Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 09/2016 vom 01.09.2016

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

das "Brannenburger Forum" ist längst als Plattform für einen interdisziplinären Gedankenaustausch zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Themen etabliert. Regelmäßig im August treffen sich im ver.di Bildungszentrum in Brannenburg Wissenschaftler, Vertreter aus Politik, Nichtregierungs-Organisationen und Medien, um drängende Fragen zu diskutieren und Lösungswege aufzuzeigen. Das 2016er Forum stand unter dem Titel „Wer Krieg sät, wird Flüchtlinge ernten!“

12 Workshops, 16 Referentinnen und Referenten und viele Teilnehmende haben u.a. darüber gesprochen, wie sich Bürgerinnen und Bürger, insbesondere aber politisch aktive Menschen für eine gerechtere und nachhaltige Weltordnung einsetzen können. Grundvoraussetzung dafür ist, dass alle Menschen frei von Armut und Not, von Ausbeutung und Unterdrückung leben können. Denn sie haben das Recht auf körperliche und seelische Unversehrtheit, auf menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen, auf Anerkennung und Respekt. Diesem Ansatz folgten die Workshops – u.a. der von Professor Dr. Rainer Mausfeld, dessen Keynote wir für diese Ausgabe des Brannenburger use letters aufgegriffen und ein Interview mit ihm geführt haben.

Um einen Seminar-Tipp haben wir diesmal Walter Lukas gebeten. Der langjährige Teamer in Brannenburg legt Betriebsräten regelmäßig das Seminar „Hier beginnt die tariffreie Zone. Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats in Betrieben ohne Tarifbindung“ ans Herz, das er als unverzichtbaren Bestandteil der Qualifikation der Gremienmitglieder sieht.

Die Kolleginnen und Kollegen in Bayern und Baden-Württemberg können noch einige Tage ihren Sommerurlaub genießen – allen anderen wünschen wir einen guten Start nach einer hoffentlich erholsamen Pause. Wir freuen uns auf ein Wiedersehen am Fuße des Wendelsteins in Brannenburg.

Bis dahin – herzliche Grüße

Marion Fendt & das Team
des ver.di Bildungszentrums Brannenburg

 

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ver.di Bildungszentrum
Haus Brannenburg

Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Marion Fendt (V.i.S.d.P.)
Fon: 08034/905-140
marion.fendt@verdi.de

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 01. September 2016
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Seminar-Tipp
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Unsere Empfehlungen:

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • Mehr Präsenz im Betrieb schaffen!
    Strategische Öffentlichkeitsarbeit für die gesetzliche Interessenvertretung

    BA 01 160905 01
    05.09.2016 09.09.2016
  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
    Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

    BA 01 160911 01
    11.09.2016 16.09.2016
  • Agieren statt reagieren
    Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

    BA 01 160911 02
    11.09.2016 16.09.2016
  • Beständig ist allein der Wandel!
    Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)

    BA 01 160911 03
    11.09.2016 16.09.2016
  • Wirtschaftsausschuss 2
    Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

    BA 01 160919 02
    19.09.2016 23.09.2016
  • Hier beginnt die tariffreie Zone!
    Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats in Betrieben ohne Tarifbindung

    BA 01 160919 03
    19.09.2016 23.09.2016
  • Einführung in das Arbeitsrecht 2
    Inhalt des Arbeitsverhältnisses

    BA 01 160925 01
    25.09.2016 30.09.2016
  • Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
    Redesituationen vor großen Gruppen meistern

    BA 01 160925 02
    25.09.2016 30.09.2016
  • Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche
    Ein Führungsinstrument in vielen Betrieben und Dienststellen
    BA 01 161004 02
    04.10.2016 07.10.2016

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

Aller Anfang ist … gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)
BA 01 160911 01 [ Anmelden ]
11.09.2016 - 16.09.2016
Walter Lukas
BA 01 161009 01 [ Anmelden ]
09.10.2016 - 14.10.2016
Walter Lukas, N. N.
BA 01 161106 01 [ Anmelden ]
06.11.2016 - 11.11.2016
Werner Bareth, Norbert Großhauser-Fernau
BA 01 161204 01 [ Anmelden ]
04.12.2016 - 09.12.2016
Michael Theil, N. N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 37 (6) BetrVG, § 96 (4/8) SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Die Seminargebühr ist umsatzsteuerbefreit und wird von ver.di b+b Düsseldorf in Rechnung gestellt.
Unterkunft: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,95 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten.

In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesent-lichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten.

Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungs-gesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

  • Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Vom Umfang der Beteiligungsrechte und möglichen Wegen zu deren Durchsetzung

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

BA 01 161009 02 [ Anmelden ]
09.10.2016 - 14.10.2016
Andrea Breme
BA 01 161204 02 [ Anmelden ]
04.12.2016 - 09.12.2016
Andrea Breme, N.N.

Hinweis: Vorheriger Besuch des BR-Grundseminars ist erforderlich

Freistellungsgrundlagen: § 37 (6) BetrVG, § 96 (4/8) SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Die Seminargebühr ist umsatzsteuerbefreit und wird von ver.di b+b Düsseldorf in Rechnung gestellt.
Unterkunft: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,95 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar 'Mensch geht vor!' liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.

Personelle Angelegenheiten' - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotionsbeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.

In all diesen Fällen ist die betriebliche Interessenvertretung gefordert, denn: Keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)
BA 01 160911 02 [ Anmelden ]
11.09.2016 - 16.09.2016
Stephanie Merz, Werner Tomek
BA 01 161106 02 [ Anmelden ]
06.11.2016 - 11.11.2016
Heike Rozek, Karin Wagner

Hinweis: Vorherige Teilnahme des BR-Grundseminars ist erforderlich.

Freistellungsgrundlagen: § 37 (6) BetrVG, § 96 (4/8) SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Die Seminargebühr ist umsatzsteuerbefreit und wird von ver.di b+b Düsseldorf in Rechnung gestellt.
Unterkunft: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,95 € inkl. MwSt.

Unser Seminar „Agieren statt reagieren“ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbe-stimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann. Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.

Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

Beständig ist allein der Wandel
Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)
BA 01 160911 03 [ Anmelden ]
11.09.2016 - 16.09.2016

Michael Theil, Karin Wagner
BA 01 161120 01 [ Anmelden ]
20.11.2016 - 25.11.2016
Daniela Kolb, Walter Lukas

Hinweis: Vorherige Teilnahme am BR 1-Grundseminar wird vorausgesetzt. Vorheriger Besuch der BR-Grundseminare 2 und 3 wird empfohlen.

Freistellungsgrundlage: § 37 (6) BetrVG, § 96 (4/8) SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Die Seminargebühr ist umsatzsteuerbefreit und wird von ver.di b+b Düsseldorf in Rechnung gestellt.
Unterkunft: 321.- € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Wirtschaftliche Angelegenheiten haben oft mit sich verändernden Rahmenbedingungen zu tun oder bedeuten sogar den radikalen Umbau eines Betriebs oder Unternehmens: Arbeitsprozesse werden grundlegend geändert, Teilbereiche geschlossen, Abteilungen umstrukturiert oder ausgelagert. Häufig sind Arbeitsplätze gefährdet, fast immer verändern sich Arbeitsinhalte und -bedingungen. Zugleich werden neue Qualifikationen zwingend erforderlich.

Diese Veränderungen sind oft schleichend, kaum zu bemerken, aber dennoch tiefgreifend und wirkungs-voll. Manchmal erscheinen sie auch in Form einer aufsehenerregenden Aktion. Im Kern stellen sie immer eine Herausforderung für Betriebsrat und Belegschaft dar.

