BA 01 171127 01, 27.11.17-01.12.17
  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer. Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)
    BA 01 171203 01, 03.12.17-08.12.17
  • Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
    BA 01 171204 02, 04.12.17-08.12.17

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

 

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

BA 01 171203 01 [ Anmelden ]
03.12.2017 - 08.12.2017
Walter Lukas, N. N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten. In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten. Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung                    

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

BA 01 171106 01  [ Anmelden ]
06.11.2017 - 10.11.2017

Friedrich Paschke, N.N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten? Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts. Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

 Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

Einführung in das Arbeitsrecht 3
Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
BA 01 171119 01 [ Anmelden ]
19.11.2017 - 24.11.2017
Jens Ehrlinger, Stephanie Merz

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Egal auf welche Art ein Arbeitsverhältnis beendet wird: In allen Fällen ist die Interessenvertretung aufgefordert, darauf zu achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Zumeist existieren echte Mitbestimmungsrechte bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht. Gegebenenfalls müssen den betroffenen Kolleginnen und Kollegen daher individuelle Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Wie das funktionieren kann, wird in diesem Seminar vermittelt. Dazu werden ergänzend Grundzüge des Verfahrens vor dem Arbeitsgericht erarbeitet, die praktisch durch den Besuch eines Verhandlungstags bei einem Arbeitsgericht abgerundet werden.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Aufhebungsvertrag
  • Ordentliche Kündigung
  • Außerordentliche Kündigung
  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Befristung von Arbeitsverhältnissen
  • Pflichten des Arbeitgebers bei der Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
  • Beteiligung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
BA 01 171204 02 [ Anmelden ]
04.12.2017 - 08.12.2017
N. N.

Hinweis: Aufbauend auf diesem Seminar kann die dreiteilige Seminarreihe zum Arbeitsrecht (siehe direkt unten) besucht werden. Diese Seminare vermitteln insbesondere zu den gesetzlichen Grundlagen des individuellen Arbeitsrechts vertiefende Kenntnisse. Da neben den Gesetzen zum Arbeitsrecht die Tarifverträge die wichtigsten Arbeitsgrundlagen der gesetzlichen Interessenvertretung sind, werden darüber hinaus noch Spezialseminare zum TVöD angeboten, z.B. ‚TVöD-Grundlagen: Einführung und Überblick‘.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Das Arbeitsrecht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist sehr stark von Tarifverträgen (insbesondere vom TVöD) geprägt. In diesem Seminar lernen Sie die Aspekte des Arbeitsrechts kennen, die nicht in den Tarifverträgen geregelt sind und trotzdem eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Arbeit in der Interessenvertretung haben. In kompakter Form werden die Grundzüge des individuellen Arbeitsrechts dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundbegriffe und Rechtsquellen des Arbeitsrechts
  • Überblick: Allgemeine gesetzliche Grundlagen zum individuellen Arbeitsrecht
  • Probleme bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses
  • Darstellung gesetzlicher Grundlagen zu den Inhalten des Arbeitsverhältnisses
  • Überblick: Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Befristung, Kündigung, Aufhebungsvertrag)
  • Recht bekommen: Arbeitsgericht und Grundzüge des Verfahrensrechts

Gesunde Arbeit - gesunder Betrieb
Grundlagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für gesetzliche Interessenvertretungen
BA 01 171120 02 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Stephanie Merz, Emmy Sommerer

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-/SBV1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zählt zu den zentralen Handlungsfeldern der gesetzlichen Interessenvertretung.
In diesem Seminar können Sie Ihre Rolle und Handlungsmöglichkeiten als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung herausarbeiten, auch vor dem Hintergrund steigender Belastungen der Beschäftigten. Dazu werden betriebliche Beispiele von „gesunder Arbeit“ dargestellt und Lösungswege für konkrete betriebliche Gesundheitsprobleme mit Ihnen gemeinsam entwickelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Aufgaben, Rechte und Handlungsmöglichkeiten von Betriebsrat, Personalrat, MAV, SBV, Arbeitsschutzausschuss
  • Arbeit - Gesundheit - Krankheit: Zusammenhänge und Trends
  • Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Das Arbeitsschutzsystem
  • Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG
  • Elemente eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
  • Systematisches Vorgehen und Praxisbeispiele

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
BA 01 171119 04 [ Anmelden ]
19.11.2017 - 24.11.2017
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes:
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

