Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 06/2017 vom 01.06.2017

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Gewerkschaften im DGB sind sich einig: Rechtspopulistische Tendenzen, menschenverachtende Äußerungen und rassistische Übergriffe müssen benannt und geächtet werden – nicht zuletzt in den Betrieben und Dienststellen, in denen wir tätig sind. Über verschiedene politische Initiativen und Aktionen haben wir im Brannenburger use letter immer wieder berichtet. Jetzt folgt dazu eine aktuell stattfindende wissenschaftliche Analyse. Diese soll aufzeigen, inwieweit die betrieblichen Verhältnisse und makro-ökonomischen Bedingungen dazu beitragen, dass rechtspopuläres und rassistisches Gedankengut unter den Beschäftigten entsteht und sich vor Ort ausbreiten kann. Wir alle wissen, dass Mitglieder von Gewerkschaften davon nicht ausgenommen sind.

Eine qualitative Analyse in Form von Einzel- und Gruppeninterviews mit Arbeitnehmer/-innen und Expert/-innen soll Erkenntnisse darüber bringen, inwieweit etwa Angst vor Arbeitsplatzverlust, Präkarisierung von Arbeit und die Nichtanerkennung von Qualifikationen dazu führen können, rechten Parolen zu folgen. Die Ergebnisse der Studie sollen noch vor der Bundestagswahl veröffentlicht werden.

Dazu passt unsere Seminarempfehlung zu einem Angebot der Stammtischkämpfer*innen. In verschiedenen Settings – auch im Rahmen des betrieblichen Alltags – vermitteln sie Wissen und Fähigkeiten, dumpfen menschenverachtenden Parolen zu begegnen. Wichtigste Erkenntnis: Diesen Parolen muss zunächst deutlich und wahrnehmbar widersprochen werden!

Last, but not least setzen wir unsere kleine Reihe von Portraits von Teamer/-innen im ver.di Bildungszentrum Brannenburg fort. Diesmal berichtet Stephanie Merz darüber, wie scheinbar dröges Arbeitsrecht plötzlich spannend werden kann. In diesem Sinne wünschen wir allen Leserinnen und Lesern viele Erkenntnisse und Mut zum Handeln.

Herzliche Grüße aus Brannenburg

Marion Fendt, Britta Klinkforth & das Team
des ver.di Bildungszentrums Brannenburg

 

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ver.di Bildungszentrum
Haus Brannenburg

Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Marion Fendt (V.i.S.d.P.)
Fon: 08034/905-140
marion.fendt@verdi.de

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 01. Juni 2017
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Seminar-Tipp
Aufzählung Darum bin ich in der Bildungsarbeit aktiv
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • BPersVG: Einstieg leicht gemacht
    Einführung und Überblick (PR 1)
    BA 01 170619 01  

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
    Überblick und Regelungsbedarf
    BA 01 170619 04

  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
    Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)
    BA 01 170702 01

  • Agieren statt reagieren
    Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)
    BA 01 170709 01

  • Einführung in das Arbeitsrecht 1
    Begründung des Arbeitsverhältnisses
    BA 01 170709 02

  • BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen
    Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten (PR 2)
    BA 01 170717 01

  • Wirtschaftskompetenz
    Wirtschaftliches Grundwissen für Interessenvertretungen (siehe dazu auch den Erläuterungstext)
    BA 01 170717 02

  • Was können der Arbeitgeber und ich für meine Gesundheit tun?
    Gesundheit fordern und fördern - Impulse zur Betrieblichen Gesundheitsförderung
    BA 01 170717 03

  • Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
    BA 01 170723 04

  • Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst
    Arbeits- und sozialrechtliche Probleme und Regelungsmöglichkeiten
    BA 01 170724 02

  • Time-out statt Burn-out: Interessenvertretungen in Aktion
    (siehe dazu auch den Erläuterungstext)
    BA 01 170724 01

  • TVöD-Aufbau: Eingruppierungsrecht Bund 1 
    Grundlagen des Eingruppierungsrechts gemäß TVöD-Bund und Tarifvertrag über die Entgeltordnung
    BA 01 170724 03

 

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

 

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

BA 01 170702 01 [ Anmelden ]
02.07.2017 - 07.07.2017
Alexander Röck, Werner Tomek
BA 01 170910 01 [ Anmelden ]
10.09.2017 - 15.09.2017
Walter Lukas, N. N.
BA 01 171022 01 [ Anmelden ]
22.10.2017 - 27.10.2017
Werner Bareth, N. N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten. In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten. Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung                    

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

BA 01 170709 01 [ Anmelden ]
09.07.2017 - 14.07.2017
Stefanie Merz, N.N.