Im Seminar erfahren Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie als Betriebsrat derartige Prozesse frühzeitig erkennen und somit wirtschaftliche Angelegenheiten erheblich beeinflussen können. Neben der Kenntnis rechtlicher Bestimmungen bekommen Sie auch das nötige Rüstzeug in den Fragen der richtigen Strategie, um elementare Forderungen erfolgreich durchzusetzen.

  • Was geht da vor? Frühzeitiges Erkennen betrieblicher Veränderungen
  • Wer weiß was? Informationsrechte des Betriebsrats, Informationspflichten des Arbeitgebers
  • Geht das? Bewertung betrieblicher Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  • Nicht ohne uns! Beteiligung des Betriebsrats an betrieblichen Veränderungsprozessen
  • Gemeinsam stark: Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Betriebsrat
  • Was wir wollen: Entwicklung und Durchsetzung von Forderungen

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

BA 01 160919 01 [ Anmelden ]
19.09.2016 - 23.09.2016
Otto Biederer, Friedrich Paschke
BA 01 161127 03 [ Anmelden ]
28.11.2016 - 02.12.2016
Friedrich Paschke, N. N.

Freistellungsgrundlagen:  § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX 
Seminargebühr: 875,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten?
Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts.
Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

Einführung in das Arbeitsrecht 2
Inhalt des Arbeitsverhältnisses

BA 01 160925 01 [ Anmelden ]
25.09.2016 - 30.09.2016
Werner Haub, Cornelia Lindner

Hinweis: Vorherige Teilnahme am Grundseminar ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘ wird empfohlen.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 950,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Es existiert eine schon fast unüberschaubare Zahl von Gesetzen, die Mindeststandards für Arbeitsverträge festlegen. Außerdem sind viele arbeitsrechtliche Grundsätze durch die Rechtsprechung entwickelt worden (Richterrecht).
Dieses Seminar gibt insbesondere einen Überblick über die bestehenden Schutzgesetze, über die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung und die Ansprüche der Beschäftigten aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Schutznormen für die Beschäftigten und die jeweiligen Rechte aus den Gesetzen werden unter Berücksichtigung und im Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten der gesetzlichen Interessenvertretung erläutert.

Behandelt werden u.a. folgende Themen:

  • Mindeststandards, die ein Arbeitsvertrag erfüllen muss (AGB-Kontrolle, Verhältnis zum Tarifvertrag)
  • Vergütung und Gratifikation
  • Überblick über die wichtigsten Schutzgesetze
  • Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung
  • Bezahlte und unbezahlte Freistellungsansprüche im Arbeitsverhältnis

Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zum Inhalt des Arbeitsverhältnisses.

Einführung in das Arbeitsrecht 3
Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses

BA 01 161127 01 [ Anmelden ]
27.11.2016 - 02.12.2016           
Cornelia Lindner

Hinweis: Vorherige Teilnahme am Grundseminar ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘ wird empfohlen.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 950,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Egal auf welche Art ein Arbeitsverhältnis beendet wird: In allen Fällen ist die Interessenvertretung aufgefordert, darauf zu achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Zumeist existieren echte Mitbestimmungsrechte bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht. Gegebenenfalls müssen den betroffenen Kolleginnen und Kollegen daher individuelle Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Wie das funktionieren kann, wird in diesem Seminar vermittelt. Dazu werden ergänzend Grundzüge des Verfahrens vor dem Arbeitsgericht erarbeitet, die praktisch durch den Besuch eines Verhandlungstags bei einem Arbeitsgericht abgerundet werden.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Aufhebungsvertrag
  • Ordentliche Kündigung
  • Außerordentliche Kündigung
  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Befristung von Arbeitsverhältnissen
  • Pflichten des Arbeitgebers bei der Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
  • Beteiligung der gesetzlichen Interessenvertretung

Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses. 

Hier beginnt die tariffreie Zone!
Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats in Betrieben ohne Tarifbindung

BA 01 160919 03 [ Anmelden ]
19.09.2016 – 23.09.2016         
Walter Lukas

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Beschäftigten in Betrieben ohne Tarifbindung sind nicht rechtlos. Auch für sie gelten rechtliche Standards und Normen. Im Seminar werden die Entstehungsgeschichte, Entwicklung und Wirkung der Tarifverträge betrachtet - als Ausgangspunkt der Einschätzung der Wirksamkeit von Tarifverträgen.
Es werden die Bedeutung der Tarifbindung diskutiert, die Unterschiede zwischen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen herausgearbeitet und Möglichkeiten der Durchsetzung entsprechender Betriebsvereinbarungen erörtert.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtlich-politischer Rahmen für die Regelung der Arbeitsbedingungen
  • Unterschiede zwischen Gesetzen und Tarifverträgen bezüglich Geltung und Inhalt
  • Besonderheiten bei Verbandsaustritt des Arbeitgebers
  • Die Folgen der Kündigung von Tarifverträgen
  • Unterschiede zwischen Tarifverträgen und Betriebsvereinbarungen
  • Erzwingbarkeit von Betriebsvereinbarungen
  • Probleme der praktischen Umsetzung und Fallbeispiele

Nutzung moderner Arbeitszeitinstrumente
Gestaltungsmöglichkeiten für die gesetzliche Interessenvertretung

BA 01 161121 03 [ Anmelden ]
21.11.2016 - 25.11.2016           
Elfriede Martin

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Flexibilisierung der Arbeitszeit beschäftigt bereits seit vielen Jahren die Arbeitswelt. Unübersehbar ist der Wandel weg von festen und langfristigen Vorgaben hin zu flexiblen Gestaltungen der Arbeitszeit. Die damit verbundenen Risiken für die Arbeitnehmer/-innen (überquellende Arbeitszeitkonten, entgrenzte Arbeitszeiten, Selbstausbeutung bei Vertrauensarbeitszeit) sind allen bekannt und lösen vielfältige Diskussions-, Handlungs- und Korrekturbedarfe aus.
Ziel des Seminars ist es, sich mit den Chancen und Risiken moderner Arbeitszeitinstrumente auseinanderzusetzen. Zu diesem Zweck werden Grundkenntnisse vermittelt und Gestaltungsspielräume für die gesetzliche Interessenvertretung aufgezeigt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Geschichte der Flexibilisierung der Arbeitszeit in Europa und in Deutschland
  • Überblick über die rechtlichen Grundlagen zum Arbeitszeitrecht
  • Darstellung von bestehenden Modellen zur Flexibilisierung der Arbeitszeit (z.B. Gleitzeit, Vertrauensarbeitszeit)
  • Möglichkeiten der Sicherung der Arbeitszeitsouveränität der Beschäftigten
  • Arbeitszeitkonten als Gestaltungsinstrument flexibler Arbeitszeit
  • HHandlungsmöglichkeiten und Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
BA 01 161120 02 [ Anmelden ]
20.11.2016 - 25.11.2016
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Weitere Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Psychische Belastung - Werkstatt
Praxisseminar zur Umsetzung

BA 05 161019 03 [ Anmelden ]
19.10.2016 - 21.10.2016           
Sabine Heegner

Hinweis: Vorherige Teilnahme an "Psychische Belastungen und Beanspruchungen - Grundlagen" erforderlich

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 (4/8) SGB IXbr>Seminargebühr: 695,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 124,95 € inkl. MwSt.