BA 01 171127 01 [ Anmelden ]
27.11.2017 - 01.12.2017
Heike Rozek

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-/MAV-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die moderne Daten- und Informationstechnologie und die Digitalisierung der Arbeitswelt bieten ungeahnte Möglichkeiten für einen Informationsaustausch in ‚Echtzeit‘, schnelle Datenerhebung und Datenspeicherung, Verhaltens- und Leistungskontrollen, Feststellung des Aufenthaltsortes der Beschäftigten und vieles mehr. Technisch ist dabei (fast) alles möglich - doch wo liegen die rechtlichen und aus Sicht der gesetzlichen Interessenvertretung betriebspolitischen Grenzen der Zulässigkeit der Nutzung von personenbezogenen Daten?
Den Datenschutz im Betrieb/in der Dienststelle zugunsten der Beschäftigten zu gestalten und umzusetzen, ist zu einer wichtigen Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung geworden. Das Seminar stellt die rechtlichen Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes vor und zeigt u.a. Möglichkeiten und Instrumente der Umsetzung eines an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientierten Datenschutzsystems auf.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen des Datenschutzes: EU-Datenschutz-Grundverordnung, Bundes-/Landesdatenschutzgesetze
  • Anwendungsbeispiele von technischen Einrichtungen und IT-Systemen zur automatisierten Datenverarbeitung
  • Zulässigkeit und Grenzen einer Verhaltens- und Leistungskontrolle von Beschäftigten (z.B. bei Personalinformationssystemen und Videoüberwachung)
  • Formen und Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik
  • Darstellung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Erarbeitung von Eckpunkten einer Rahmenbetriebs-/Dienstvereinbarung zum Datenschutz zum Einsatz von IuK-Technik

Wirtschaftsausschuss 2
Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

BA 01 171120 03 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Michael Theil

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars sowie des Seminars ‚Wirtschaftsausschuss 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.  
   

Der Jahresabschluss gilt als undurchschaubares Zahlenwerk, ist jedoch für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss eine zentrale Informationsquelle für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. In diesem Seminar wird er Ihnen auf leicht verständliche Art und Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Dabei werden seine Bestandteile Schritt für Schritt unter Verwendung eines Analyseschemas bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erklärt. Systematisch können Sie sich die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), erarbeiten und dabei den Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts im Jahresabschluss klären. Im Seminar werden Ihnen ausgewählte Kennzahlen dargestellt und praktische Hinweise für die Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsform sowie Prüf- und Veröffentlichungspflichten von Unternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung der Strukturen und Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Exemplarische Jahresabschlussanalyse eines Musterbetriebs
  • Grenzen der Aussagekraft des Jahresabschlusses und Rolle des Wirtschaftsprüferberichts
  • Kennzahlensystem zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung

Seminare 2018

Betriebsratswahl: Damit alles stimmt - normales Wahlverfahren
Wahlvorstandsschulung für Betriebe ab 51 (bzw. ab 101) wahlberechtigte AN

09.01.2018 - 10.01.2018
BA 05 180109 01 [ Anmelden ]
N.N.
11.01.2018 - 12.01.2018
BA 05 180111 02 [ Anmelden ]
N.N.

Freistellungsgrundlagen: § 20 Abs. 3 BetrVG 
Seminargebühr: 360,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 64,20 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 64,86 € inkl. MwSt.

Die Betriebsratswahlen werden vom Wahlvorstand vorbereitet und durchgeführt. Hierbei sind im Regelwahlverfahren zahlreiche Vorschriften und Fristen zu beachten. Das Gelingen der Wahl ist von der genauen Einhaltung der Verfahrens- und Formvorschriften abhängig. In unserem eintägigen Seminar können sich Wahlvorstandsmitglieder auf ihre Aufgaben vorbereiten. Im Mittelpunkt stehen die gesetzlichen Vorschriften aus dem Betriebsverfassungsgesetz und der Wahlordnung sowie Fragen der praktischen Umsetzung im Betrieb.
Nach einer mehrjährigen Wahlpause sollten sich auch „geübte“ Wahlvorstandsmitglieder mit den aktuellen Entscheidungen der Arbeitsgerichte sowie den Vorschriften des Betriebsverfassungsgesetzes und der Wahlordnung erneut vertraut machen, um nicht fehlerhaft zu handeln.

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

11.03.2018 - 16.03.2018
BA 01 180311 01 [ Anmelden ]
Walter Lukas, N. N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten.
In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten.
Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

11.03.2018 - 16.03.2018
BA 01 180311 02 [ Anmelden ]

Elfriede Martin

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar ‚Mensch geht vor!‘ liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.
Personelle Angelegenheiten - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotional aufgeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.
In all diesen Fällen ist die gesetzliche Interessenvertretung gefordert, denn: keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen
  • Grundsätze der Personalplanung

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

18.03.2018 - 23.03.2018
BA 01 180318 01 [ Anmelden ]

Stephanie Merz, Werner Tomek

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Unser Seminar ‚Agieren statt reagieren‘ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann.
Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei  Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und  Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.
Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

Beständig ist allein der Wandel!
Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)

18.03.2018 - 23.03.2018
BA 01 180318 02 [ Anmelden ]

Michael Theil, Karin Wagner

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars; vorheriger Besuch der BR-Grundseminare 2 und 3 empfohlen

