Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 10/2017 vom 01.10.2017

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

… nur ein Satz zum Ausgang der Wahlen zum Bundestag: Der 24. September 2017 wird leider in die jüngste deutsche Geschichte eingehen, denn an diesem Tag zog nach über 70 Jahren erstmals wieder eine Partei ins Parlament ein, die offen rassistische und rechtspopulistische Positionen vertritt. Ein Tag, an dem auch klar wurde, dass wir nicht aufhören können und wollen, gewerkschaftspolitische Bildungsarbeit zu leisten, damit aus Diskussionen Wissen entstehen kann – aus Wissen Verstehen und aus Verstehen Handeln für die Demokratie.

Dass es Gewerkschaften - weltweit gesehen - schwer haben, ist keine neue Nachricht. Was die Kolleginnen und Kollegen aber derzeit in der Türkei erleben, ist nahezu beispiellos: Ausgrenzung, Verfolgung, Inhaftierung – alles unter fadenscheinigsten Begründungen. Über die Situation der Gewerkschaftsbewegung in der Türkei nach dem gescheiterten Putsch vom Sommer 2016 haben wir mit Andreas Botsch vom DGB Bundesvorstand gesprochen. Er beobachtet genau, welche Gefahren auf die Mitglieder und Funktionäre dort lauern und versucht, diesen bedrohten Kolleginnen und Kollegen zu helfen – etwa beim Durchlaufen eines Asylverfahrens in Deutschland, wenn sie ihr Heimatland verlassen mussten, um einer Inhaftierung zu entgehen.

Aber auch in anderen Ländern – nicht zuletzt in Deutschland – stehen Gewerkschaften weiter unter Druck. Dort oft unter anderen Vorzeichen, aber immer mit der Intention, die Gemeinschaft der abhängig Beschäftigten zu schwächen und damit Arbeitnehmerinteressen ohne Widerstand durchsetzen zu können. Es heißt also auch künftig: Wachsam sein, das Erreichte verteidigen und die Arbeitnehmerrechte weiter stärken. Hier und jenseits unserer Grenzen.

Mit besten Grüßen vom Wendelstein
Das Team des ver.di Bildungszentrums Brannenburg

 

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ver.di Bildungszentrum
Haus Brannenburg

Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Britta Klinkforth (V.i.S.d.P.)
Fon: 08034/905-142
britta.klinkforth@verdi.de

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 01. Oktober 2017
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Darum bin ich in der Bildungsarbeit aktiv
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • Mensch geht vor! Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)
    BA 01 171015 01, 15.10.17-20.10.17
  • BPersVG: Einstieg leicht gemacht. Einführung und Überblick (PR 1)
    BA 01 171106 01, 06.11.17-10.11.17
  • Einführung in das Arbeitsrecht 3: Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
    BA 01 171119 01, 19.11.17-24.11.17
  • Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
    BA 01 171119 04, 19.11.17-24.11.17
  • Wirtschaftsausschuss 2. Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht
    BA 01 171120 03, 20.11.17-24.11.17
  • Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche. Ein Führungsinstrument in vielen Betrieben und Dienststellen
    BA 01 171127 02, 27.11.17-29.11.17
  • Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes: Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung
    BA 01 171127 01, 27.11.17-01.12.17
  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer. Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)
    BA 01 171203 01, 03.12.17-08.12.17
  • Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
    BA 01 171204 02, 04.12.17-08.12.17

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

 

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

Walter Lukas, N. N.
BA 01 171022 01 [ Anmelden ]
22.10.2017 - 27.10.2017
Werner Bareth, N. N.
BA 01 171203 01 [ Anmelden ]
03.12.2017 - 08.12.2017

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten. In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten. Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung                    

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

BA 01 171015 01 [ Anmelden ]
15.10.2017 - 20.10.2017
Andrea Breme, N.N.

Hinweis: Vorheriger Besuch des BR-Grundseminars ist erforderlich

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar 'Mensch geht vor!' liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.

Personelle Angelegenheiten' - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotionsbeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.

In all diesen Fällen ist die betriebliche Interessenvertretung gefordert, denn: Keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen

Beständig ist allein der Wandel!
Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)

BA 01 171015 02 [ Anmelden ]
15.10.2017 - 20.10.2017
Andrea Breme, N.N.

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars; vorheriger Besuch der BR-Grundseminare 2 und 3 empfohlen

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Wirtschaftliche Angelegenheiten haben oft mit sich verändernden Rahmenbedingungen zu tun oder bedeuten sogar den radikalen Umbau eines Betriebs oder Unternehmens: Arbeitsprozesse werden grundlegend geändert, Teilbereiche geschlossen, Abteilungen umstrukturiert oder ausgelagert. Häufig sind Arbeitsplätze gefährdet, fast immer verändern sich Arbeitsinhalte und -bedingungen. Zugleich werden neue Qualifikationen zwingend erforderlich.
Diese Veränderungen sind oft schleichend, kaum zu bemerken, aber dennoch tiefgreifend und wirkungsvoll. Manchmal erscheinen sie auch in Form einer aufsehenerregenden Aktion. Im Kern stellen sie immer eine Herausforderung für Betriebsrat und Belegschaft dar.
Im Seminar erfahren Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie als Betriebsrat derartige Prozesse frühzeitig erkennen und somit wirtschaftliche Angelegenheiten erheblich beeinflussen können. Neben der Kenntnis rechtlicher Bestimmungen bekommen Sie auch das nötige Rüstzeug in Fragen der richtigen Strategie, um elementare Forderungen erfolgreich durchzusetzen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Was geht da vor? Frühzeitiges Erkennen betrieblicher Veränderungen
  • Wer weiß was? Informationsrechte des Betriebsrats, Informationspflichten des Arbeitgebers
  • Geht das? Bewertung betrieblicher Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  • Nicht ohne uns! Beteiligung des Betriebsrats an betrieblichen Veränderungsprozessen
  • Gemeinsam stark: Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Betriebsrat
  • Was wir wollen: Entwicklung und Durchsetzung von Forderungen

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

BA 01 171022 02 [ Anmelden ]
22.10.2017 - 27.10.2017
Elfriede Martin, Werner Tomek

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Unser Seminar ‚Agieren statt reagieren‘ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann.
Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei  Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und  Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.
Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

BA 01 171106 01  [ Anmelden ]
06.11.2017 - 10.11.2017

Friedrich Paschke, N.N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten? Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts. Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

 Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
BA 01 171204 02 [ Anmelden ]
04.12.2017 - 08.12.2017
N. N.