Im Grundlagenseminar wurden rechtliche Grundlagen und einige Verfahren zur Erhebung psychischer Belastungen vermittelt.
Dieses Praxisseminar baut darauf auf und legt den Schwerpunkt auf die Umsetzung im Betrieb.
Oft ist es nach dem Seminar nicht einfach, das Wissen im Betrieb anzubringen und den Arbeitgeber und die betrieblichen Arbeitsschützer zu überzeugen, ihre Arbeit auch wirklich zu tun.
Die vom Arbeitgeber durchgeführte Gefährdungsbeurteilung ist die wirkungsvolle Voraussetzung, Maßnahmen gegen krankmachende Arbeitsbedingungen vereinbaren können.
In dieser Werkstatt bringen die Teilnehmenden ihren Umsetzungsstand ein und bekommen Beratung zum weiteren Vorgehen.
Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Umsetzung der Inhalte aus dem Grundseminar: Was lief gut, was war schwierig?
  • Analyse der Strukturen und Mitwirkungsrechte, die hierbei berührt sind. Welche Netzwerkpartner können helfen?
  • Die Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie und die GDA-Leitlinien als Hilfe
  • Und nach der Befragung? Verstetigung der Arbeit zum Abbau psychischer Belastungen
  • Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Datenschutz aktuell
BA 01 161018 01 [ Anmelden ]
18.10.2016 - 21.10.2016           
Heike Rozek

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 695,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 192,60 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 189,81 € inkl. MwSt.

Technische Entwicklungen, Rechtsprechung sowie neue Gesetze und Verordnungen - sie alle verändern kontinuierlich den Datenschutz für Arbeitnehmer/-innen. Welche Konsequenzen hat die EU-Datenschutzverordnung? Kommt ein Beschäftigtendatenschutzgesetz?
Dieses Seminar bietet Ihnen als Mitglied der Interessenvertretung einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen in diesem Sektor und erläutert die Handlungsmöglichkeiten.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Aktuelle Entwicklung beim Beschäftigtendatenschutzgesetz
  • Auswirkungen der EU-Datenschutzverordnung auf den Arbeitnehmerdatenschutz
  • Aktuelle Entwicklung im Bereich Datenschutz
  • Aktuelle Rechtsprechung

Zukunft sichern durch Weiterbildung!
Betriebliche Weiterbildung als Gestaltungsfeld für Betriebs- und Personalräte

BA 01 161019 02 [ Anmelden ]
19.10.2016 - 21.10.2016           
Elfriede Martin

Hinweis: Vorherige Teilnahme am BR 1-/PR 1-Grundseminar wird vorausgesetzt.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVGbr> Seminargebühr: 695,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 192,60 € inkl. MwSt.
VVeVVerpflegung: 189,81 € inkl. MwSt.

Personalentwicklung und gezielte Weiterbildung sind für den beruflichen Werdegang und das soziale Schicksal der Beschäftigten sowie auch für die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens von zentraler Bedeutung. Es reicht deshalb nicht, wenn der Betriebs-/Personalrat nur an Einzelmaßnahmen beteiligt ist; die Interessenvertretung sollte Einfluss auf die Weiterbildungskonzepte und -prozesse des Unternehmens nehmen.
In diesem Seminar können Sie sich hierfür gezielt fit machen. Es informiert über Methoden und Instrumente der Personalentwicklung sowie die Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte des Betriebs-/Personalrats. Sie erhalten fachlich fundierten Input und entwickeln realistische Handlungsmöglichkeiten für Ihre betriebliche Praxis. Ihr Blick für die spezifische Rolle der Interessenvertretung bei der Entwicklung und Umsetzung betrieblicher Weiterbildungsvorhaben wird geschärft, Ihr ‚Mitreden‘ und ‚Mitgestalten können‘ bei Fragen des ‚Was überhaupt?‘ und ‚Wie konkret?‘ wird gefördert.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Personalplanung, -entwicklung, Qualifizierung: Begriffe und Grundlagen
  • Ebenen und Maßnahmen der Personalentwicklung
  • Wandel und Sicherung bedarfsgerechter Qualifikationen
  • Beschäftigungsfähigkeit, Berufs- und Aufstiegschancen durch Weiterbildung sichern - Kriterien für eine arbeitnehmerorientierte Weiterbildung im Betrieb/in der Dienststelle
  • Bedarf und Kompetenzprofile ermitteln: Instrumente und Methoden im Überblick
  • Planung, Qualitätssicherung, Kontrolle (Evaluation) der Personalentwicklung
  • Mitbestimmungsrechtliche Aspekte: Rechtsgrundlagen und Anwendungsmöglichkeiten
  • Gegenstand und Inhalte von Prozessvereinbarungen

Zielvereinbarungen und Mitarbeitergespräche
Ein Führungsinstrument in vielen Betrieben und Dienststellen

BA 01 161004 02 [ Anmelden ]
04.10.2016 - 07.10.2016           
Andrea Breme

Hinweis: Vorherige Teilnahme am BR 1-/PR 1-Grundseminar wird vorausgesetzt.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG,    analog LPersVG
Seminargebühr: 695,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 192,60 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 189,81 € inkl. MwSt.

Hoch motivierte und engagierte Beschäftigte sind sowohl in der Privatwirtschaft als auch im öffentlichen Dienst ein wichtiger Wettbewerbsfaktor. Um die Leistungsfähigkeit und -bereitschaft der Arbeitnehmer/-innen zu stärken, spielen in vielen Organisationen Mitarbeiter(innen)gepräche und Zielvereinbarungen zunehmend eine zentrale Rolle. Häufig werden sie als Steuerungsinstrument zur Umsetzung der Arbeitgeberziele auf der Mitarbeiterebene und als Mittel zur Einführung neuer Formen der Entlohnung eingesetzt. Zur Vereinbarung der Ziele werden meist Mitarbeiterbeurteilungen und -gespräche genutzt.
Betriebs- und Personalräte, die mit der Einführung von Mitarbeiter(innen)gesprächen und Zielver-einbarungen konfrontiert werden, sollten deshalb wissen, welche Anforderungen zu stellen sind, damit entsprechende Konzepte sozialverträglich geregelt werden können. In dem Seminar werden Chancen und Risiken vorgestellt, Kriterien für Zielvereinbarungen erarbeitet sowie Handlungsmöglichkeiten der Interessenvertretung behandelt. Die Ausgestaltung des § 18 TVöD ist nicht Inhalt des Seminars.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Die Kriterien von Zielvereinbarungen
  • Zielvereinbarungen mit/ohne Bezug zum Entgelt
  • Datenermittlung bei Zielvereinbarungen
  • Regelung von Zielvereinbarungen und Mitarbeiter(innen)gesprächen
  • Tarifvertragliche und betriebsverfassungs-/personalvertretungsrechtliche Handlungsmöglichkeiten
  • Rechte der einzelnen Beschäftigten

Wirtschaftsausschuss 2
Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

BA 01 160919 02 [ Anmelden ]
19.09.2016 - 23.09.2016
Michael Theil

Hinweis: Vorherige Teilnahme am BR 1-Grundseminar sowie am Seminar ‚Wirtschaftsausschuss 1‘ wird vorausgesetzt.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Jahresabschluss gilt als undurchschaubares Zahlenwerk, ist jedoch für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss eine zentrale Informationsquelle für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. In diesem Seminar wird er Ihnen auf leicht verständliche Art und Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Dabei werden seine Bestandteile Schritt für Schritt unter Verwendung eines Analyseschemas bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erklärt.
Systematisch können Sie sich die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), erarbeiten und dabei den Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts im Jahresabschluss klären.
Im Seminar werden Ihnen ausgewählte Kennzahlen dargestellt und praktische Hinweise für die Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsform sowie Prüf- und Veröffentlichungspflichten von Unternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung der Strukturen und Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Exemplarische Jahresabschlussanalyse eines Musterbetriebs
  • Grenzen der Aussagekraft des Jahresabschlusses und Rolle des Wirtschaftsprüferberichts
  • Kennzahlensystem zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
Redesituationen vor großen Gruppen meistern