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Für die Termine in 2018 gelten folgende Preise:
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Wirtschaftliche Angelegenheiten haben oft mit sich verändernden Rahmenbedingungen zu tun oder bedeuten sogar den radikalen Umbau eines Betriebs oder Unternehmens: Arbeitsprozesse werden grundlegend geändert, Teilbereiche geschlossen, Abteilungen umstrukturiert oder ausgelagert. Häufig sind Arbeitsplätze gefährdet, fast immer verändern sich Arbeitsinhalte und -bedingungen. Zugleich werden neue Qualifikationen zwingend erforderlich.
Diese Veränderungen sind oft schleichend, kaum zu bemerken, aber dennoch tiefgreifend und wirkungsvoll. Manchmal erscheinen sie auch in Form einer aufsehenerregenden Aktion. Im Kern stellen sie immer eine Herausforderung für Betriebsrat und Belegschaft dar.
Im Seminar erfahren Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie als Betriebsrat derartige Prozesse frühzeitig erkennen und somit wirtschaftliche Angelegenheiten erheblich beeinflussen können. Neben der Kenntnis rechtlicher Bestimmungen bekommen Sie auch das nötige Rüstzeug in Fragen der richtigen Strategie, um elementare Forderungen erfolgreich durchzusetzen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Was geht da vor? Frühzeitiges Erkennen betrieblicher Veränderungen
  • Wer weiß was? Informationsrechte des Betriebsrats, Informationspflichten des Arbeitgebers
  • Geht das? Bewertung betrieblicher Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  • Nicht ohne uns! Beteiligung des Betriebsrats an betrieblichen Veränderungsprozessen
  • Gemeinsam stark: Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Betriebsrat
  • Was wir wollen: Entwicklung und Durchsetzung von Forderungen

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

19.02.2018 - 23.02.2018
BA 01 180219 01 [ Anmelden ]

Henning Reimann, N.N.

Freistellungsgrundlagen:  § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX 
Seminargebühr: 920,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten?
Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts.
Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen
Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten (PR 2)

05.03.2018 - 09.03.2018
BA 01 180305 01 [ Anmelden ]

Stephan Kuchenbecker, N.N.

Hinweis: Besuch des PR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG
Seminargebühr: 920,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Aufbauend auf  ‚BPersVG: Einstieg leicht gemacht‘ werden Ihnen in diesem Seminar weitere grundlegende Kenntnisse vermittelt, die Personalratsmitglieder benötigen, um die Interessen der Beschäftigten in personellen und sozialen Angelegenheiten wirksam vertreten zu können.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • So geht‘s: Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Nur mit uns! Beteiligungsrechte bei personellen und sozialen Angelegenheiten
  • Interne Hierarchien: Die Stufenvertretung
  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte - Einigungsstelle - Verfahrensrecht
  • Schriftlich festhalten: Dienstvereinbarungen zwischen Personalrat und Dienststellenleitung

Grundlagenseminar zum Sozialrecht für die gesetzliche Interessenvertretung
28.01.2018 - 02.02.2018
BA 01 180128 01 [ Anmelden ]
Thomas Rosenland

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Angefangen von der Mitbestimmung bei der Einstellung bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses - überall bestehen Schnittstellen zwischen Arbeits- und Sozialrecht. Damit Sie sicher in den unterschiedlichen Rechtsgebieten agieren können, bietet Ihnen dieses Seminar einen grundlegenden Einstieg in die Hauptaspekte des Sozialrechts und deren Umsetzung in die Interessenvertretungsarbeit.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundlagen der sozialen Sicherung, Regelungsschwerpunkte und Aufbau
  • Stellung des Sozialrechts im Rechtssystem
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses und die sozialrechtlichen Folgen
  • Beschäftigungssichernde Regelungen und soziale Folgen, z.B. Kurzarbeit, Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften
  • Sozialrechtliche Aspekte bei Leiharbeit, Minijobs und Befristungen
  • Transfermaßnahmen
  • Sozialrecht und Möglichkeiten der Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Aktuelle Rechtsprechung

TVöD-Aufbau: Eingruppierungsrecht Bund 1
Grundlagen des Eingruppierungsrechts gemäß TVöD-Bund und Tarifvertrag über die Entgeltordnung

29.01.2018 - 02.02.2018
BA 01 180129 01 [ Anmelden ]
Otto Biederer

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 920,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Eingruppierung der Beschäftigten erfolgt nach den Regelungen der §§ 12, 13 TVöD-Bund und der Entgeltordnung. Als Betriebs- bzw. Personalratsmitglied bestimmen Sie bei der Einstellung und Eingruppierung mit. Ihnen obliegt die Aufgabe, Ein- und Höhergruppierungen auf ihre tarifliche Richtigkeit hin zu überprüfen.
Das Seminar ‚Eingruppierungsrecht‘ vermittelt Grundkenntnisse zur Eingruppierung, zu Aufbau und Systematik der einzelnen Teile des Tarifvertrags über die Entgeltordnung des Bundes sowie zum Grundsatz der Tarifautomatik. Die Teilnehmenden gehen mit Tätigkeitsmerkmalen und Arbeitsvorgängen um. Sie verstehen spezielle Eingruppierungsfragen und lernen, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Erläutert werden Aufbau und Struktur sowie Stufenverläufe der Entgelttabellen im TVöD-Bund. Außerdem werden die in diesem Zusammenhang bestehenden Beteiligungsrechte des Betriebs- bzw. Personalrats erläutert.

Psychische Belastungen und Beanspruchungen - Grundlagen
05.03.2018 - 07.03.2018
BA 05 180305 02 [ Anmelden ]

Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 775,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Endlich stehen die psychischen Belastungen im Arbeitsschutzgesetz! Und durch die Zusammenführung der Bildschirmarbeitsverordnung mit der Arbeitsstättenverordnung sind die psychischen Belastungen noch eindeutiger ins Zentrum der Aufmerksamkeit und der Pflichten im Arbeitsschutz gerückt.
Zeit also, wirklich im Betrieb auf die Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen zu drängen und die betrieblichen Akteure ans Arbeiten zu bringen. Das geht leichter, wenn die betriebliche Interessenvertretung gut weiß, worum es geht.