Hinweis: Aufbauend auf diesem Seminar kann die dreiteilige Seminarreihe zum Arbeitsrecht (siehe direkt unten) besucht werden. Diese Seminare vermitteln insbesondere zu den gesetzlichen Grundlagen des individuellen Arbeitsrechts vertiefende Kenntnisse. Da neben den Gesetzen zum Arbeitsrecht die Tarifverträge die wichtigsten Arbeitsgrundlagen der gesetzlichen Interessenvertretung sind, werden darüber hinaus noch Spezialseminare zum TVöD angeboten, z.B. ‚TVöD-Grundlagen: Einführung und Überblick‘.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Das Arbeitsrecht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist sehr stark von Tarifverträgen (insbesondere vom TVöD) geprägt. In diesem Seminar lernen Sie die Aspekte des Arbeitsrechts kennen, die nicht in den Tarifverträgen geregelt sind und trotzdem eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Arbeit in der Interessenvertretung haben. In kompakter Form werden die Grundzüge des individuellen Arbeitsrechts dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundbegriffe und Rechtsquellen des Arbeitsrechts
  • Überblick: Allgemeine gesetzliche Grundlagen zum individuellen Arbeitsrecht
  • Probleme bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses
  • Darstellung gesetzlicher Grundlagen zu den Inhalten des Arbeitsverhältnisses
  • Überblick: Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Befristung, Kündigung, Aufhebungsvertrag)
  • Recht bekommen: Arbeitsgericht und Grundzüge des Verfahrensrechts

Einführung in das Arbeitsrecht 1
Begründung des Arbeitsverhältnisses

BA 01 170910 02 [ Anmelden ]
10.09.2017 - 15.09.2017
Stephanie Merz, N.N.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Gesetzliche Interessenvertretungen sind in ihrem Arbeitsalltag mit einer Vielzahl juristischer Probleme und Aufgabenstellungen konfrontiert. Die Arbeit in einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert deshalb grundlegende Kenntnisse über die Inhalte der einschlägigen Gesetze und der dazu ergangenen Rechtsprechung sowie über den Umgang damit. Bei der Vielzahl der Gesetze ist es jedoch oft schwer, sich zurechtzufinden und den Überblick zu behalten.
In Teil 1 dieser Seminarreihe wird zunächst das Basiswissen über die Strukturen des vielschichtigen Arbeitsrechtssystems vermittelt, und es werden arbeitsrechtliche Grundbegriffe geklärt. Im Anschluss werden die rechtlichen Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Anbahnung, der Begründung sowie dem Bestand eines Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten) ergeben können, besprochen.
Darüber hinaus werden die jeweiligen Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsquellen des Arbeitsrechts, Geschichte und Aufbau des Arbeitsrechtssystems
  • Wesen und Funktion des Arbeitsrechts, Grundbegriffe, Rechtsquellen
  • Abgrenzung zwischen individuellem und kollektivem Arbeitsrecht
  • Begründung des ArbeitsverhältnissesInhalte des Arbeitsvertrags
  • Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag
  • Weisungsrecht des Arbeitgebers
  • Praxisfälle aus der aktuellen Rechtsprechung

Einführung in das Arbeitsrecht 2
Inhalt des Arbeitsverhältnisses

BA 01 171015 03 [ Anmelden ]
15.10.2017 - 20.10.2017
Thomas Rosenland, N. N.

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Es existiert eine schon fast unüberschaubare Zahl von Gesetzen, die Mindeststandards für Arbeitsverträge festlegen. Außerdem sind viele arbeitsrechtliche Grundsätze durch die Rechtsprechung entwickelt worden (Richterrecht).
Dieses Seminar gibt insbesondere einen Überblick über die bestehenden Schutzgesetze, über die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung und die Ansprüche der Beschäftigten aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Schutznormen für die Beschäftigten und die jeweiligen Rechte aus den Gesetzen werden unter Berücksichtigung und im Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten der gesetzlichen Interessenvertretung erläutert.

Behandelt werden u.a. folgende Themen:

  • Mindeststandards, die ein Arbeitsvertrag erfüllen muss (AGB-Kontrolle, Verhältnis zum Tarifvertrag)
  • Vergütung und Gratifikation
  • Überblick über die wichtigsten Schutzgesetze
  • Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung
  • Bezahlte und unbezahlte Freistellungsansprüche im Arbeitsverhältnis

Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zum Inhalt des Arbeitsverhältnisses.