BA 01 160925 02 [ Anmelden ]
25.09.2016 - 30.09.2016
Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Arbeit als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert mehr als einen professionellen Umgang mit Gesetzestexten. Auch an die Art und Weise Ihres Auftretens und an Ihr rhetorisches Geschick werden hohe Ansprüche gestellt, z.B. beim Auftritt auf der Betriebs-/Personalversammlung, bei der Gestaltung kurzer Redebeiträge oder längerer Überzeugungsreden und bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber.
Neben den Inhalten und dem Aufbau entscheiden der Redestil, die Körpersprache und die innere Haltung über die Wirkung von Redebeiträgen. Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah und mit Spaß die Grundlagen erfolgreicher Rhetorik, angefangen bei der Überwindung von Lampenfieber und Sprachhemmungen, dem bestmöglichen Aufbau einer Rede, der angemessenen und persönlich stimmigen Körperhaltung, dem richtigen Stimmeinsatz bis hin zum souveränen Umgang mit möglichen Störungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie formuliere ich zündend, überzeugend und verständlich?
  • Wie gehe ich produktiv mit meiner Redeangst um?
  • Wie setze ich Sprache und Körpersprache zielgerichtet ein?
  • Wie gehe ich mit Störungen um?

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 2
Besondere rhetorische Herausforderungen

BA 01 161127 02 [ Anmelden ]
27.11.2016 - 02.12.2016
Norbert Großhauser-Fernau

Hinweis: Vorherige Teilnahme am Seminar ‚Klare Rede, starke Wirkung - Teil 1‘ wird vorausgesetzt.

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG,   analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 950,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Rhetorisches Geschick und Feingefühl sind für die freie Rede ebenso wichtig wie bei der Gremienarbeit, in Sitzungen und am Arbeitsplatz. Alle von uns ausgehenden (nicht-)verbalen Signale beeinflussen nachhaltig die Kommunikation mit unseren Mitmenschen.
Besondere Situationen, wie z.B. die politische Rede im Freien oder die Überzeugungsrede vor „anders denkendem“ Publikum werden in diesem Seminar genauer unter die Lupe genommen und gezielt vorbereitet. Die innere Haltung zu mir selbst, meinem Gegenüber und zum Inhalt meiner Rede kann den Erfolg entscheidend beeinflussen.
In freundlicher und unterstützender Atmosphäre können Sie hier Ihre seit dem Grundseminar gemachten Redeerfahrungen reflektieren und Ihre Redekompetenz weiterentwickeln.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Differenzierung von Redeanlässen - dem Anlass gemäße Beiträge vorbereiten
  • Präsenz vor Publikum - Tipps und Tricks ausprobieren. Feedback und Ideen zur Schärfung des persönlichen Redeprofils
  • Mit (unangenehmen) Reaktionen aus dem Publikum umgehen - Wege finden, gelassen und humorvoll zu bleiben
  • Lebendige Dramaturgie und unterstützende Visualisierung von längeren Redebeiträgen 

Mehr Präsenz im Betrieb schaffen!
Strategische Öffentlichkeitsarbeit für die gesetzliche Interessenvertretung

BA 01 160905 01 [ Anmelden ]
05.09.2016 - 09.09.2016           
Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Respekt vor der Interessenvertretung wächst mit der Aufmerksamkeit und Beachtung, die sich das Gremium durch die Arbeit bei den Kolleginnen und Kollegen verschaffen kann. Das gilt auch gegenüber dem Arbeitgeber.
Wirksame Interessenvertretung lebt von der Qualität der Informationen, die ihr zufließen und der spürbaren öffentlichen Unterstützung in Verhandlungen. Wir machen Mut zu systematischer Öffentlichkeitsarbeit im Betrieb und bieten Ihnen in diesem Seminar eine Reihe hilfreicher Instrumente der Informationspolitik an, wie z.B. die Vernetzung von Informationen und Informationswegen, rechtliche Möglichkeiten und Grenzen der Informationsbeschaffung und die adäquate Kommunikationsgestaltung. Anhand von Übungen lernen Sie, das Erlernte passgenau in Ihrer alltäglichen Praxis einzusetzen.

Folgende Themen werden im Seminar behandelt:

  • Die Rechte der Interessenvertretung bei der Informationsgewinnung und Öffentlichkeitsarbeit ausschöpfen
  • Informationsnetze aufbauen, nutzen und pflegen
  • Kommunikation auf Wirksamkeit ausrichten
  • Medien: Formen und Gestaltung betrieblicher Information
  • Informationsstrategie des Arbeitgebers: Stil, Zielsetzung und Wirkung analysieren und angemessene Antworten entwickeln
  • Eine eigene ‚Unternehmenskommunikation‘ der Interessenvertretung aufbauen und gestalten

 

Politische Bildung

Die Teilnahme an den Seminaren der politischen Bildung ist für ver.di-Mitglieder kostenlos. Für Nicht-Mitglieder beträgt die Teilnahmegebühr 825 Euro.

Das Ende der Realwirtschaft?
BA 03 170115 01 [ Anmelden ]
15.01.2017 - 20.01.2017           
Daniela Kolb, Walter Lukas

Freistellungsgrundlagen: BU, SU
Teilnahmegebühr: wird im Sommer 2016 festgelegt.

Die Wirtschaftskrise 2008 machte einen Begriff populär, der vorher kaum einmal gehört wurde: Die „Realwirtschaft“. Gemeint ist die im weitesten Sinn produzierende Wirtschaft und ihr gegenübergestellt wurde die Finanzwirtschaft - die man dann wohl als „Irrealwirtschaft“ zu verstehen hätte. Eine neue Kampflinie schien sich aufzutun - hier das Finanzkapital und dort das produzierende Industriekapital. Was liegt näher, als zu sagen, Unternehmer, Arbeiter und Arbeiterinnen vereint im Kampf gegen das gierig raffende Finanzkapital!
In dem Seminar werden wir untersuchen, ob Produktivkapital und Finanzkapital tatsächlich eigenständige Systeme sind. Wir werden überprüfen, ob Spekulation eine Erfindung der vergangenen Jahrzehnte ist und was das mit Tulpenzwiebeln zu tun hat.
Wir werden uns mit der Tätigkeit der Europäischen Union und deren Auswirkungen auf nationales Arbeits- und Wirtschaftsrecht befassen.
Wir werden sehen, ob die Deckelung von Managergehältern und die Anprangerung oder Inhaftierung gieriger Banker den Interessen der Arbeitnehmer aller Länder nutzt und wir werden einige der auf dem Ideenmarkt umherschwirrenden Alternativen zur profitorientierten kapitalistischen Warenproduktion auf den Prüfstand stellen.

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

Prof. Dr. Rainer MausfeldTäglicher Rassismus. Kolonialismus, Kapitalismus und die Wertegemeinschaft der 'Herrenmenschen'

Beim diesjährigen Brannenburger Forum waren wieder zahlreiche Wissenschaftler und Praktiker zusammengekommen – u.a. Prof. Dr. Rainer Mausfeld mit einem Vortrag zu diesem Thema   

Vorurteil – Diskriminierung – Entmenschlichung. Würde diese Kausalkette einen universell gültigen Rassismus als Basis der kapitalistischen Gesellschaft beschreiben? Wenn ja – welche menschliche Eigenschaft führt zu dieser Negierung einer universellen Menschenwürde?