In diesem Seminar werden die Grundlagen für den Umgang mit dem Thema gelegt:

  • Mitbestimmungsrechte im Arbeitsschutz
  • Was genau sind eigentlich psychische Belastungen?
  • Wie geht eine Gefährdungsbeurteilung dafür, welche Methoden helfen
  • Welche Akteure können im Betrieb den Arbeitgeber unterstützen, mit wem kann die betr. Interessenvertretung zusammenarbeiten?
  • Methodenmix, was passt zu welcher Situation?
  • Und nach der Gefährdungsbeurteilung - was kann getan werden?

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
18.03.2018 - 23.03.2018
BA 01 180318 03 [ Anmelden ]

Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG,  analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
Redesituationen vor großen Gruppen meistern

11.03.2018 - 16.03.2018
BA 01 180311 03 [ Anmelden ]

Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Arbeit als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert mehr als einen professionellen Umgang mit Gesetzestexten. Auch an die Art und Weise Ihres Auftretens und an Ihr rhetorisches Geschick werden hohe Ansprüche gestellt, z.B. beim Auftritt auf der Betriebs-/Personalversammlung, bei der Gestaltung kurzer Redebeiträge oder längerer Überzeugungsreden und bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber.
Neben den Inhalten und dem Aufbau entscheiden der Redestil, die Körpersprache und die innere Haltung über die Wirkung von Redebeiträgen. Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah und mit Spaß die Grundlagen erfolgreicher Rhetorik, angefangen bei der Überwindung von Lampenfieber und Sprachhemmungen, dem bestmöglichen Aufbau einer Rede, der angemessenen und persönlich stimmigen Körperhaltung, dem richtigen Stimmeinsatz bis hin zum souveränen Umgang mit möglichen Störungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie formuliere ich zündend, überzeugend und verständlich?
  • Wie gehe ich produktiv mit meiner Redeangst um?
  • Was kann mich bei der Vorbereitung und bei der Rede selbst unterstützen?
  • Wie setze ich Sprache und Körpersprache zielgerichtet ein?
  • Wie gehe ich mit Störungen um?

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

BundestagViel zu tun …

in der neuen Legislaturperiode. Was aus ver.di-Sicht auf der Agenda steht, haben wir in diesem use letter zusammengetragen.

Foto: Tobias Benner, pixelio

Gesundheitspolitik

In diesen Wochen werden die zukünftigen Schwerpunkte der Regierung für die nächste Legislaturperiode festgelegt. Das Themenfeld „Gesundheit und Pflege“ muss dabei eine große Rolle spielen. Das haben in der letzten Wahlkampfwoche alle Parteien erklärt. Unsere betrieblichen Aktionen und öffentlichkeitswirksamen Proteste haben maßgeblich beigetragen. Für eine gute und sichere Versorgung braucht es mehr Zeit für Patient/-innen und Bewohner/-innen sowie ausreichend qualifiziertes Personal, um fachliche Standards einhalten zu können. Dazu sind dringend bundesweit einheitliche, gesetzliche Vorgaben für die Personalausstattung erforderlich. Um kurzfristig Entlastung für Beschäftigte in den Pflegeeinrichtungen und Kliniken zu schaffen, sind Sofortprogramme notwendig, mit denen schnell zusätzliche Stellen geschaffen werden.
Ob in Kliniken, Pflegeeinrichtungen, Kitas oder der Sozialarbeit – überall wird wichtige und professionelle Arbeit geleistet. Sie muss aufgewertet werden. Das beginnt bei der Ausbildung: Diese muss überall kostenfrei sein, nicht einzusehen, dass Azubis der Gesundheitsfachbereiche dafür noch zahlen müssen. Auch für sie muss es einen gesetzlichen Anspruch auf Ausbildungsvergütung geben, wie es für andere selbstverständliche ist.
Ein weiteres Problem muss dringend in der nächsten Legislatur gelöst werden: Alle Kostensteigerungen unseres Gesundheitssystems werden im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) allein von den Versicherten getragen. Der Arbeitgeberbeitrag wurde bei 7,3 Prozent eingefroren. Beitragssatzsteigerungen treffen mit erhöhten Zusatzbeiträgen allein die Versicherten. Dieser Zusatzbeitrag gehört abgeschafft. Künftige Kostenentwicklungen der GKV müssen solidarisch, also einkommensabhängig und paritätisch, von Arbeitgebern und Versicherten getragen werden.
 