Einführung in das Arbeitsrecht 3
Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
BA 01 171119 01 [ Anmelden ]
19.11.2017 - 24.11.2017
Jens Ehrlinger, Stephanie Merz

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Egal auf welche Art ein Arbeitsverhältnis beendet wird: In allen Fällen ist die Interessenvertretung aufgefordert, darauf zu achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Zumeist existieren echte Mitbestimmungsrechte bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht. Gegebenenfalls müssen den betroffenen Kolleginnen und Kollegen daher individuelle Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Wie das funktionieren kann, wird in diesem Seminar vermittelt. Dazu werden ergänzend Grundzüge des Verfahrens vor dem Arbeitsgericht erarbeitet, die praktisch durch den Besuch eines Verhandlungstags bei einem Arbeitsgericht abgerundet werden.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Aufhebungsvertrag
  • Ordentliche Kündigung
  • Außerordentliche Kündigung
  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Befristung von Arbeitsverhältnissen
  • Pflichten des Arbeitgebers bei der Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
  • Beteiligung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Gesunde Arbeit - gesunder Betrieb
Grundlagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für gesetzliche Interessenvertretungen
BA 01 171120 02 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Stephanie Merz, Emmy Sommerer

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-/SBV1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zählt zu den zentralen Handlungsfeldern der gesetzlichen Interessenvertretung.
In diesem Seminar können Sie Ihre Rolle und Handlungsmöglichkeiten als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung herausarbeiten, auch vor dem Hintergrund steigender Belastungen der Beschäftigten. Dazu werden betriebliche Beispiele von „gesunder Arbeit“ dargestellt und Lösungswege für konkrete betriebliche Gesundheitsprobleme mit Ihnen gemeinsam entwickelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Aufgaben, Rechte und Handlungsmöglichkeiten von Betriebsrat, Personalrat, MAV, SBV, Arbeitsschutzausschuss
  • Arbeit - Gesundheit - Krankheit: Zusammenhänge und Trends
  • Maßnahmen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz
  • Das Arbeitsschutzsystem
  • Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG
  • Elemente eines betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)
  • Systematisches Vorgehen und Praxisbeispiele

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
BA 01 171119 04 [ Anmelden ]
19.11.2017 - 24.11.2017
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes:
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

BA 01 171127 01 [ Anmelden ]
27.11.2017 - 01.12.2017
Heike Rozek

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-/MAV-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die moderne Daten- und Informationstechnologie und die Digitalisierung der Arbeitswelt bieten ungeahnte Möglichkeiten für einen Informationsaustausch in ‚Echtzeit‘, schnelle Datenerhebung und Datenspeicherung, Verhaltens- und Leistungskontrollen, Feststellung des Aufenthaltsortes der Beschäftigten und vieles mehr. Technisch ist dabei (fast) alles möglich - doch wo liegen die rechtlichen und aus Sicht der gesetzlichen Interessenvertretung betriebspolitischen Grenzen der Zulässigkeit der Nutzung von personenbezogenen Daten?
Den Datenschutz im Betrieb/in der Dienststelle zugunsten der Beschäftigten zu gestalten und umzusetzen, ist zu einer wichtigen Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung geworden. Das Seminar stellt die rechtlichen Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes vor und zeigt u.a. Möglichkeiten und Instrumente der Umsetzung eines an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientierten Datenschutzsystems auf.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen des Datenschutzes: EU-Datenschutz-Grundverordnung, Bundes-/Landesdatenschutzgesetze
  • Anwendungsbeispiele von technischen Einrichtungen und IT-Systemen zur automatisierten Datenverarbeitung
  • Zulässigkeit und Grenzen einer Verhaltens- und Leistungskontrolle von Beschäftigten (z.B. bei Personalinformationssystemen und Videoüberwachung)
  • Formen und Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik
  • Darstellung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Erarbeitung von Eckpunkten einer Rahmenbetriebs-/Dienstvereinbarung zum Datenschutz zum Einsatz von IuK-Technik

Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche
Ein Führungsinstrument in vielen Betrieben und Dienststellen
BA 01 171127 02 [ Anmelden ]
27.11.2017 - 29.11.2017       
Andrea Breme

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Hoch motivierte und engagierte Beschäftigte sind sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Um die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Arbeitnehmer/-innen zu stärken, spielen in vielen Organisationen Mitarbeiter(innen)gepräche und Zielvereinbarungen zunehmend eine zentrale Rolle.
Häufig werden sie als Steuerungsinstrument zur Umsetzung der Arbeitgeberziele und als Mittel zur Einführung neuer Formen der Entlohnung eingesetzt. Zur Vereinbarung der Ziele werden meist Mitarbeiterbeurteilungen und -gespräche genutzt.
Betriebs- und Personalräte, die mit der Einführung von Mitarbeiter(innen)gesprächen und Zielvereinbarungen konfrontiert werden, sollten deshalb wissen, welche Anforderungen zu stellen sind, damit entsprechende Konzepte sozialverträglich geregelt werden können.
In dem Seminar werden Chancen und Risiken vorgestellt, Kriterien für Zielvereinbarungen erarbeitet sowie Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung behandelt. Die Ausgestaltung des § 18 TVöD ist nicht Inhalt des Seminars.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Die Kriterien von Zielvereinbarungen
  • Zielvereinbarungen mit/ohne Bezug zum Entgelt
  • Datenermittlung bei Zielvereinbarungen
  • Regelung von Zielvereinbarungen und Mitarbeiter(innen)gesprächen
  • Tarifvertragliche und betriebsverfassungs-/ personalvertretungsrechtliche Handlungsmöglichkeiten
  • Rechte der einzelnen Beschäftigten

Wirtschaftsausschuss 2
Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

BA 01 171120 03 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Michael Theil

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars sowie des Seminars ‚Wirtschaftsausschuss 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.  
   

Der Jahresabschluss gilt als undurchschaubares Zahlenwerk, ist jedoch für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss eine zentrale Informationsquelle für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. In diesem Seminar wird er Ihnen auf leicht verständliche Art und Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Dabei werden seine Bestandteile Schritt für Schritt unter Verwendung eines Analyseschemas bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erklärt. Systematisch können Sie sich die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), erarbeiten und dabei den Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts im Jahresabschluss klären. Im Seminar werden Ihnen ausgewählte Kennzahlen dargestellt und praktische Hinweise für die Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsform sowie Prüf- und Veröffentlichungspflichten von Unternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung der Strukturen und Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Exemplarische Jahresabschlussanalyse eines Musterbetriebs
  • Grenzen der Aussagekraft des Jahresabschlusses und Rolle des Wirtschaftsprüferberichts
  • Kennzahlensystem zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

Gewerkschaften stehen unter Druck

Andreas BotschIn der Türkei wird derzeit in besonderem Maße deutlich, dass die Gewerkschaftsarbeit massiv beeinträchtigt wird. Andreas Botsch, Director Europe and International beim DGB Bundesvorstand, mit einer Analyse der aktuellen Situation.