Hinweis: Vorheriger Besuch des BR-Grundseminars ist erforderlich

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar 'Mensch geht vor!' liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.

Personelle Angelegenheiten' - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotionsbeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.

In all diesen Fällen ist die betriebliche Interessenvertretung gefordert, denn: Keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen

Beständig ist allein der Wandel!
Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)

BA 01 170702 02 [ Anmelden ]
02.07.2017 - 07.07.2017       
Walter Lukas, N. N.
BA 01 171015 01 [ Anmelden ]
15.10.2017 - 20.10.2017
Andrea Breme, N.N.

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars; vorheriger Besuch der BR-Grundseminare 2 und 3 empfohlen

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Wirtschaftliche Angelegenheiten haben oft mit sich verändernden Rahmenbedingungen zu tun oder bedeuten sogar den radikalen Umbau eines Betriebs oder Unternehmens: Arbeitsprozesse werden grundlegend geändert, Teilbereiche geschlossen, Abteilungen umstrukturiert oder ausgelagert. Häufig sind Arbeitsplätze gefährdet, fast immer verändern sich Arbeitsinhalte und -bedingungen. Zugleich werden neue Qualifikationen zwingend erforderlich.
Diese Veränderungen sind oft schleichend, kaum zu bemerken, aber dennoch tiefgreifend und wirkungsvoll. Manchmal erscheinen sie auch in Form einer aufsehenerregenden Aktion. Im Kern stellen sie immer eine Herausforderung für Betriebsrat und Belegschaft dar.
Im Seminar erfahren Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie als Betriebsrat derartige Prozesse frühzeitig erkennen und somit wirtschaftliche Angelegenheiten erheblich beeinflussen können. Neben der Kenntnis rechtlicher Bestimmungen bekommen Sie auch das nötige Rüstzeug in Fragen der richtigen Strategie, um elementare Forderungen erfolgreich durchzusetzen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Was geht da vor? Frühzeitiges Erkennen betrieblicher Veränderungen
  • Wer weiß was? Informationsrechte des Betriebsrats, Informationspflichten des Arbeitgebers
  • Geht das? Bewertung betrieblicher Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  • Nicht ohne uns! Beteiligung des Betriebsrats an betrieblichen Veränderungsprozessen
  • Gemeinsam stark: Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Betriebsrat
  • Was wir wollen: Entwicklung und Durchsetzung von Forderungen

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

BA 01 170709 01 [ Anmelden ]
09.07.2017 - 14.07.2017
Stephanie Merz, N. N.
BA 01 171022 02 [ Anmelden ]
22.10.2017 - 27.10.2017
Elfriede Martin, Werner Tomek

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Unser Seminar ‚Agieren statt reagieren‘ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann.
Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei  Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und  Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.
Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

BA 01 170619 01 [ Anmelden ]
19.06.2017 - 23.06.2017

Otto Biederer, N.N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten? Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts. Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

 Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen
Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten (PR 2)

BA 01 170717 01 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Stephan Kuchenbecker, N. N.

Hinweis: Besuch des PR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Aufbauend auf  ‚BPersVG: Einstieg leicht gemacht‘ werden Ihnen in diesem Seminar weitere grundlegende Kenntnisse vermittelt, die Personalratsmitglieder benötigen, um die Interessen der Beschäftigten in personellen und sozialen Angelegenheiten wirksam vertreten zu können.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • So geht‘s: Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Nur mit uns! Beteiligungsrechte bei personellen und sozialen Angelegenheiten
  • Interne Hierarchien: Die Stufenvertretung
  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte - Einigungsstelle - Verfahrensrecht
  • Schriftlich festhalten: Dienstvereinbarungen zwischen Personalrat und Dienststellenleitung