Wie ist ver.di auf diese Fragen vorbereitet?
Wir haben klare Vorstellungen dazu, wie unsere gesundheitspolitischen Themen in der nächsten Legislatur gut gelöst werden können. Unsere Konzepte liegen den Fraktionen und Parteien vor. Jetzt kommt es darauf an, die Koalitionsverhandlungen klug zu begleiten und auf Lösungen zu drängen. Wir lassen nicht locker, bis gesetzliche, bundeseinheitliche Personalvorgaben eingeführt sind, für Pflegeeinrichtungen wie für Kliniken. Damit der Fachkräftebedarf im Gesundheitswesen auch in Zukunft gesichert ist, steht die Politik in der Verantwortung, jetzt den notwendigen Rahmen zu setzen. ver.di setzt sich für ein solidarisches und verlässliches Gesundheitssystem ein. Die Rückkehr zur paritätischen Finanzierung ist eine wichtige Voraussetzung.

Bildungspolitik

Welche Themen stehen in der Bildungspolitik an?
Einem guten Bildungs- und Ausbildungssystem kommt eine Schlüsselrolle für die Integrationsfähigkeit und Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft zu. Daher muss eine ausreichende Finanzierung auch mit Unterstützung des Bundes hierfür gesichert sein. Am drängendsten sind Finanzmittel für die qualitative Weiterentwicklung der frühkindlichen Bildungseinrichtungen, stärker in den Blick müssen auch die Berufsschulen genommen werden.
Unser Berufsbildungssystem ist gut, aber auch hier gibt es Baustellen. So benötigen wir ein einheitliches Konzept der Berufsorientierung in der allgemeinbildenden Schule und eine qualifizierte Betreuung beim Übergang von Schule in die Berufsausbildung.
Eine gesetzliche Umlagefinanzierung bleibt auf unserer Agenda. Gerade kleine und mittlere Betriebe insbesondere in strukturschwachen Gebieten müssen bei der Schaffung von Ausbildungsplätzen unterstützt werden. Die Qualifikation von Ausbildern/innen muss verbindlicher geregelt und damit flächendeckend gesichert werden.
ver.di fordert ein Bundesgesetz für die Weiterbildung. Geregelt werden müssen einheitliche, verbindliche Strukturen, mehr Qualität, bessere Ressourcen und Freistellungsansprüche. Die neue Bundesregierung muss sich darum kümmern, die passenden Rahmenbedingungen zu garantieren und die Qualität der Weiterbildung durch einheitliche Mindeststandards zu sichern. Bildung ist ein Schlüssel für Teilhabe an unserer Gesellschaft, aber immer noch bleibt ein negativer Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg. Dieser Ungerechtigkeit entgegenzuwirken bleibt zentrales Ziel unserer gewerkschaftlichen Forderungen. Änderungen in der Bildungspolitik müssen dies im Blick haben, und eine verbesserte Teilhabe aller in Deutschland lebenden Menschen bleibt auch unser zentraler Gradmesser.
 
Wie ist ver.di auf diese Fragen vorbereitet?
Unsere Forderungen sind formuliert – sie sind ja auch nicht neu. Alle an den Koalitionsverhandlungen beteiligten Parteien kennen sie. Die Herausforderungen durch Veränderung der Arbeitswelt gerade auch durch zunehmende Digitalisierung werden von ver.di bearbeitet. Der Bereich Bildungspolitik setzt sich bereits intensiv mit den Auswirkungen der Digitalisierung auf die unterschiedlichen Felder der Berufsbildung wie der dualen Ausbildung, der Weiterbildung und Hochschule auseinander.

Tarifpolitik

Themen, die aus tarifpolitischer Sicht in der kommenden Legislaturperiode anstehen
Die zentrale gewerkschaftliche Herausforderung ist die Stärkung der Tarifbindung. Heute ist nur noch jeder zweite Beschäftigte durch einen Tarifvertrag geschützt. Deshalb hat ver.di den Fokus auf die Mitgliedergewinnung verstärkt. Dieser Gedanke steht im Zentrum des Projekts „Perspektive ver.di wächst!“ Auch im Rahmen von Tarifbewegungen hat die Mitgliedergewinnung oberste Priorität. Auf politischer Ebene steht die Erleichterung der Allgemeinverbindlicherklärung (AVE) von Tarifverträgen auf der Agenda ganz oben. In jüngster Zeit wurden kaum noch Tarifverträge für allgemeinverbindlich erklärt. Daran hat auch die Neuregelung der AVE 2014 nichts geändert. Konkret will ver.di erreichen, dass gemeinsam eingebrachte Anträge der Tarifvertragsparteien im für die Erteilung der AVE entscheidenden Tarifausschluss nur mit Mehrheit abgelehnt werden können. Dies würde eine Blockadehaltung der Arbeitgeberbank im paritätisch besetzten Tarifausschuss verhindern.
Mit Blick auf die absehbare neue „Jamaika“-Koalition droht ein alter Zombi wieder aufzuerstehen: Angriffe auf das Streikrecht. Die CSU hat nach wie vor einen Vorstandsbeschluss, wonach das Streikrecht durch vorgeschaltete Schlichtungsverfahren, Ankündigungsfristen und Gewährleistung einer bestimmten Versorgungslage im Bereich der Daseinsvorsorge eingeschränkt werden soll. Der Wirtschaftsflügel der CDU und die FDP würden dies zweifellos unterstützen. Solche Angriffe auf das Streikrecht wird ver.di mit allen Mitteln bekämpfen.
Gleiches gilt für Versuche seitens der Arbeitgeber, die gesetzlichen Arbeitszeiten weiter zu „flexibilisieren“ und die gesetzlich festgelegte Regelhöchstarbeitszeit von maximal acht Stunden pro Tag auszuweiten oder den Sonntag zum Werktag zu machen.
Schließlich gilt es alle Versuche der Arbeitgeber abzuwehren, die auf eine Abschaffung der Auszeichnungspflicht von Arbeitszeiten beim gesetzlichen Mindestlohn hinauslaufen. Ein Mindestlohn ohne verpflichtende Aufzeichnung der gearbeiteten Stunden würde das faktische Ende des Mindestlohns bedeuten.
Es gibt also viel zu tun – packen wir es an!