Rassismus in dem weiteren Sinne, wie er heute in der Rassismus-Forschung verstanden wird, ist keineswegs eine universelle menschliche Erscheinung. Er stellt also keine natürliche Reaktion auf ‚Überfremdung‘ dar, sondern entwickelte sich erst in dem Maße, in dem man es als notwendig erachtete, soziale Ungleichheit zu rechtfertigen. Seine Entstehung hängt, wie besonders Immanuel Wallerstein aufgezeigt hat, eng mit der Entstehung kapitalistischer Organisationsweisen zusammen. Rassismus unterscheidet sich also grundlegend von Phänomenen der Fremdenangst oder Fremdenfeindlichkeit, die vermutlich universell sind. Historische Analysen zeigen, dass Rassismus keine Reaktion auf Andersartigkeit und Fremdheit ist, sondern gerade diese ‚Andersartigkeit‘ erst behauptet und somit erzeugt. So bringt auch der antiislamische Rassismus die Art der wesensmäßigen ‚Andersartigkeit‘ von Muslimen erst hervor, die die ‚westliche Wertegemeinschaft‘ für ihre eigene politische Identitätsstiftung und für die Legitimation ihrer Herrschaftsbedürfnisse benötigt.
Rassistische Diskriminierung als eine systematische Form der Entmenschlichung lässt sich also keineswegs einfach als Ausdruck einer allgemein-menschlichen Neigung verstehen oder auf individuelle Vorurteile reduzieren. Rassismus hat sich erst unter spezifischen historischen und ökonomischen Bedingungen entfaltet.
Natürlich muss auch der Rassismus - wie alle Produktionen unseres Geistes - eine geeignete Grundlage in bestimmten Eigenschaften und Neigungen unseres Geistes haben. Unser Geist zeichnet sich dadurch aus, dass wir von Natur aus über eine einzigartige Flexibilität verfügen, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale, sei es Hautfarbe, Religion, Herkunft, Geschlecht, sexuelle Orientierung, etc., andere aus der sozialen Kategorie ‚Meinesgleichen’ auszugrenzen. In welcher Art und in welcher Weise eine solche Ausgrenzungsbereitschaft aktiviert wird, hängt jedoch wesentlich von kulturellen Faktoren ab.
Dennoch stellt unsere Bereitschaft, auf der Basis nahezu x-beliebiger Merkmale anderen das zu verwehren, was wir an Eigenschaften und Rechten für uns und die als ‚Unseresgleichen’ Empfundenen beanspruchen, im gesellschaftlichen Bereich eine Art ‚Schwachstelle‘ unseres Geistes dar, die sich leicht für Zwecke der politischen Manipulation nutzen lässt. Der ‚Rassismus von oben‘, mit dem jeweilige Machteliten diese Neigungen unseres Geistes strategisch für ihre Belange ausnutzen, ist also anders zu behandeln als Erscheinungsformen eines ‚Rassismus von unten‘.
Die psychischen Widerstände gegen die Idee einer universellen Menschenwürde und damit einer Gleichwertigkeit aller Menschen haben ihre Wurzeln in dieser natürlichen Neigung des Menschen, den als fremd empfundenen Anderen nicht in vollem Umfang das zu gewähren, was er an Menschenwürde ganz selbstverständlich für sich selbst beansprucht. Daher bedurfte es eines langen Prozesses und schmerzlicher kollektiver Erfahrungen, bis eine solche Idee als moralische Leitnorm kodifiziert werden konnte.

Gemeinschaft stiften durch Ab- und Ausgrenzung. Gründen sich Nationalstaaten/Nationen also zwangsläufig auf Exklusivität? Welches Modell kann dem entgegengesetzt werden, um Barbarei zu verhindern?

Solange wir eine kapitalistische Wirtschaftsordnung haben, wird sich Barbarei nicht verhindern lassen - weder innenpolitische Barbarei in Form einer psychischen und materiellen Verelendung großer Teile der Bevölkerung, noch außenpolitische Barbarei in Form von Neoimperialismus, Neokolonialismus und Krieg. Der Kapitalismus benötigt Kriege zu seinem Überleben; für die Völker des Südens hat - wie Jean Ziegler bemerkte - der dritte Weltkrieg längst begonnen.
Was Erscheinungsformen von Rassismus betrifft, so lässt sich eine Beziehung zur Idee des Nationalstaats nicht leugnen, auch wenn die historischen Beziehungen zwischen der Entwicklung europäischer Nationalstatten, imperialem Kolonialismus und Rassismus außerordentlich komplex sind. Denn Nationalstaaten fußen ja auf der Idee - oder besser auf der Fiktion - einer weitgehend unveränderbaren ethnischen, kulturellen und sprachlichen Homogenität. Insofern gründen sich Nationalstaaten ihrem Wesen nach selbstverständlich auf Exklusivität. Diese Exklusivität als solche beinhaltet jedoch nicht zwangsläufig eine rassistische Exklusion.
Wir müssen uns jedoch immer wieder klarmachen, dass die Vorstellung einer Übereinstimmung von Volk - als einer ethnischen und kulturellen Gemeinschaft -, Territorium und Staat weder natürlich noch zwangsläufig ist, sondern durch bestimmte historische Konstellationen entstanden ist. Im Gefolge der Aufklärung sah man zunächst in Nationalstaaten eine natürliche Basis, eine Demokratisierung voranzutreiben. Dem lag die Auffassung zugrunde, dass nur Nationalstaaten wegen ihrer ethnischen Homogenität eine natürliche Grundlage für eine Demokratie bilden könnten. Mittlerweile hat sich jedoch die Vorstellung, dass eine Demokratisierung eines weitgehend homogenen ethnischen Volkskörpers bedarf, als unhaltbar herausgestellt. Zudem haben schon im 19. Jahrhundert die Versuche, Nationalstaat und die zum Erhalt des Kapitalismus notwendige Globalisierung miteinander in Einklang zu bringen, zu Formen des Imperialismus geführt, die die Idee des Nationalstaates unterminierten. Ebenso wird in jüngerer Zeit der Nationalstaat entkernt durch die willentlich und systematisch herbeigeführte Entbettung transnationaler Konzerne aus dem Bereich nationalstaatlicher Regulierungssysteme. All dies hat dazu beigetragen, dass sich der Nationalstaat nicht mehr als brauchbares Vorbild oder Modell für die Entwicklung einer ernsthaft demokratischen Gesellschaft ansehen lässt.
Die Frage, welches Modell einer gesellschaftlichen Organisationsform der menschlichen Natur angemessen ist und zugleich geeignet ist, Barbarei zu verhindert, bezieht sich auf das wohl größte und drängendste Problem unserer Zivilisationsgeschichte. Auch wenn wir immer noch weit davon entfernt sich, klare Vorstellungen über mögliche Lösungen zu haben, lässt sich zumindest vor dem Hintergrund geschichtlichen Erfahrungen eine wichtige Eingrenzung vornehmen: Je autoritärer eine gesellschaftliche Organisationsform ist, umso eher neigt sie dazu, zu menschenunwürdigen Zuständen und Barbarei zu führen. Das gilt auch für Organisationsformen innerhalb demokratischer Gesellschaften, etwa von Großkonzernen, die in höchstem Maße totalitär organisiert sind. Umgekehrt – und dies war nach langen blutigen Erfahrungen gerade die Einsicht der Aufklärung - verspricht eine Gesellschaftorganisation, die auf der Anerkennung einer prinzipiellen Gleichwertigkeit aller Menschen, also auf einem universellen Humanismus, beruht, am ehesten, die Schaffung einer menschenwürdigen Gesellschaft zu ermöglichen. Diese Einsicht, die wir bisher trotz aller Lippenbekenntnisse kaum im erforderlichen Maße ernstgenommen, geschweige denn politisch umgesetzt haben, stellt uns auch weiterhin die Leitideale bereit, durch die wir am ehesten hoffen können, uns gegen Rückfälle in Barbarei zu schützen.
Die Leitidee eines universellen Humanismus mag auf den ersten Blick als schlicht erscheinen, doch hat sie gewaltige Konsequenzen. Sie beinhaltet, dass ein jeder einen angemessenen Anteil an allen Entscheidungen hat, die das eigene gesellschaftliche Leben betreffen, und verlangt somit nach einer radikal demokratischen Gesellschaftsorganisation. Zudem beinhaltet sie, dass alle Machtstrukturen ihre Existenzberechtigung nachzuweisen und sich der Öffentlichkeit gegenüber zu rechtfertigen haben, sonst sind sie illegitim und somit zu beseitigen. Sie beinhaltet ferner, dass wir moralische Kriterien, nach denen wir Handlungen anderen bewerten, auch zur Bewertung unserer Handlungen heranzuziehen haben und missbilligt somit moralische Doppelstandards. Vor allem aber schließt die Leitidee eines universellen Humanismus alle Ideen einer Vorrangstellung der eigenen biologischen, sozialen, kulturellen, religiösen oder nationalen Gruppe aus, und somit also Rassismus, Nationalismus und alle Formen eines Exzeptionalismus.