International gesehen – wie ist die Situation; stehen Gewerkschaften zunehmend (politisch) unter Druck?

Man kann dazu keine generelle Aussage treffen und muss sich jedes einzelne Land ansehen.

Wenn Gewerkschaften unter politischen Druck geraten – von welcher Seite geht der aus?

Auch das ist nicht generalisierbar. Nehmen wir aber ein Beispiel – die Türkei. Dort entsteht im Moment eine Diktatur der übelsten Art. Gewerkschaften sind davon massiv betroffen. Mehr als 150.000 Menschen, die im öffentlichen Dienst beschäftigt waren, wurden unter fadenscheinigen Gründen entlassen. Es gab keine rechtsstaatlichen Mittel, sich dagegen zu wehren.
Wenn – wie in der Türkei – ein Rechtsstaat abgeschafft wird, sind davon zuvorderst die organisierten Interessen von Arbeitnehmer/-innen betroffen.
Gleichzeitig beobachten wir in der Türkei das Wachsen einer Gewerkschaft, die der Regierungspartei AKP sehr nahesteht. So werden zunehmend mehr Massenorganisationen in den Dienst des Präsidenten gestellt – durchaus vergleichbar mit dem FDGB in der DDR oder der Deutschen Arbeitsfront in den 1930er und 1940er Jahren.
Dazu gibt es verschiedene Druckmittel, um diesen Prozess auch vollständig umzusetzen: Man verhaftet die Gewerkschaftsfunktionäre und die Führungsebene, man klagt sie aus absurden Gründen an – beispielsweise deshalb, weil sie den Terrorismus unterstützen würden. Danach sagt man den Arbeitnehmer/-innen, dass es doch nicht schlecht sei, wenn sie in diese neue Gewerkschaft eintreten würden. Andernfalls wäre vielleicht der Arbeitsplatz nicht mehr sicher …
Auf diese Weise werden die organisierten Interessen der Beschäftigten geschwächt und gleichzeitig der Einfluss des Staates in den Betrieben ausgebaut.

Betrifft das alle Branchen und ihre entsprechenden Gewerkschaften?

Es gibt Unterschiede. In der Türkei steht derzeit die Gewerkschaft der Beschäftigten im öffentlichen Dienst KESK besonders unter Druck. Bei KESK kommt noch ein ethnisches Problem hinzu – viele Mitglieder sind Kurden.
Anderer Fall: Die Vorsitzende der Lehrergewerkschaft konnte sich ihrer Verhaftung nur durch Flucht ins Ausland entziehen. Sie lebt nun in Deutschland – mit ihr 24 weitere Gewerkschaftsfunktionäre. Sie alle haben Asyl erhalten. Der KESK Generalsekretär musste unter abenteuerlichen Umständen in die Schweiz fliehen. Alle, die Staatspräsident Erdogan nicht Gehorsam leisten, werden verfolgt.
Übrigens hat das in der Türkei eine Vorgeschichte. Schon während der Militärdiktatur in den 1980er Jahren wurden kritische Gewerkschaften unter Druck gesetzt. Damit entsteht ein Klima der Angst unter den Mitgliedern und man kann so gewerkschaftliche Arbeit letztlich aushebeln.

Was kann dagegen getan werden?

Sich schleichend entwickelnde Diktaturen wie die in der Türkei kann man – international gesehen –am wirksamsten zum Zeitpunkt ihres Entstehens aufhalten und delegitimieren. Dann muss man laut sagen, dass eine Unrechtsherrschaft entsteht. Denn bereits in diesem Stadium werden die Gewerkschaften in ihren Handlungsoptionen massiv beschnitten.
Man muss mehrere Dinge gleichzeitig tun. Denen, die fliehen konnten, muss man helfen. Das passiert bereits, vor allem unter den Lehrergewerkschaften. Die GEW ist in Deutschland sehr aktiv. Hinzu kommen müssen Rechtsberatung und Beistand im Asylverfahren.
Wie der Zufall es will, findet in diesem Herbst die alle vier Jahre tagende europäische Regionalkonferenz der Internationalen Arbeitsorganisation ILO in Istanbul statt. Es gibt heftige Diskussionen darüber, wie man damit umgehen soll. Der Internationale Gewerkschaftsbund IGB wollte die Konferenz an einen anderen Ort verlegen, konnte dafür aber keine Mehrheiten finden. Die Regierungen, die auch an dieser Konferenz teilnehmen, sahen in Istanbul weniger ein Problem – für die Arbeitgeber ist Istanbul als Tagungsort völlig in Ordnung.
Der IGB hat nun zum Boykott der Tagung aufgerufen, dem sich die westeuropäischen Gewerkschaften weitgehend anschließen werden. Man wird von uns dort niemanden sehen. Auch die Regierungen werden nur durch die untere Beamtenebene vertreten sein. Nun müssen wir noch die Arbeitgeberseite überzeugen, dass von deren Seite auch nur eine Minimal-Präsenz gezeigt wird. Erdogan und die AKP sollen keine Bühne bekommen, um anschließend sagen zu können, dass die Gewerkschaftsbewegung dort ungehindert tagen konnte.

Wird der DGB für diese Haltung seitens der Türkei angegriffen?