Einführung in das Arbeitsrecht 1
Begründung des Arbeitsverhältnisses

BA 01 170709 02 [ Anmelden ]
09.07.2017 - 14.07.2017       
Thomas Rosenland, N. N.
BA 01 170910 02 [ Anmelden ]
10.09.2017 - 15.09.2017
Stephanie Merz, N.N.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Gesetzliche Interessenvertretungen sind in ihrem Arbeitsalltag mit einer Vielzahl juristischer Probleme und Aufgabenstellungen konfrontiert. Die Arbeit in einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert deshalb grundlegende Kenntnisse über die Inhalte der einschlägigen Gesetze und der dazu ergangenen Rechtsprechung sowie über den Umgang damit. Bei der Vielzahl der Gesetze ist es jedoch oft schwer, sich zurechtzufinden und den Überblick zu behalten.
In Teil 1 dieser Seminarreihe wird zunächst das Basiswissen über die Strukturen des vielschichtigen Arbeitsrechtssystems vermittelt, und es werden arbeitsrechtliche Grundbegriffe geklärt. Im Anschluss werden die rechtlichen Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Anbahnung, der Begründung sowie dem Bestand eines Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten) ergeben können, besprochen.
Darüber hinaus werden die jeweiligen Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsquellen des Arbeitsrechts, Geschichte und Aufbau des Arbeitsrechtssystems
  • Wesen und Funktion des Arbeitsrechts, Grundbegriffe, Rechtsquellen
  • Abgrenzung zwischen individuellem und kollektivem Arbeitsrecht
  • Begründung des ArbeitsverhältnissesInhalte des Arbeitsvertrags
  • Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag
  • Weisungsrecht des Arbeitgebers
  • Praxisfälle aus der aktuellen Rechtsprechung

Einführung in das Arbeitsrecht 2
Inhalt des Arbeitsverhältnisses

BA 01 171015 03 [ Anmelden ]
15.10.2017 - 20.10.2017
Thomas Rosenland, N. N.

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Es existiert eine schon fast unüberschaubare Zahl von Gesetzen, die Mindeststandards für Arbeitsverträge festlegen. Außerdem sind viele arbeitsrechtliche Grundsätze durch die Rechtsprechung entwickelt worden (Richterrecht).
Dieses Seminar gibt insbesondere einen Überblick über die bestehenden Schutzgesetze, über die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung und die Ansprüche der Beschäftigten aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Schutznormen für die Beschäftigten und die jeweiligen Rechte aus den Gesetzen werden unter Berücksichtigung und im Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten der gesetzlichen Interessenvertretung erläutert.

Behandelt werden u.a. folgende Themen:

  • Mindeststandards, die ein Arbeitsvertrag erfüllen muss (AGB-Kontrolle, Verhältnis zum Tarifvertrag)
  • Vergütung und Gratifikation
  • Überblick über die wichtigsten Schutzgesetze
  • Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung
  • Bezahlte und unbezahlte Freistellungsansprüche im Arbeitsverhältnis

Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zum Inhalt des Arbeitsverhältnisses.

TVöD-Aufbau: Eingruppierungsrecht Bund 1
Grundlagen des Eingruppierungsrechts gemäß TVöD-Bund und Tarifvertrag über die Entgeltordnung

BA 01 170724 03 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 28.07.2017
Otto Biederer

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Eingruppierung der Beschäftigten erfolgt nach den Regelungen der §§ 12, 13 TVöD-Bund und der Entgeltordnung. Als Betriebs- bzw. Personalratsmitglied bestimmen Sie bei der Einstellung und Eingruppierung mit. Ihnen obliegt die Aufgabe, Ein- und Höhergruppierungen auf ihre tarifliche Richtigkeit hin zu überprüfen.
Das Seminar ‚Eingruppierungsrecht‘ vermittelt Grundkenntnisse zur Eingruppierung, zu Aufbau und Systematik der einzelnen Teile des Tarifvertrags über die Entgeltordnung des Bundes sowie zum Grundsatz der Tarifautomatik. Die Teilnehmenden gehen mit Tätigkeitsmerkmalen und Arbeitsvorgängen um. Sie verstehen spezielle Eingruppierungsfragen und lernen, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Erläutert werden Aufbau und Struktur sowie Stufenverläufe der Entgelttabellen im TVöD-Bund. Außerdem werden die in diesem Zusammenhang bestehenden Beteiligungsrechte des Betriebs- bzw. Personalrats erläutert.