Frantz Fanon hat in seinem Buch „Die Verdammten dieser Erde“ u.a. formuliert: „In den kapitalistischen Ländern schiebt sich zwischen die Ausgebeuteten und die Macht eine Schar von Predigern und Morallehrern, die für Desorientierung sorgen.“ Was bedeutet diese Feststellung für unsere mediatisierte Welt und die Macht-/Besitzverhältnisse darin?

Das Unsichtbarmachen von Macht- und Besitzverhältnissen ist natürlich in einer ‚marktgerechten Demokratie‘ wichtiger denn je. Ein ganz zentrales Hilfsmittel dazu ist die affektive und kognitive Desorientierung all derjenigen, die nicht zur besitzenden Klasse – oder, wie es im 18. Jahrhundert hieß, zur „verzehrenden“ Klasse – gehören. Um die tatsächlichen Machtverhältnisse zu verdecken, bedienen sich die Machteliten einer großen Schar bereitwilliger Intellektueller, die mit hohem gedanklichen Aufwand Interpretationsrahmen und Manipulationstechniken bereitstellen, durch die sich die Interessen der herrschenden Klasse als gesellschaftliche Allgemeininteressen darstellen lassen oder durch die sich politische Lethargie erzeugen lässt. Die entsprechenden Mechanismen einer politischen Desorientierung sind strukturell tief in alle Sozialisationsinstanzen unserer Gesellschaft eingewoben, insbesondere in Schulen und Universitäten. Folglich sind gerade diejenigen, die diese Sozialisationsinstanzen am längsten durchlaufen haben, in einer so tiefen Weise indoktriniert, dass sie die Indoktrination zumeist gar nicht mehr als solche wahrnehmen, sondern sie als kaum noch hinterfragbare Selbstverständlichkeiten ansehen. Im Bereich des Journalismus hat dieser Effekt gegenwärtig Ausmaße erreicht, die für eine Demokratie und die mit ihr verbundenen Ziele, wie soziale Gerechtigkeit oder eine Friedenssicherung, verhängnisvoll sind.

These: Sind neue Rechte von AfD über Pegida bis zu Identitären Bewegung letztlich offen sichtbarer Beleg einer auf exakter Scheidbarkeit der Kulturen beruhenden Annahme von Welt, die automatisch eine Rangfolge dieser Kulturen festlegt?

Der kulturalistische Rassismus, der diesen Bewegungen konstitutiv zugrunde liegt und der sich nur notdürftig mit dem Konzept des ‚Ethnopluralismus‘ tarnt, geht von der Vorstellung eines als weitgehend homogen zu verstehenden ‚Volkskörper‘ aus. Statt Rasse-Identitäten sind es nun ‚kulturelle Identitäten‘ oder ‚nationale Identitäten‘ - Konzepte, die ebenso Fiktionen sind wie der biologische Begriff von Menschenrassen. Der Kulturrassismus behauptet die Unaufhebbarkeit der kulturellen Differenzen und die Schädlichkeit einer jeden Grenzverwischung zwischen unterschiedlichen Kulturen und geht stets mit der Vorstellung einer unveränderlichen kulturellen Rangordnung einher.

Und nun? Wo liegt das Modell der Zukunft; oder gibt es gar keines?

Die abendländischen Kulturen, die heute in dem kulminieren, was sich selbst als ‚westliche Wertegemeinschaft‘ zelebriert, haben den Weg der Gewalt kultiviert. Sie haben von den Kreuzzügen über den Kolonialismus und seiner “mission civilisatrice” bis zum gegenwärtigen ‚humanitären Imperialismus‘ die wohl größte Blutspur in der Geschichte des Menschen hinterlassen. Zugleich haben sie die ausgefeiltesten Formen von Doppelmoral und Heuchelei entwickelt, der zufolge selbst unsere größten Gräueltaten lediglich Ausdruck unserer gutwilligen und uneigennützigen Bemühungen um das Allgemeinwohl und den zivilisatorischen Fortschritt der Menschheit seien. Nur wenn wir uns unserer geschichtlichen Verantwortlichkeiten für diesen Weg der Gewalt bewusst werden, können sich Chancen eröffnen, die es überhaupt aussichtreich machen könnten, von Zukunft der Menschheit zu sprechen. Wollen wir also den bisherigen Weg der Gewalt, der zunehmend unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstört, nicht fortsetzen, so eröffnen die Leitideale, die in der Zeit der Aufklärung besonders prägnant formuliert wurden und die nun von uns weiterzuführen und umzusetzen sind, vielversprechende Perspektiven, angemessene Organisationsformen zu entwickeln, die die Bezeichnung ‚demokratisch‘ verdienen. Das wird kein einheitliches und statisches Modell sein können, sondern es werden kontinuierliche und hochgradig situationsabhängige Prozesse von gelebten Formen einer Demokratisierung sein, die - auch ohne Anbindung an traditionelle Homogenitätskonzeptionen von Volk und Nation - von unten getragen wird. Derartige Entwicklungen in Richtung von Demokratisierungsformen, wie sie in den politischen Wissenschaften unter Bezeichnungen wie ‚partizipatorische Demokratie‘ oder ‚deliberative Demokratie‘ diskutiert werden, lassen sich überall auf der Welt beobachten. Sie sind geeignet, der zunehmenden Entleerung der Idee von Demokratie entgegenzuwirken und diesem Leitideal eine neue Strahlkraft zu verleihen. Dadurch bieten sie Hoffnung auf die Entwicklung einer menschenwürdigeren Gesellschaft.

Interview: Marko Junghänel

 

Seminar-Tipp

„Hier beginnt die tariffreie Zone“
Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats in Betrieben ohne Tarifbindung
(BA 01 160919 03, 19.09.–23.09.2016 im ver.di Bildungszentrum Brannenburg)

Unternehmen, die Tarifverträge umgehen, gibt es leider immer mehr …
Das war auch der Grund dafür, dass wir schon vor vielen Jahren, dieses Seminar konzipiert haben und in Brannenburg seit etwa sechs Jahren anbieten. Betriebsräte sehen sich immer häufiger mit der Tatsache konfrontiert, es keine Tarifverträge für ihre Betriebe gibt.
 