Im Moment noch nicht, doch das kann noch kommen. Es gibt jetzt schon einzelne aktive Gewerkschaftssekretäre/-innen, die sich überlegen, ob sie noch in die Türkei reisen können. Man steht irgendwann auf Listen – vor allem dann, wenn man die doppelte Staatsbürgerschaft hat. Sitzt man erst im Gefängnis, kommt man da sehr schlecht wieder raus.

Wie reagieren die deutschen Kolleg/-innen mit türkischen Wurzeln auf diese Situation?

Das ist zwiespältig und kommt drauf an, wie sie sich selbst politisch verorten. Es gibt unter unseren Mitgliedern mit türkischen Wurzeln Erdogan-Anhänger und Erdogan-Gegner. Das macht es beispielsweise für die IG Metall schwer, sich zu positionieren, weil dort besonders viele Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei organisiert sind.

Ist die Türkei ein Einzelbeispiel, was ist etwa mit den Ländern in Osteuropas?

Auch hier muss man auf das einzelne Land schauen. In Polen werden die Gewerkschaften unter der PiS-Regierung nicht bedrängt – im Gegenteil. Die anti-europäische und rechtspopulistische Regierung sucht die Unterstützung durch die Arbeitnehmer/-innen und versucht sie so auf ihren Kurs zu bringen. Sie verfolgt dazu eine sehr ausgeprägte und gute Sozialpolitik. Das bestätigen übrigens auch die Gewerkschaften selbst. Die Löhne steigen kontinuierlich, die Gewerkschaften können frei arbeiten – eine ähnliche Situation erleben wir in Ungarn. Da wird die soziale Karte gespielt, um die nationale besser durchsetzen zu können.

Wie geht es weiter in der Türkei?

Das ist ein wenig Kaffeesatzleserei. Daneben gibt es allerdings noch ganz andere Probleme, die wir in Europa zu lösen haben. Demnächst jährt sich zum zehnten Mal der Ausbruch der Finanzkrise. In vielen Ländern Europas ist die wirtschaftliche Situation, wie wir sie vor der Krise hatten, noch längst nicht wieder erreicht. Griechenlands nationaler Wohlstand etwa liegt weit hinter dem Stand von 2008.
Dort – aber auch in Portugal, Spanien und Italien, wo die Bankenkrise kurzerhand zur Staatsschuldenkrise umgedeutet wurden, sind Gewerkschaften weiter unter Druck. Es gibt dort längst keine Flächentarifverträge mehr. In Portugal war deren Abschaffung z.B. eine der Auflagen der sogenannten Troika. Die Tarifpolitik in diesen Ländern liegt am Boden – und damit ist die Kraft der Gewerkschaften geschwächt.
Diese massiven Probleme und die Situation in der Türkei zeigen eine allgemeine Politikrichtung in Europa auf – ja, Gewerkschaften stehen dort unter politischem und wirtschaftlichem Druck.

Wie siehst du die Situation in Deutschland?

Die Gewerkschaften in Deutschland stehen da unter Druck, wo aus vormals regulären Arbeitsverhältnissen nun prekäre geworden sind: Befristung, Teilzeit- und Leiharbeit oder Niedriglohn-Sektor. Das alles stiftet insbesondere junge Menschen nicht an, sich gewerkschaftlich zu organisieren und seine Interessen durchsetzen zu wollen. Aber insgesamt stehen Gewerkschaften in Deutschland noch relativ gut da – auch wenn wir etwa einen ausgesprochen niedrigen Grad an Abdeckung durch Tarifschutz haben. Mit 59 Prozent liegen wir fast am Schluss innerhalb der EU.
Immer mehr Unternehmens entziehen sich der Tarifbindung und organisieren sich im Arbeitgeberverband OT (= ohne Tarif) oder wollen gar keine Tarifverträge – etwa Unternehmen wie Amazon. Dort gelten dann eigene Regeln, die Sozialpartnerschaft spielt für diese Formen keine Rolle mehr.
Es gibt also keinen Grund zur Entwarnung. Gewerkschaften stehen hier und dort unter Druck. Tendenz leider steigend. Die Internationale Gewerkschaftsbund gibt jährlich einen Bericht zur Lage der Gewerkschafts- und Arbeitnehmerrechte weltweit heraus. Man sollte meinen, dass dieser Bericht immer dünner wird, weil es immer weniger Konflikte gibt. Aber das Gegenteil ist der Fall. Arbeitnehmerrechte sind ständig unter Beschuss – wir müssen wachsam und wehrhaft bleiben.

Interview: Marko Junghänel

 

Darum bin ich in der Bildungsarbeit aktiv

Nicole RufinNicole Rufin ist hauptamtlich in ihrem ver.di Bezirk für die Bildungsarbeit zuständig. Bildungsarbeit muss ihrer Meinung nach internationaler werden.

… du kommst gerade aus Brannenburg.
Ich habe dort ein Seminar zur Grundlagenqualifizierung für Betriebsräte geteamt. Die meisten Menschen kennen mich aber in meiner Funktion als hauptberufliche Gewerkschaftssekretärin im Fachbereich 10. Mit meinem Büro in Regensburg bin ich für die Oberpfalz und Oberfranken Ost zuständig. Von dort aus bin ich auch für die Organisation und Koordinierung der Bildungsarbeit im Landesfachbereich 10, Bayern zuständig. Gemeinsam mit dem Fachbereich 9 bewerben wir unsere gemeinsamen Seminare, die wir mit dem ver.di Bildungswerk durchführen.
 
Wie bist zur Bildungsarbeit gekommen?
Bildung war mir schon immer wichtig. Ich komme aus der DPG – dort gab es tariflich abgesicherten Sonderurlaub für die Beschäftigten und die Auszubildenden für Gewerkschaftsseminare. Da war ich dabei. Ich bin dann Jugendvertreterin geworden, danach Mitglied in verschiedenen ehrenamtlichen Vorständen der DGB Jugend. Bildungsarbeit fand ich einfach immer super – das wollte ich machen.
 