Was können der Arbeitgeber und ich für meine Gesundheit tun?
Gesundheit fordern und fördern - Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung

BA 01 170717 03 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Elfriede Martin

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) erzielt bei arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen oft Erfolge, wo der klassische Arbeitsschutz nicht greift, der sich vorwiegend an sicherheitstechnischen Einzelproblemen orientiert.
Sie fragt nicht nur nach krank machenden, sondern auch nach gesund erhaltenden Faktoren im Arbeitsprozess, auch unter dem Aspekt alter(n)sgerechter Arbeit. Außerdem werden mit dem präventiven Ansatz Beschwerde- und Krankheitsschwerpunkte im Betrieb ermittelt und deren Ursachen gezielt bekämpft. Unterstützung leisten Krankenkassen, deren gesetzlicher Auftrag auch Prävention und BGF umfasst.
Das Seminar bietet Ihnen anhand von Praxisbeispielen Anregungen und Argumente für eine Einführung der BGF und gibt Orientierung für erste Schritte der gesetzlichen Interessenvertretung.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie funktioniert Betriebliche Gesundheitsförderung? Praxisbeispiele für BGF-Maßnahmen und Erfolgsfaktoren
  • Bei welchen Gesundheitsproblemen im Betrieb greift BGF besonders effektiv?
  • Rechtliche Anknüpfungspunkte
  • Nutzen für Beschäftigte und Betrieb; Kosten-Nutzen-Bilanz
  • Akteure und Institutionen der BGF: Wer kann uns (extern) unterstützen?
  • Beteiligung der Beschäftigten, Gesundheitszirkel
  • Überblick: Instrumente der Gesundheitsförderung, z.B. Gefährdungsanalysen
  • Handlungsmöglichkeiten gesetzlicher Interessenvertretungen

Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst
Arbeits- und sozialrechtliche Probleme und Regelungsmöglichkeiten

BA 01 170724 02 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 26.07.2017
Heike Rozek

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Arbeit im Außendienst ist die klassische Form mobiler Arbeit, die nicht an einen Ort gebunden ist und bei der ein hohes Maß an zeitlicher und räumlicher Flexibilität gefordert wird. Zunehmend wird diese Flexibilität auch von anderen Beschäftigten erwartet, z.B. bei Dienstreisen oder wenn Aufträge bei Kunden bearbeitet werden müssen. Dies ist mit sozialen Kosten und besonderen Belastungen verbunden und erfordert Regelungen.
Es werden häufig spezielle arbeitsrechtliche Probleme berührt. Es geht u.a. um Arbeitszeitgestaltung, Vergütungsgrundsätze und -methoden, Verkehrsmittelnutzung und  Kostenerstattung, krankheitsbedingte Ausfälle und die Gewährung von Urlaub.
Das Seminar hilft, diese Probleme anzugehen und durch aktives Handeln des Betriebsrats - z.B. mithilfe von Betriebsvereinbarungen - zu lösen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst: Typisierung, Anforderungen, Probleme
  • Ausgewählte gesetzliche und tarifliche Vorschriften
  • Entgelt (Grundgehalt, Provision, Spesen etc.) und Leistungsbemessung und -bewertung (z.B. Zielvereinbarungen)
  • Arbeitszeit, Reisezeit, Ruhezeit - Anforderungen an die Arbeitszeitgestaltung
  • Arbeits- und Verkehrsmittel(-wahl), Kontrolle von Leistung und Verhalten
  • Kundenzuteilung, Gebietszuweisungen, Gebietsschutz, Versetzungen und Kündigungsgründe
  • Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats, Betriebsvereinbarungen

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
Überblick und Regelungsbedarf

BA 01 170619 04 [ Anmelden ]
19.06.2017 - 23.06.2017
N. N., Emmy Sommerer

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), die § 84 Abs. 2 SGB IX vorsieht, ist eine sinnvolle Verpflichtung für den Betriebs-/Personalrat und gilt für alle Beschäftigten.
Das Eingliederungsmanagement soll alle Erkrankten bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz unterstützen, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und die Beschäftigung bis zur Rente sichern. Betriebliches Eingliederungsmanagement ist somit ein Teilaspekt der betrieblichen Gesundheitsförderung und ist damit nicht nur für die Schwerbehindertenvertretung, sondern auch für den Betriebs-/Personalrat eine wichtige Aufgabe.
Dieses Seminar bietet Ihnen eine Einführung in die Bestandteile und Abläufe des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Checklisten und beispielhafte Regelungen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen werden vorgestellt und erläutert.