Dabei würden davon die Arbeitgeber durchaus auch profitieren …
Arbeitgeber-Funktionäre wie Hans-Olaf Henkel oder Michael Rogowski wollten – so ihre eigene Aussage … Tarifverträge am liebsten auf einem Scheiterhaufen verbrennen. Dahinter steckt das neoliberale Projekt der absoluten Flexibilisierung der Arbeit. Sie und andere haben durchaus Erfolg damit – den Gewerkschaften fehlt es an dieser Stelle oft genug an Durchsetzungskraft.
Wir haben u. a. deshalb dieses Seminar konzipiert, um die Kenntnisse der Betriebsräte zu Fragen der Tarifpolitik zu fundieren. Wir versuchen, eine Wissenslücke zu schließen – das ist nicht einfach, weil die Materie durchaus komplex ist.
 
Vermittelt das Seminar Rüstzeug, um im bereits tariflosen Betrieb als Betriebsrat agieren zu können oder wirkt es bereits präventiv gegen Tarifflucht?
Es ist für Kolleginnen und Kollegen, deren Unternehmen sich bereits aus der Tarifverantwortung verabschiedet haben. Ich vermute, dass die Arbeitsgerichte ein präventiv angelegtes Seminar kippen würden und die Freistellung verweigern.
Was wir im Seminar tun, betrifft in der Sache das Kerngeschäft von Gewerkschaftsarbeit. Hier müssten wir in der Fläche aktiv werden, das ist Sache der Gewerkschaftssekretäre. Die sind aber leider oft mit vielen anderen Aufgaben befasst.
 
Was ist das Lernziel des Seminars?
Wir wollen die theoretischen – respektive gesetzlichen Grundlagen schaffen, damit die Betriebsräte später in der betrieblichen Praxis bestehen können. Wir erläutern Begriffe wie Tarifbindung, Nachbindung oder Nachwirkung. Da besteht oft ein sehr lückenhaftes Halbwissen. Dabei ist die Materie nicht sonderlich kompliziert – man muss nur einmal alles grundsätzlich besprochen haben.
Übrigens ist ein wichtiger Bestandteil des Seminars auch ein historischer Exkurs: Den ersten Tarifvertrag gab es nämlich bereits 1873. Das Druckgewerbe war damals federführend bei der Einführung – intern dazu aber durchaus nicht einer Meinung. Damals hatten die Unternehmen erkannt, dass ein Tarifvertrag wirksam gegen sogenannte ‚Schmutzkonkurrenz‘ – also unfaire Löhne und Arbeitsbedingungen sein kann.
Noch einmal zu rück zu den heute geltenden gesetzlichen Regelungen. Ein wichtiger Baustein für die Tarifgesetzgebung findet sich übrigens im Grundgesetz – genauer gesagt in Artikel 9, der die Koalitionsfreiheit beschreibt. Als weiteres wichtiges Regelwerk beschäftigen wir uns dann mit dem Betriebsverfassungsgesetz – in der Folge dann auch Betriebsvereinbarungen.
Den großen Aha-Effekt erzielen wir im Seminar immer besonders an einer Stelle: Was tue ich als Betriebsrat, wenn es in meinem Unternehmen keinen Tarifvertrag gibt? Die Antwort überrascht viele: Auch wenn das Unternehmen selbst keinen Tarifvertrag hat, wirkt doch ein solcher Tarifvertrag, der innerhalb der Branche abgeschlossen wurde. Der Arbeitgeber kann dann also beispielsweise keine Betriebsvereinbarungen abschließen, die den tariflichen Gepflogenheiten innerhalb der Branche widersprechen.
Eiter geht es mit der Nachwirkung, die dann in Kraft tritt, wenn ein Unternehmen aus der Tarifgemeinschaft ausgetreten ist. Der Tarifvertrag selbst bleibt davon zunächst unberührt – gilt also erst einmal weiter. All diese Dinge muss der Betriebsrat wissen, um wirksam gegen die Bemühungen der Arbeitgeber vorgehen zu können.
 
Welche Rückmeldungen bekommst du von Teilnehmenden?
Das Feedback geht in zwei Richtungen. Zum einen empfinden einige das Seminar als schon sehr anspruchsvoll, weil man einfach durch ein paar theoretische Vorüberlegungen durch muss. Auf der anderen Seite ist ein wesentliches Ergebnis des Seminars, dass sich viele Betriebsräte wieder enger an die Gewerkschaft binden, weil sie spüren, dass sich dann die wirksamste Kraft entfaltet, wenn es um die Durchsetzung von tarifpolitischen Arbeitnehmerinteressen geht.
Insgesamt denke ich, dass die Teilnehmenden nach dem Seminar verstanden haben, dass sie der Arbeitgeber nicht zwingen kann, Regelungen zu unterschrieben, die gegen bestehende Tarifverträge in der Branche verstoßen. Das ist schon ein gewaltiger Erkenntnisgewinn. Und sie wissen nun, dass die Gewerkschaft ihr natürlicher Partner in diesen Fragen ist.
 
Was, wenn ich (noch) mehr zu diesem Themenkomplex wissen will?
Bildung insgesamt ist ja immer zu empfehlen J im ver.di Bildungszentrum in Brannenburg gibt es Spezialseminare, die hochinteressant sind – etwa zu Fragen der Arbeitszeit. Das würde ich allen empfehlen, die hier noch sicherer in ihrer Betriebsratsarbeit werden wollen.

Zielgruppe: Betriebsratsmitglieder 
Freistellungsgrundlage: § 37 Abs. 6 BetrVG
 
Hinweis: vorheriger Besuch des BR-Grundseminars
 
Seminargebühr: 995,00 Euro (umsatzsteuerbefreit)
Übernachtung: 256,80 Euro (inkl. Mehrwertsteuer)
Verpflegung: 288,58 Euro (inkl. Mehrwertsteuer)

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Verdissimo!
Entspannen – entschleunigen und erholen im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Da unser Haus in einer landschaftlich und kulturell sehr reizvollen Umgebung liegt, erreichen uns regelmäßig Anfragen zu Pauschalaufenthalten. Diesem Anliegen wollen wir künftig folgen, um unseren Gästen abseits der touristischen Pfade einen Erholungsaufenthalt der besonderen Art zu ermöglichen. Wir möchten bewusst Anregungen bieten, die als Kontrastprogramm zur Hektik des Alltags dienen sollen. Je nach Jahreszeit bieten wir verschiedene Wohlfühl-Pakete an.
Wir haben aufgrund der steigenden Nachfrage für Urlaub und Erholung ein paar Wochen für Urlaubsgäste reserviert, die sich aufgrund der Jahreszeit besonders für einen Erholungsaufenthalt anbieten. Zusätzlich gibt es für diese Zeiträume vor Ort passend zur Jahreszeit noch Tipps für Besuche bei traditionellen Handwerksbetrieben, Imkern, Obstbauern, Käsereien, Destillerien, Märkten, regionalen Festlichkeiten und Konzerten.

Telefonische Anfragen beantworten unsere Kolleginnen an der Rezeption unter: 0 80 34 / 905-0.