Wirtschaftspolitik

Investitionen und Finanzpolitik
Von einem handlungsfähigen Staat mit guter Daseinsvorsorge und ausreichenden öffentlichen Investitionen hängt nicht nur maßgeblich unsere Lebensqualität ab, sondern auch das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung. Allein, die Handlungsfähigkeit von Bund, Ländern und Kommunen hat in den letzten Jahren beträchtlich gelitten. So beläuft sich beispielsweise der Investitionsstau in Städten und Gemeinden auf 126 Mrd. Euro. Ein weiteres großes Problem stellt die mangelhafte Personalausstattung vieler Bereiche des öffentlichen Dienstes dar. Grund für die Misere ist die seit langer Zeit betriebene Kürzungspolitik: Der finanzpolitische Kurs der „schwarzen Null“ und die Schuldenbremse verspielen die Zukunft der jüngeren Generation.
 
Steuerpolitik
Die öffentlichen Haushalte brauchen nicht weniger, sondern mehr Finanzierungsspielräume. Daher sind die aktuell von mancher Partei versprochenen Steuersenkungen ohne Gegenfinanzierung fragwürdig – insbesondere, wenn sie vor allem Gutverdienenden zugutekommen sollen. Um den öffentlichen Finanzierungsspielraum zu vergrößern, bedarf es höherer Steuern auf hohe Einkommen und Vermögen: Dies wäre auch ein Beitrag für mehr Steuergerechtigkeit. Sinnvoll wären ferner eine Abschaffung der Abgeltungssteuer, die Einführung der Zinsbesteuerung von Steuerausländern sowie die Einführung einer Finanztransaktionssteuer.
 
Wohnungspolitik
Insbesondere in Groß- und Universitätsstädten fehlt es an Wohnungen im niedrigen und mittleren Preissegment. Pro Jahr müssten etwa 400.000 Wohnungen neu gebaut werden, davon ist Deutschland aber seit Jahren weit entfernt. Bundesweit ist insbesondere ein deutlicher Rückgang an Sozialwohnungen zu verzeichnen – die Gesamtzahl liegt inzwischen unter 1,5 Mio. (von einstmals über 4 Mio.). Ohne eine Stärkung öffentlicher, genossenschaftlicher und gemeinwohlorientierter Wohnungsunternehmen, ohne ein weiterhin starkes Engagement des Bundes in der Wohnungspolitik und ohne eine Verschärfung der Mietpreisbremse werden die Probleme an den Wohnungsmärkten nicht in den Griff zu bekommen sein.

Öffentlicher Dienst (wird zeitnah nachgetragen)

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Der Berg ruft!
Herbsturlaub im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Unser Haus liegt unterhalb vom Wendelstein in einer landschaftlich und kulturell reizvollen Umgebung und erfreut sich großer Beliebtheit für Erholungsaufenthalte. Für Kurzentschlossene haben wir immer wieder Restkapazitäten für einen Urlaubsaufenthalt. Bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens zwei Nächten im Doppelzimmer gelten folgende Preise … Weitere Infos: [klick]
Buchungsanfragen: Bitte an unsere Rezeption Tel. 08034/9050, Fax 08034/905100 oder per Email an biz.brannenburg@verdi.de

Vermacht, verfallen, verdrängt – Kunst und Nationalsozialismus
24. September bis 19. November 2017, Städtische Galerie Rosenheim

Die Ausstellung „Vermacht, verfallen, verdrängt – Kunst und Nationalsozialismus“ dokumentiert das Verhältnis der Stadt Rosenheim und einzelner Künstlerpersönlichkeiten zum Kunst- und Kulturgeschehen des „Dritten Reiches“. Im Fokus der Ausstellung stehen dabei neben dem Bau des Galeriegebäudes im Jahr 1937 und den Bestrebungen des Kunstvereins in erster Linie die individuellen Entwicklungslinien einzelner Rosenheimer Künstlerpersönlichkeiten.
Um ein tieferes Verständnis der kunst- und kulturpolitischen Entwicklung Rosenheims zu ermöglichen, werden indes auch die (lokalen) künstlerischen Strömungen und Entwicklungen vor 1933 sowie die Kunst der Nachkriegszeit einen essentiellen Teil der Ausstellung bilden.
Veranstaltungsort: Städtische Galerie Rosenheim, Max-Bram-Platz 2, 83022 Rosenheim
Informationen: http://galerie.rosenheim.de/home/

Leonhardimarkt im historischen Hasenöhrlhof in Geitau
„Der bayerische Herrgott“ (3., 4. Und 5.11.2017)