Time-out statt Burn-out: Interessenvertretungen in Aktion
BA 01 170724 01 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 28.07.2017
Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Wandel der Arbeitswelt hinterlässt seine Spuren: Die Folgen von Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz, z.B. durch Mehrarbeit, kann heutzutage jede/-r Beschäftigte selbst spüren. Die negativen Konsequenzen daraus schlagen immer häufiger gesundheitlich und auch wirtschaftlich zu Buche - Schäden, welche Arbeitgeber, Sozialversicherungen, Staat und letztlich alle Beschäftigten tragen müssen.
Betriebsräten, Personalräten und SBVen, die hier aktiv werden wollen, bietet dieses Seminar einen Ansatz. Es führt Sie gezielt an das Thema Burn-out heran und und klärt, welche Verantwortung der/die Einzelne trägt und welche Verantwortung beim Arbeitgeber liegt. Zudem werden Ihnen Wege zur Prävention und Hilfsangebote für akut Betroffene aufgezeigt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wenn nichts mehr geht: Theorie zur Burn-out-Symptomatik
  • Symptome von Burn-out in Abgrenzung zu Depression und Sucht differenziert wahrnehmen
  • Was alle wissen müssen: Aufklärung im Betrieb
  • Präventionsmaßnahmen im Betrieb planen und durchführen
  • Gestaltungs-, Hilfs- und Interventionsmöglichkeiten von gesetzlichen Interessenvertretungen bei der Burn-out-Problematik - Chancen und Grenzen
  • Gespräche mit Betroffenen führen: Krisenintervention, Notfallhilfe, Lotsen

Werkstatt Psychische Belastungen
Praxisseminar zur Umsetzung

BA 05 170927 02 [ Anmelden ]
27.09.2017 - 29.09.2017
Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Im Grundlagenseminar wurden rechtliche Grundlagen und einige Verfahren zur Erhebung psychischer Belastungen vermittelt. Dieses Praxisseminar baut darauf auf und legt den Schwerpunkt auf die Umsetzung im Betrieb.
Oft ist es nach dem Seminar nicht einfach, das Wissen im Betrieb anzubringen und den Arbeitgeber und die betrieblichen Arbeitsschützer zu überzeugen, ihre Arbeit auch wirklich zu tun.
Die vom Arbeitgeber durchgeführte Gefährdungsbeurteilung ist die wirkungsvolle Voraussetzung, Maßnahmen gegen krankmachende Arbeitsbedingungen vereinbaren können.
In dieser Werkstatt bringen die Teilnehmenden ihren Umsetzungsstand ein und bekommen Beratung zum weiteren Vorgehen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Umsetzung der Inhalte aus dem Grundseminar: Was lief gut, was war schwierig?
  • Analyse der Strukturen und Mitwirkungsrechte, die hierbei berührt sind. Welche Netzwerkpartner können helfen?
  • Die Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie und die GDA-Leitlinien als Hilfe
  • Und nach der Befragung? Verstetigung der Arbeit zum Abbau psychischer Belastungen
  • Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
BA 01 170723 04 [ Anmelden ]
23.07.2017 - 28.07.2017
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Betriebliche Aus- und Weiterbildung als Handlungsfeld des Betriebsrates (kompakt)
BA 01 170913 03 [ Anmelden ]
13.09.2017 - 15.09.2017
Elfriede Martin