Was bedeutet Bildung für dich?
Es geht natürlich zunächst um Wissensvermittlung. Aber es ist mehr – nämlich die Verdeutlichung von Zusammenhängen. Betriebsratsarbeit hat zwar mit dem Betriebsverfassungsgesetz zu tun. Wichtig ist aber auch, zu erklären, warum dieses Gesetz genau so aussieht, woher es kommt, wie man es verändern kann. Das bedeutet, zu vermitteln, welchen Anteil Gewerkschaften an diesem Gesetz haben und welche gesellschaftspolitischen Aspekte darin stecken.
Das, was ich in den Seminaren zur Grundqualifikation vermitteln will, lernt man ja sonst nirgends – schon gar nicht in der Schule. Wenn Menschen abhängig beschäftigt sind, müssen sie das aber wissen.
Bildungsarbeit ist für mich immer handlungsorientiert, an den Menschen orientiert – abhängig von Sozialisation und Herkunft. Gerade im interkulturellen Kontext muss man auf spezifische Bilder und Beispiele eingehen, damit das Thema verstanden wird. Es muss etwas mit den Menschen selbst zu tun haben, dann bleibt´s auch hängen und sie lernen es um zusetzten.
 
Wie verändert sich Bildungsarbeit? Stichwort E-Learning oder Webinare?
Bildung ohne direkten persönlichen Bezug und Kontakt ist kaum vorstellbar für mich. Insofern gelingt die Qualifizierung von Interessenvertretungen auch kaum über Webinare oder Ähnliches. Man muss miteinander reden können – direkt und auf Augenhöhe, persönlicher Austausch ist durch nichts zu ersetzen.
Und noch etwas ist wichtig. Kommerzielle Mitbewerber der Bildungsarbeit setzen in ihren Seminaren auch auf Anwälte oder pensionierte Arbeitsrichter. Die mögen vielleicht spannende Geschichten aus ihrer beruflichen Praxis erzählen können – der Austausch zwischen Gleichgesinnten ist aber viel wichtiger für den Bildungserfolg, auch tagsüber. All das geht nur im Setting der gewerkschaftliche Bildungsarbeit in unseren Bildungszentren.
 
Welche Bedeutung misst du diesen Häusern bei?
Wir stehen mit unseren Häusern in Konkurrenz zu kommerziellen Anbietern. Wir müssen uns aber nicht verstecken unsere Häuser haben ihre Entstehungsgeschichten – wie z.B. Brannenburg. Somit sind sie nicht vergleichbar mit kommerziellen 4 Sterne-Hotels. Das müssen wir unseren Teilnehmenden erklären. Die erwarten das aber auch nicht, weil sie nicht nur Tagungshäuser haben wollen, sondern Orte der Begegnung und des Meinungsaustauschs. Im normalen Tagungshotel trifft man sich am Abend maximal auf ein Bier. Bei uns kommen Kolleginnen und Kollegen aus verschiedenen Bereichen zusammen und diskutieren über ihre Fragen. Und bekommen im besten Fall in diesen Gesprächen auch die Antworten dazu. Unsere Häuser stehen für Netzwerke und der Umgang miteinander ist ein anderer. Es sind engagierte Kolleginnen und Kollegen, die hier miteinander diskutieren – mehr als Teilnehmer/-innen eines Seminares.
 
Was muss Bildungsarbeit künftig leisten?
Wir haben das Pech oder das Glück, in Bayern zu leben. Pech vor allem deshalb, weil es hier noch immer keine gesetzlich geregelte Möglichkeit der Freistellung für Bildungsarbeit gibt. Die Teilnehmenden setzen dafür ihre Freizeit ein – wenn es um gewerkschaftspolitische Bildung geht, in anderen Bundesländern, gibt es Freistellungsmöglichkeiten – bei uns nicht – leider.
Im Hinblick auf die Veränderungen in der Arbeitswelt – Stichwort Arbeit 4.0 – ist das nicht mehr darstellbar, denn der Bildungsbedarf wird weiterwachsen, wir müssen diese Veränderung mitgestalten.
Es ist wichtig, nicht nur Funktionäre in den Gewerkschaften regelmäßig zu schulen, sondern mit den Bildungsangeboten weiter in die Mitgliedschaft zu gehen, um einerseits unsere Tarifarbeit noch stärker auszubauen und andererseits gesellschaftspolitische Veränderungen zu erreichen. Denn wenn wir breit aufgestellt sind, sind wir stark – das macht uns als Gewerkschaften aus und deshalb ist Bildungsarbeit so wichtig. Nur wer weiß, warum die Welt so ist, wie ist, kann sich eine Meinung bilden und sie verändern.
 
Welchen Stellenwert hat Bildung in unserer Organisation?
Bildung wird bei uns großgeschrieben, denn Bildung im Kontext der Arbeitswelt findet sonst nirgends als bei uns statt. Was ist uns Bildung wert? Wir sind bereit dafür Geld in die Hand zu nehmen und führen von Jugend- bis Senioren-Seminare viele verschiedene Seminare durch und wenn irgendwie möglich am liebsten in den eigenen Häusern.
 
Wie sieht es beim Nachwuchs im Teamenden-Bereich aus?
Der Altersdurchschnitt ist hoch, eine gute Mischung würde ich mir wünschen. Schön, dass es so viele ältere Kolleginnen und Kollegen gibt, die ihr Wissen weitergeben. Das hat aber möglicherweise zur Folge, dass die Lebenswirklichkeiten der Älteren und der Jüngeren im Laufe der Zeit nicht mehr übereinstimmen. An der Nachwuchsgewinnung arbeiten wir alle und versuchen hier Kolleginnen und Kollegen zu begeistern.
 