Nach den ruhigen und besinnlichen Tagen Allerheiligen und Allerseelen bringt das Bauernjahr am 6. November noch einen festlichen Höhepunkt. In Altbayern wird viel Mühe aufgeboten, um einem Heiligen die Reverenz zu erweisen, der dem Bauernstand so eng verbunden ist wie kein anderer: Sankt Leonhard. Im Jahre 1184 weihte der Abt von Tegernsee im nahen Kreuth eine der ersten Leonhardikirchen im altbayerischen Raum. Die Verehrung des Heiligen als Schutzherr der Gefangenen war viele Jahrhunderte ungebrochen. Seine heutige Wertschätzung genießt Sankt Leonhard als Patron des Viehs, besonders der Pferde. Der Wechsel vom Gefangenen- zum Viehpatron geht bis auf das 17.Jahrhundert zurück. Wahrscheinlich wurde die Gefangenenkette vor 300 Jahren als Viehkette gedeutet, zumal sich der Bauer stets gegen alle Krankheiten im Stall einen zuverlässigen Schutzherrn suchte.
Informationen: www.hasenoehrl.de

Priener Trachtentage
am 4. & 5. November 2017

Was wäre der Chiemgau ohne seine hochverehrten Traditionen. Um der Tracht so wie der althergebrachten Handwerkskunst ihren gebührenden Stellenwert einzuräumen, lädt die Prien Marketing GmbH zu den "Priener Trachtentagen" am Samstag, 4. November, von 15 bis 21 Uhr und Sonntag, 5. November, von 10 bis 17 Uhr in den König Ludwig Saal, Stauden 3 ein. Gezeigt und zum Verkauf angeboten wird alles, was man für „a gscheids Gwand“ braucht, wie beispielsweise Trachtenbekleidung und -zubehör, Schuhe, Hüte, stimmige Accessoires, hochwertigste Stoffe, erlesenen Trachtenschmuck sowie allerlei liebenswerte Kleinigkeiten.
Information: http://rojo.de/priener-trachtentage-am-4-5-november-2017

Sonntagsbrunch auf dem Wendelstein
Sonntag 05.11.2017 ab 09:30 Uhr

Ein Angebot für alle, die gern lang schlafen und genießen! Lassen Sie sich doch einfach mal verwöhnen bei einem gemütlichen Sonntagsbrunch am Berg! Jeweils am ersten Sonntag im Monat.
Das Service-Team vom Wendelsteinhaus erwartet Sie im Panoramarestaurant auf 1.724 m mit einem fürstlichen Brunchbuffet: köstliche Brotwaren, Gebäck, Butter, süße Konfitüren, Honig, deftige Wurst-, Fisch- und Käseplatten, Rührei, Müsli, Cornflakes, Joghurts, Obstsalat, Fruchtsäfte, Milchgetränke, Kaffee, Tee sowie Hauptgang und Desserts!
Informationen: https://www.wendelsteinbahn.de

Ausstellung Paul Flora
Datum: 01.11.2017 bis 10.02.2018

Bereits zum dritten Mal widmen wir dem großartigen Zeichner Paul Flora eine Sonderausstellung. Das Kernstück bildet dabei „Das üble Alphabet“ mit 26 Buchstabenzeichnungen aus der Reihe der sogenannten „Winzlinge“. Ein weiterer Schwerpunkt sind Floras Zeichnungen der Lagunenstadt Venedig. Ergänzt wird die Präsentation durch retrospektivische Arbeiten und die ein oder andere Kuriosität. In Zusammenarbeit mit der Paul Flora Nachlassgesellschaft.
Veranstaltungsort: Olaf Gulbransson Museum Tegernsee, Kurgarten, 83684 Tegernsee
Informationen: www.olaf-gulbransson-museum.de

Luise Kinseher: Ruhe bewahren!
Donnerstag 16.11.2017, 20:00 Uhr

Die To-do-Liste für heute: Publikum unterhalten, saumäßig lustig sein, Klimawandel aufhalten, Mama anrufen, Klopapier kaufen, neuen, passenden Mann finden, fürs Alter vorsorgen! Und das alles: SOFORT! Da hilft nur eins: Ruhe bewahren! Durchatmen! Prioritäten setzen! „Klopapier kaufen“ wird gestrichen, es ist eh` schon nach Ladenschluss. Ruhe bewahren! Aussitzen! Abtropfen lassen!
Vielleicht könnte man ja noch kurz ... nein, geht nicht, es ist bereits Vorstellungsbeginn. Die Zeit läuft davon, der Vorhang hebt sich schon. Als erstes: Publikum unterhalten! Die Welt wird morgen gerettet und der Typ von gestern kann ja im Auto warten. Meine Mama ruf ich in der Pause an, und alt werde ich auch ohne Vorsorge… Alles geregelt. Just in time! Passt scho! Doch Kinsehers Bühnenfiguren machen ihr einen doppelten Strich durch die heilige To-do-Liste und denken gar nicht daran, sich einfach so abarbeiten zu lassen. Helga Frese zieht das Ganze unnötig in die Länge, weil sich ihr Gatte Heinz mit seinem Alzheimer zeitlich nicht mehr verorten lässt. Mary from Bavary sorgt mit einer hochprozentigen Achtsamkeitsmeditation für absoluten Stillstand und eine neue Figur wartet noch ungeduldig auf Ihre Erfindung! Die Zeit läuft davon. Es pressiert! Warum nur hetzen wir wie Wahnsinnige durchs Leben und verschieben die wichtigen Fragen auf Morgen? Antwort? Gleich! Doch erst mal: Ruhe bewahren!
Informationen: http://www.ballhaus-rosenheim.de/ballhaus/veranstaltungen.html