Hinweis: Besuch des BR1-/JAV1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 65 Abs. 1 i.V.m. § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Ziele einer Personalentwicklung sollten sein, den im Betrieb notwendigen Personal- und Fachkräftebestand zu sichern, Fachkräftemangel entgegenzuwirken sowie die fachlichen Kompetenzen der Beschäftigten zu sichern und den aktuellen und künftigen Anforderungen des Unternehmens anzupassen. Die Feststellung des Personal- sowie des Aus- und Weiterbildungsbedarfs kann z.B. durch Altersstruktur- und Qualifizierungsbedarfsanalysen erfolgen. Der geforderte Personalbedarf sowie Qualifikationen und Kompetenzen werden mit den aktuellen verglichen und so der Bedarf an Nachwuchskräften und an Aus- und Weiterbildung ermittelt.
Das Seminar informiert über Methoden und Instrumente der Personalentwicklung sowie die Beteiligungsrechte der Interessenvertretung, auch schon im Rahmen der unterschiedlichen Bedarfsanalysen. Insbesondere die Mitbestimmungsrechte und die Frage, wie Maßnahmen der Personalentwicklung im Sinne der Beschäftigten und einer zukunftsorientierten Personalplanung sowie Stellenbesetzung mitgestaltet werden können, werden eingehend erörtert.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Aus- und Weiterbildung, Qualifizierung, Personalentwicklung: Begriffe und Grundlagen
  • Die verschiedenen Ebenen und Maßnahmen der Personalentwicklung
  • Bedarf und Kompetenzprofile ermitteln: Instrumente und Methoden (z.B. Altersstruktur- und Qualifizierungsbedarfsanalyse)
  • Planung, Qualitätssicherung, Kontrolle (Evaluation) der Maßnahmen zur Aus-, Fort- und Weiterbildunguswahlverfahren zur Teilnahme an internen und externen Qualifizierungsmaßnahmen
  • Fort- und Weiterbildung als Teil der Beschäftigungssicherung
  • Aktuelle Qualifizierungsformen (z.B. E-Learning) und Anrechnung als Arbeitszeit
  • Überblick über alternsgerechte und beschäftigtenorientierte Lernmethoden und -formen

Wirtschaftskompetenz
Wirtschaftliches Grundwissen für Interessenvertretungen

BA 01 170717 02 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Michael Theil

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Spätestens bei der jährlichen Unterrichtung über die Lage des Unternehmens durch den Arbeitgeber werden Sie als Betriebsratsmitglied mit wirtschaftlichen Informationen konfrontiert. Nahezu alle betrieblichen Veränderungen werden mit ökonomischen Notwendigkeiten und Konkurrenzbedingungen begründet. Wirtschaftliche Informationen grundsätzlich zu verstehen und vor dem Hintergrund eigener betrieblicher Erfahrungen und externer Quellen interpretieren zu können, sind Voraussetzungen Ihrer Arbeit im Rahmen Ihrer Mitbestimmungsrechte und -pflichten.
Dazu bietet Ihnen dieses Seminar den passenden Einstieg und ermöglicht Ihnen neben einer qualifizierten Grundinformation auch das Erörtern konkreter Fragen und eine Vertiefung durch Übungen anhand von Fallbeispielen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundlagen unternehmerischen Handelns; Leistungserstellung und Wertschöpfung in Betrieb und Unternehmen
  • Wirtschaftliche Grundbegriffe klären: Umsatz, Ertrag, Kosten, Gewinn, Profit, Kapital, Rendite, Deckungsbeitrag, Shareholder Value
  • Unternehmensverfassung: Rahmenbedingung wirtschaftlichen Handelns
  • Wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens erkennen und bewerten
  • Der wirtschaftliche Jahresbericht
  • Externe und interne Informationsquellen nutzen
  • Wirtschaftliche Informationen und Geheimhaltungspflichten

Wirtschaftsausschuss 2
Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

BA 01 171120 03 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Michael Theil

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars sowie des Seminars ‚Wirtschaftsausschuss 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.  
   

Der Jahresabschluss gilt als undurchschaubares Zahlenwerk, ist jedoch für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss eine zentrale Informationsquelle für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. In diesem Seminar wird er Ihnen auf leicht verständliche Art und Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Dabei werden seine Bestandteile Schritt für Schritt unter Verwendung eines Analyseschemas bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erklärt. Systematisch können Sie sich die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), erarbeiten und dabei den Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts im Jahresabschluss klären. Im Seminar werden Ihnen ausgewählte Kennzahlen dargestellt und praktische Hinweise für die Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsform sowie Prüf- und Veröffentlichungspflichten von Unternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung der Strukturen und Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Exemplarische Jahresabschlussanalyse eines Musterbetriebs
  • Grenzen der Aussagekraft des Jahresabschlusses und Rolle des Wirtschaftsprüferberichts
  • Kennzahlensystem zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung

Wer macht das Protokoll?
Die ordnungsgemäße Sitzungsniederschrift

BA 01 170913 04 [ Anmelden ]
13.09.2017 - 15.09.2017
N. N.