Musik & Kabarett

Les Garconnes – Nimm Dich in Acht vor blonden Frau´n
Donnerstag, 15.09.2016, ab 20:00 Uhr bis 22:30 Uhr

Die vierköpfige Kapelle um die glamouröse Chantöse Iva LaDiva kommt spornstreichs zur Sache und entflammt das Temperament der tanzwütigen Nachtschwärmer!
Befeuert von den wilden und beschwingten Rhythmen des Herren am Schlagwerk, Jo the Syncopator, erklingen die Schlager der Zwanziger Jahre frivol, freizügig und exquisit.
Fein und verführerisch perlen die Klavierklänge unter den Händen von Lotte DellaNotte hervor, kitzeln nachhaltig den Gehörgang und wandern unaufhaltsam hinab ins Tanzbein. Greift dann Gustav Goldkette für ein verwegenes Solo in die Saiten seiner Gitarre, und vibriert dann exaltiert das Timbre der Diva, gibt es kein Halten mehr: ab aufs Parkett geht es! Tanzt den Shimmy, den Charleston, den Fox Trott! Ist das schnafte, ist das tüfte, ist das KNORKE? Das ist die Musik der Wilden Zwanziger.
Informationen: Kaffä, Weinstraße 3, 83022 Rosenheim

Eclipse of the Soul: Lori Williams & Band
Sonntag, 18.09.2016, ab 20:30 Uhr bis 22:30 Uhr

Lori Williams´ einzigartige Stimme verzaubert ihr Publikum in eine andere Welt und berührt die Herzen ihrer Zuhörer. Sie versteht es mit den vielen Facetten des Jazz umzugehen und zählt deshalb zu den gefragtesten Stimmen in ihrer Heimat Washington D.C. Ihre Qualitäten als Jazz- und Gospelsängerin, Schauspielerin und Tänzerin bewies sie erst im Frühjahr 2015 im Musical "Bessie´s Blues", das äußerst erfolgreich im Theater Metro Stage in Washington D.C. lief. Seit einigen Jahren unterrichtet Lori Williams am Internationalen Jazzworkshop in Poysdorf/Österreich, bei dem sie ihre exzellenten Musikerkollegen kennenlernte.
Lokalmatador Michael Keul aus Schilding unterrichtet seit dem Jahr 2000 beim Internationalen Workshop "Jazz & Wine" in Poysdorf und übernahm vor ein paar Jahren die künstlerische Gesamtleitung als Artist Director. Bei den ausgiebigen Sessionabenden lernten sich die MusikerInnen intensivst kennen und fanden nebst ihrer Leidenschaft zum gemeinsamen Jammen auch die gemeinsame Leidenschaft zum guten Wein.
Informationen: www.lepirate-rosenheim.de

Wilde Zeiten: Solokabarett von und mit Stephan Zinner
Sonntag, 25.09.2016, ab 20:00 Uhr bis 23:00 Uhr

Nun war er schon viermal im TAM-OST, aber Stephan Zinner kommt immer wieder gern nach Rosenheim, denn er ist sich immer noch sicher: "Wilde Zeiten" bestimmen den Alltag. Da mögen noch so viele Umfragen belegen, dass die meisten Menschen sich nach Ruhe, Ausgeglichenheit und einer perfekten Work-Life-Balance sehnen. "Alles Schmarrn" sagt der Kabarettist, Schauspieler und Familienvater.
Die sich verändernde Weltlage setzt auch in seinem Programm immer wieder neue Akzente. Aber er bleibt dabei: die meisten führen sich doch wie wildgewordene Vollpfosten auf. Der gebürtige Trostberger Zinner erzählt Erlebtes und Gesehenes in packenden Kurzgeschichten, Sketchen und Songs und mit großem schauspielerischem Talent.
In seinen Liedern singt er über die Unwägbarkeiten des Lebens, begleitet sich dabei selbst auf der Gitarre, sanft wippend zu lockeren Beats. Das Derbleckn ist dem Oberbayern vielleicht einfach angeboren. Es passt auch so wunderbar zu seinem bairischen Dialekt. Er lügt dabei nur sehr wenig, was vielleicht auch daran liegen mag, dass er nicht mehr als Söder-Double auf die Bühne kommt.
Informationen: www.tam-ost.de

Stadtführungen

Stadtführung „Unheimliches und Kurioses“
Samstag, 10.09.2016, ab 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr

Unheimliche und kuriose Geschichten stehen im Mittelpunkt dieses Rundganges. Gehen Sie vorbei an Häusern und Plätzen, die so manches Geheimnis bergen und stumme Zeugen tragischer Geheimnisse wurden. Hören Sie bei dieser Erlebnisführung von Opfern, Tätern und Vollstreckern, von Aberglauben und Hexenwahn, von Spukgeschichten, spektakulären Gerichtsverhandlungen und unerklärlichen Ereignissen.
Informationen: www.touristinfo-rosenheim.de

Im Herzen der Altstadt
Samstag, 10.09.2016, ab 15:00 Uhr bis 16:30 Uhr

Bei dieser Stadtführung dreht sich alles rund um den Max-Josefs-Platz mit seinen Inn-Salzachstil-Häusern. Rosenheims „gute Stube“, der Max-Josefs-Platz, entstand im 14. Jahrhundert und wurde noch um 1900 als „Schranne“ für den wöchentlichen Getreidemarkt benutzt. Seit 1984 gehört der von prachtvollen Fassaden gesäumte Platz ausschließlich den Fußgängern. Die meisten Häuser entsprechen in ihrer Grundform noch dem Bautyp des Innstadthauses, besitzen Laubengänge in den Erdgeschossen, Erker und hochgezogene „Vorschussmauern“. Der Rundgang führt auch in die Heilig-Geist-Kirche mit ihren spätgotischen Malereien aus dem 15. Jahrhundert.
Informationen: www.touristinfo-rosenheim.de

Auf den Spuren der Rosenheim Cops
Samstag, 03.09.2016, ab 16:00 Uhr bis 17:30 Uhr

Wer kennt nicht die beliebte Serie im ZDF um den Rosenheimer Kommissar Korbinian Hofer, einem Urbayern wie er im Buche steht, und seine Kollegen. Die zahlreichen Fans der Serie können jetzt auf den Spuren der Rosenheim-Cops die Originaldrehorte der neuen und alten Folgen kennenlernen und dabei die Stadt auf eine andere Weise entdecken. Oder wussten Sie,  dass die schmucke Polizeistation eigentlich das Rosenheimer Rathaus ist?
Jeden Samstag um 16 Uhr und von Anfang Juni bis Ende September auch am Mittwoch um 18 Uhr und am Sonntag um 11 Uhr finden die Führungen „Auf den Spuren der Rosenheim-Cops“ statt.
Informationen: www.touristinfo-rosenheim.de

Rosenheimer G´schicht´n und eine süße Sünd
Samstag, 17.09.2016, ab 14:00 Uhr bis 15:30 Uhr

Bei einem gemütlichen ca. 45 minütigen Spaziergang mit Treffpunkt am Busbahnhof/ vor dem Eingang der Volkshochschule hören die Teilnehmer Geschichte und Geschichten aus Rosenheim. Die Führung beschränkt sich auf das historische Zentrum rund um den Max-Josefs-Platz, der „guten Stube” von Rosenheim, ohne lange Wege oder Stufen zurücklegen zu müssen. Anschließend warten Filterkaffee und hausgemachter Kuchen in einer der ältesten Traditionskonditoreien der Stadt mit Blick auf den Max-Josefs-Platz. Die Stadtführerin begleitet die Gruppe ins Café Weth und steht für ein kurzweiliges Stadtgespräch und Fragen zur Verfügung. Das Café befindet sich in der oberen Etage eines Rosenheimer Bürgerhauses am Max-Josefs-Platz. Für mobilitätseingeschränkte Besucher und Rollstuhlfahrer ist ein Aufzug vorhanden.
Informationen: www.touristinfo-rosenheim.de

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