Ist Bildungsarbeit nicht attraktiv?
Doch Bildungsarbeit macht Spaß, es gibt so viele tolle Erlebnisse, wenn man sieht, wie Menschen die schon Jahre lang im Arbeitsleben stecken, für sich feststellen, sie müssen was tun in ihrem Betrieb, in ihrem Leben. Es ist wunderbar, das erleben zu dürfen. Es gibt trotzdem unterschiedliche Gründe, warum immer wieder Leute in der Bildungsarbeit gesucht. Einer ist, die meisten Menschen haben sich ihr Leben eingerichtet und dort dann noch aktive Bildungsarbeit einzubauen, ist leider nicht allen Kolleginnen und Kollegen möglich. Es ist aber auch ein interkulturelles Problem. Der Anteil von Menschen, die nicht Deutsch als Muttersprache sprechen, wächst. Es gibt viele Kolleginnen und Kollegen aus der Türkei, Polen, Ungarn oder der Slowakei, um nur ein paar Kulturkreise zu nennen. Auch das muss Berücksichtigung in unserer Bildungsarbeit finden.
Das deutsche Betriebsverfassungsgesetz müsste es zum Beispiel in verschiedenen Sprachen geben, um darüber ernsthaft diskutieren zu können und es den Menschen nahe zu bringen, damit sie verstehen, welche Rechte/Pflichten habe ich als Betriebsrat. Bislang gibt es nur eine türkische Version. Bei den ausländischen Kolleginnen und Kollegen sind sehr viele tolle und engagierte Menschen dabei – das Problem ist oft die Sprache. Hier müssen wir internationaler und interkultureller werden. Denn auch das ist ein Beitrag für ein wir und schon wieder können wir damit auch ein Stück Angst abbauen und rücken näher zusammen.
 
Wie sieht die Zukunft der gewerkschaftlichen Bildungsarbeit aus?
Ich schaue optimistisch in die Zukunft. Wir können etwas bewegen. Bildungsarbeit sollte übrigens auch an anderen Orten stattfinden – etwa an den Stammtischen. Dort müssen wir argumentieren.
Im Hinblick auf die Qualität und Relevanz unserer Bildungsangebote sind wir in jedem Fall stark aufgestellt. Wenn ich beispielsweise sehe, dass Teilnehmende bei kommerziellen Anbietern noch erhebliche Wissenslücken nach den Seminaren aufweisen, bin ich sehr zufrieden mit unseren Angeboten.
Es hilft eben nix, die Kolleginnen und Kollegen während des Seminars nur zu bespaßen – unsere Teamenden haben die Erfahrungen aus der betrieblichen Praxis und haben es am eigenen Leib erfahren was es heißt Gewerkschafter und Teil der betrieblichen Interessenvertretung zu sein – mit allen Höhen und Tiefen und das unterscheidet uns von anderen und das ist gut so. Die Themen werden erarbeitet und diskutiert und Erfahrungen ausgetauscht, kein Frontalunterricht – sondern ein erarbeitetes Wissen. Insofern sollten wir selbstbewusst mit unserer Bildungsarbeit und somit der Leistungen umgehen.
Was mir übrigens noch einfällt. Der Erfolg eines Seminars hängt nicht zuletzt von geeigneten Methoden ab. Ich habe es mir etwa angewöhnt, die Seminare im Stuhlkreis – also ohne feste Tische – zu gestalten. So ist jeder gezwungen, mitzudenken, sich einzubringen und kann sich nicht hinter seinem Tisch verstecken. Wenig Aufwand – große Wirkung …

Interview: Marko Junghänel

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Der Berg ruft!
Herbsturlaub im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Unser Haus liegt unterhalb vom Wendelstein in einer landschaftlich und kulturell reizvollen Umgebung und erfreut sich großer Beliebtheit für Erholungsaufenthalte. Für Kurzentschlossene haben wir immer wieder Restkapazitäten für einen Urlaubsaufenthalt. Bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens zwei Nächten im Doppelzimmer gelten folgende Preise … Weitere Infos: [klick]
Buchungsanfragen: Bitte an unsere Rezeption Tel. 08034/9050, Fax 08034/905100 oder per Email an biz.brannenburg@verdi.de

Vermacht, verfallen, verdrängt – Kunst und Nationalsozialismus
24. September bis 19. November 2017, Städtische Galerie Rosenheim

Die Ausstellung „Vermacht, verfallen, verdrängt – Kunst und Nationalsozialismus“ dokumentiert das Verhältnis der Stadt Rosenheim und einzelner Künstlerpersönlichkeiten zum Kunst- und Kulturgeschehen des „Dritten Reiches“. Im Fokus der Ausstellung stehen dabei neben dem Bau des Galeriegebäudes im Jahr 1937 und den Bestrebungen des Kunstvereins in erster Linie die individuellen Entwicklungslinien einzelner Rosenheimer Künstlerpersönlichkeiten.
Um ein tieferes Verständnis der kunst- und kulturpolitischen Entwicklung Rosenheims zu ermöglichen, werden indes auch die (lokalen) künstlerischen Strömungen und Entwicklungen vor 1933 sowie die Kunst der Nachkriegszeit einen essentiellen Teil der Ausstellung bilden.
Veranstaltungsort: Städtische Galerie Rosenheim, Max-Bram-Platz 2, 83022 Rosenheim
Informationen: http://galerie.rosenheim.de/home/

Lichtbildfestival
24. September bis 29. Oktober 2017, Miesbach (Waitzinger Keller)

Das Lichtbildfestival vereint das ganze künstlerische Spektrum durch Licht entstandener Bilder. So werden ganz klassisch Fotografien und Kurzfilme gezeigt, aber auch Projektionen, Lichtskulpturen und Schattentheater samt Workshop bereichern das Programm.
Veranstaltungsort: Waitzinger Keller - Kulturzentrum Miesbach, Schlierseer Str.16, 83714 Miesbach
Informationen: www.miesbach.de/kultur-brauchtum/waitzinger-keller/spielplan.html