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-/JAV1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Die Sitzungsniederschrift dokumentiert die Arbeit der gesetzlichen Interessenvertretung und deren Beschlüsse. Sie ist Arbeitsgrundlage für die Aktivitäten des Gremiums. Bei gerichtlichen Auseinandersetzungen dient sie als Nachweis für eine ordnungsgemäße Geschäftsführung und Beschlussfassung.
Im Seminar werden die rechtlichen Anforderungen an ein ordnungsgemäßes Sitzungsprotokoll behandelt. Die theoretischen Inhalte werden von praktischen Übungen begleitet; viele Tipps zur Aufnahme und Gestaltung eines Protokolls geben konkrete Hilfestellung.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Ziel und Zweck eines Protokolls
  • Rechtsvorschriften und Mindestanforderungen
  • Protokollarten und deren Ausgestaltung
  • Übungen zum Erkennen der wesentlichen Sitzungsinhalte
  • Praktische Erstellung von Protokollen

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
Redesituationen vor großen Gruppen meistern

BA 01 170924 01 [ Anmelden ]
24.09.2017 - 29.09.2017

Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Arbeit als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert mehr als einen professionellen Umgang mit Gesetzestexten. Auch an die Art und Weise Ihres Auftretens und an Ihr rhetorisches Geschick werden hohe Ansprüche gestellt, z.B. beim Auftritt auf der Betriebs-/Personalversammlung, bei der Gestaltung kurzer Redebeiträge oder längerer Überzeugungsreden und bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber. Neben den Inhalten und dem Aufbau entscheiden der Redestil, die Körpersprache und die innere Haltung über die Wirkung von Redebeiträgen. Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah und mit Spaß die Grundlagen erfolgreicher Rhetorik, angefangen bei der Überwindung von Lampenfieber und Sprachhemmungen, dem bestmöglichen Aufbau einer Rede, der angemessenen und persönlich stimmigen Körperhaltung, dem richtigen Stimmeinsatz bis hin zum souveränen Umgang mit möglichen Störungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie formuliere ich zündend, überzeugend und verständlich?
  • Wie gehe ich produktiv mit meiner Redeangst um?
  • Wie setze ich Sprache und Körpersprache zielgerichtet ein?
  • Wie gehe ich mit Störungen um?

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 2
Besondere rhetorische Herausforderungen

BA 01 170903 03 [ Anmelden ]
03.09.2017 - 08.09.2017
Hans-Rudolf Schiesser

Hinweis: Besuch des Seminars ‚Klare Rede, starke Wirkung - Teil 1‘

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Rhetorisches Geschick und Feingefühl sind für die freie Rede ebenso wichtig wie bei der Gremienarbeit, in Sitzungen und am Arbeitsplatz. Alle von uns ausgehenden (nicht-)verbalen Signale beeinflussen nachhaltig die Kommunikation mit unseren Mitmenschen.
Besondere Situationen, wie z.B. die politische Rede im Freien oder die Überzeugungsrede vor „anders denkendem“ Publikum werden in diesem Seminar genauer unter die Lupe genommen und gezielt vorbereitet. Die innere Haltung zu mir selbst, meinem Gegenüber und zum Inhalt meiner Rede kann den Erfolg entscheidend beeinflussen.
In freundlicher und unterstützender Atmosphäre können Sie hier Ihre seit dem Grundseminar gemachten Redeerfahrungen reflektieren und Ihre Redekompetenz weiterentwickeln.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Differenzierung von Redeanlässen - dem Anlass gemäße Beiträge vorbereiten
  • Präsenz vor Publikum - Tipps und Tricks ausprobieren. Feedback und Ideen zur Schärfung des persönlichen Redeprofils
  • Mit (unangenehmen) Reaktionen aus dem Publikum umgehen - Wege finden, gelassen und humorvoll zu bleiben
  • Lebendige Dramaturgie und unterstützende Visualisierung von längeren Redebeiträgen

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

Ursula StögerDie jüngsten Mobilisierungs- und Wahlerfolge rechtspopulistischer Parteien

sind nicht zuletzt das Ergebnis wachsender Unterstützung unter abhängig Beschäftigten. Warum das so ist, wird gerade erforscht. Ein Gespräch mit der Arbeitssoziologin Ursula Stöger

Derzeit läuft eine Befragung von Gewerkschaftsmitgliedern zum Thema rechtspopulistische Erscheinungen auf betrieblicher Ebene. Welche forschungsleitenden Fragen gibt es?