Adventsmarkt Brannenburg
Sonntag 26.11.2017 ab 11:30 Uhr bis 18:00 Uhr

Adventsmarkt im Pfarrheim Degerndorf mit einem großen Angebot an selbstgebundenden Adventskränzen und weihnachtlichen Gestecken, geweiht nach dem Gottesdienst. Es gibt  Kulinarisches aus der heimischen Küche, ein leckeres Plätzchenbüfett und Geschenkideen zum Fest. 
Wir freuen uns ein gemütliches Beisammensein beim Mittagstisch und bei Kaffee, Kuchen und Punsch. Für Unterhaltung ist gesorgt. Der Erlös kommt wie immer sozialen Zwecken zugute.
Veranstaltungsort: Pfarrzentrum Degerndorf, Kirchenstr. 26, Brannenburg
Informationen: Telefon 08034-90710

Natur aktiv erleben
In Brannenburg vereinen sich Berg und Tal, Fluss, Felder, Wiesen und Wälder zu einem einzigartigen Landschaftsbild

Hier finden sich Abenteuer für Jung und Alt: Freude an Mutter Natur, beim Wandern, Walken und Bergsteigen entlang blühender Wiesen und saftiger Alpen. Nervenkitzel beim Drachen- und Segelfliegen. Gemeinsames Radeln auf malerischen Wegen, vorbei an Bächen, Wäldern und Bauernhöfen. Gesundheit tanken, an frischer Luft, beim Reiten, Tennis, Baden und Sporteln. Viel Ruhe und verdiente Erholung finden. Land und Leute kennenlernen. Geselliges Miteinander genießen und endlich Zeit für die Familie haben.
Informationen: www.brannenburg.de/sommer/tourismus-freizeit/sport-und-freizeit

Brauereibesichtigung
Auerbräu-Geschichte hautnah in Rosenheim, von Montag bis Donnerstag nach Vereinbarung

Treffpunkt für die Teilnehmer der Führung ist in unserem Besucherstüberl in der Brauerei. Dort beginnt die Führung mit einem kleinen Film als Einleitung. Dann werden Sie etwa eine gute Stunde in den Fußstapfen unserer Braumeister wandeln, wo Sie interessante Informationen und Geschichten rund um den Brauprozess unserer prämierten Biere erfahren. Nach vielen Informationen und interessanten Eindrücken kehren Sie schließlich zum Besucherstüberl zurück. Dort können Sie sich dann in geselliger Runde unsere ausgezeichneten Rosenheimer Bierspezialitäten und eine zünftige Brotzeit vom Simsseemarkt Stephanskirchen schmecken lassen.
Treffpunkt: Auerbräu Besucherstüberl auf dem Brauereigelände, Münchener Str. 80, Rosenheim.Informationen: andreas.maier@auerbraeu.de

PHARAO

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuen, szenografischen Blick auf das Leben zu jener Zeit. Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte ermöglichen jedem Besucher ein Bild der ältesten Hochkultur der Welt.
Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen. MO-FR von 10:00 bis 18:00 Uhr und SA, SO und FEI von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Informationen: www.lokschuppen.de

Neues bei ver.di Bildung & Beratung
Neuerscheinungen auf wwww.verdi-bub.de

Aktuelle Rechtsprechung
Nachzulesen unter
https://www.verdi-bub.de/service/urteile/aktuelles/

 

Buchungsverfahren und Serviceleistungen

Das Bildungszentrum Haus Brannenburg dient neben seiner Funktion als zentrale Bildungsstätte von ver.di mit eigenem Programm-Angebot auch als Beleghaus für ver.di interne und externe Veranstaltungen. Wir sind auf Seminare ebenso eingerichtet wie für Klausur-Sitzungen, Tagungen, Workshops und Ähnliches.

Da sich die Belegungssituation stetig ändern kann, richten Sie Ihre Anfragen bitte immer direkt an biz.brannenburg@verdi.de. Telefonische Auskunft erteilen: Margit Bergmaier, Elvira Flocke und Irmgard Mehringer, Tel. 0 80 34 / 905-110 / -111 / -112, per Fax sind wir unter 0 80 34 / 905-100 erreichbar.

Auf Wunsch organisieren wir auch komplette Seminare „a la carte“ von der Planung bis zur Abrechnung, vermitteln Kontakt zu Referenten, kümmern uns um Seminarmaterialien oder machen Vorschläge für Freizeitaktivitäten außerhalb der eigentlichen Veranstaltung.

Für nähere Auskünfte bezüglich Seminarorganisation steht ihnen das pädagogische Team zur Verfügung:
britta.klinkforth@verdi.de und klaus.matzner@verdi.de


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