Bergfilm-Festival
Die neuesten Filme aus der ganzen Welt der Berge

Vom 18. bis 22. Oktober 2017 dreht sich am Tegernsee alles um Berge und Natur - das Internationale Bergfilm-Festival lockt nun bereits zum 15. Mal Gipfelstürmer und Naturliebhaber in die begehrte Voralpenregion. Mit über 5.000 Zuschauern und über 100 eingereichten Filmen wächst das Festival von Jahr zu Jahr. Im Mittelpunkt stehen internationale Filme und Dokumentationen, die von einer renommierten Jury gekürt werden, ergänzt durch ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm wie Foto- und Filmworkshops, Meet & Greet mit Bergsteigergrößen, der Gipfelbar u.v.m. Protagonist ist an diesen Tagen der Berg in all seinen Facetten - als Erlebnis-, Kultur- und Lebensraum -, in Szene gesetzt in Spielfilmen, Dokumentationen, Features, Kurzfilmen, Reportagen, Porträts und Lehrfilmen. Als Trophäe winkt der mit 3.000 Euro dotierte Große Preis der Stadt Tegernsee.
Informationen: www.bergfilm-tegernsee.de

10. Schlierseer Kulturherbst
5. Oktober bis 29. Oktober 2017, Schliersee

Als die Idee geboren wurde, hätten man nicht geglaubt, eines Tages den zehnten Geburtstag des Festivals feiern zu können. Heute zeigt sich der Kulturherbst vitaler denn je – und die Zahl der Besuchern steigt kontinuierlich. So gilt es auch dieses Jahr, all diese bestimmenden Elemente weiter zu pflegen und wieder der bildenden Kunst, der Musik in vielen Facetten, dem Kabarett und der Rede, dem Theater und der Lesung Raum zu geben. Neu ist auch ein Raum, der die Märkte Schliersee, Miesbach und Holzkirchen verbindet, ein Kulturraum, der sich noch viel mehr und vielfältiger den Menschen dieser Orte der „Nord-Süd-Achse“ im Landkreis durch wechselseitige Wahrnehmung und Unterstützung in Marketing und Verkauf der begehrten Tickets erschließt.
Informationen: www.kulturherbst-schliersee.de/kontakt/

8. Oberbairisch-Internationale Tattoo & Körperkunst Tage
21. und 22. Oktober 2017 in Rosenheim

Internationale Tattoo Convention mit oberbayerischem Flair. Die Tattoo Show findet zum 8. Mal in Rosenheim statt und hat wieder über 100 Top-Tätowierer zu Gast, dazu Szenehändler und Piercer. Zudem gibt es Non-Stop-Bühnenprogramm für die ganze Familie, mit Action-Shows, Musik, Comedy, einer Bayern-Olympiade zum Mitmachen, Kinderschminken und vielem mehr. Im Mittelpunkt der Convention stehen freilich die vielen angereisten Tattoostudios, darunter die Top-Adresse aus Bayern, aber auch aus ganz Europa und Übersee. Hier können sich Besucher gleich vor Ort tätowieren lassen oder sich Inspiration für ihr Tattoo holen.
Veranstaltungsort: Inntalhalle, Loretorwiese, Kapuzinerweg 1, 83022 Rosenheim
Informationen: http://tattoo-tage.de/

Lange Sauna- und Thermennacht
Ab 21. Oktober 2017 bis März 2016, jeweils Samstags

Das Sauna- und Thermenerlebnis der Extraklasse bis Mitternacht. Eventaufgüsse, Spezialpeelings, Aqua Zumba, Teezeremonie, Feuershow, Klangschalenmeditation, Trommelklänge und Didgeridoo, textilfreies Baden ab 20.00 Uhr im Thermenbereich und vieles mehr ... Es gilt der Veranstaltungstarif ab 17.00 Uhr.
Veranstaltungsort: Chiemgau Thermen, Ströbingerstr. 18, 83093 Bad Endorf
Informationen: www.chiemgau-thermen.de

PHARAO

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuen, szenografischen Blick auf das Leben zu jener Zeit. Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte ermöglichen jedem Besucher ein Bild der ältesten Hochkultur der Welt.
Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen. MO-FR von 10:00 bis 18:00 Uhr und SA, SO und FEI von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Informationen: www.lokschuppen.de

Neues bei ver.di Bildung & Beratung
Neuerscheinungen auf wwww.verdi-bub.de

Aktuelle Rechtsprechung
Nachzulesen unter
https://www.verdi-bub.de/service/urteile/aktuelles/

 

Buchungsverfahren und Serviceleistungen

Das Bildungszentrum Haus Brannenburg dient neben seiner Funktion als zentrale Bildungsstätte von ver.di mit eigenem Programm-Angebot auch als Beleghaus für ver.di interne und externe Veranstaltungen. Wir sind auf Seminare ebenso eingerichtet wie für Klausur-Sitzungen, Tagungen, Workshops und Ähnliches.

Da sich die Belegungssituation stetig ändern kann, richten Sie Ihre Anfragen bitte immer direkt an biz.brannenburg@verdi.de. Telefonische Auskunft erteilen: Margit Bergmaier, Elvira Flocke und Irmgard Mehringer, Tel. 0 80 34 / 905-110 / -111 / -112, per Fax sind wir unter 0 80 34 / 905-100 erreichbar.

Auf Wunsch organisieren wir auch komplette Seminare „a la carte“ von der Planung bis zur Abrechnung, vermitteln Kontakt zu Referenten, kümmern uns um Seminarmaterialien oder machen Vorschläge für Freizeitaktivitäten außerhalb der eigentlichen Veranstaltung.

Für nähere Auskünfte bezüglich Seminarorganisation steht ihnen das pädagogische Team zur Verfügung:
britta.klinkforth@verdi.de und klaus.matzner@verdi.de


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