In der Vergangenheit gab es bereits verschiedene Studien zu rechten Tendenzen in der Bevölkerung. Besonders die Untersuchungen aus Leipzig und Bielefeld wurden mit Interesse wahrgenommen. Ergebnis war u.a., dass es auch unter Gewerkschaftsmitgliedern Sympathien für rechtspopulistische Parteien gibt.
In diesen Studien wurde zwar nach Hintergründen dieser Einstellungen gefragt – der Bezug zur Arbeitswelt fehlte aber bislang weitgehend. Da setzen wir nun an. Wir fragen, welche arbeitsweltlichen und betrieblichen Gründe für diese Affinität zum rechten Parteienspektrum es gibt.
Unsere Untersuchung ist dabei nicht statistisch repräsentativ angelegt, sondern wir befragen eine kleine Zahl von Menschen in qualitativen Interviews.

Auf welcher Ebene laufen diese Untersuchungen?

Die Interviews werden bundesweit gemacht. Wir befragen Menschen dort, wo wir auch hinkommen können. Wir führen Interviews mit Expert/-innen aus den Gewerkschaften. In der zweiten Stufe werden Gruppeninterviews mit Teilnehmenden von Seminaren von ver.di und der IG Metall durchgeführt.

Wie ist Bereitschaft, an den Interviews teilzunehmen?

Es gibt schon eine Bereitschaft. Alles ist natürlich freiwillig. Nachdem wir nur mit denjenigen sprechen können, die bereit sind, uns Auskunft zu geben, können wir über die Gründe derjenigen, die sich nicht beteiligen wollen, nichts sagen.

Gibt es eine Vermutung, was zu rechten Tendenzen auch bei Gewerkschaftsmitgliedern führen kann?

Wir arbeiten natürlich mit entsprechenden Thesen. Die Interviews sind als offene Fragen formuliert; wir fragen nach den betrieblichen Erfahrungen. Zunächst interessiert uns, ob es in den Betrieben überhaupt rassistische und menschenverachtende Tendenzen bzw. Äußerungen gibt. Hier interessiert uns, was die Beschäftigten in den Betrieben beobachten.
Danach fragen wir nach ihrer persönlichen Sicht auf die Dinge. Wir vermuten dabei, dass betriebliche Probleme durchaus dazu beitragen, dass es zur Zustimmung zu rechten Parolen und Überzeugungen kommt. Ursachen könnten etwa die Angst vor dem Verlust des Arbeitsplatzes sein, hoher Leistungsdruck, Arbeitsplatzverlagerungen aufgrund der Internationalisierung oder aber auch die Entwertung von eigenen Qualifikationen. Ein zweiter Komplex könnte die fortschreitende Prekarisierung von Beschäftigung durch Leiharbeit und Befristung oder Abwertungserfahrungen in der Arbeit sein. Aber hier stehen wir erst am Anfang der Bewertung des Materials und wollen noch keine verbindlichen Aussagen treffen.
So könnten u.a. Ohnmachtserfahrungen oder die Wut über die betriebliche Situation zu rechtspopulistischen Einstellungen beitragen. Es sieht so aus, als ob einige nun in den Geflüchteten Schuldige für Probleme gefunden haben, die wirtschaftliche und politische Ursachen haben.

Wie viele Interviews werden geführt?

Wir haben bereits 19 Expert/-innen und 14 Gruppen interviewt. Keine Standard-Fragebögen, sondern alles offene Gespräche.

Was kann und muss Bildung in diesem Kontext leisten?

Gewerkschaftlicher Bildung kommt natürlich Verantwortung zu – sie kann diese Verantwortung aber nicht alleine tragen. Es wäre sicherlich falsch, wenn man fordern würde, dass es Bildung alleine richten soll.
Wir sehen hier eine gesamtgewerkschaftliche Verantwortung. Nichtsdestotrotz soll Bildung aufklären. Und Bildung muss Räume und Gelegenheit zu gesellschaftlichen und politischen Debatten zur Verfügung stellen und den Austausch unter Kolleg/-innen über die Probleme und deren Ursachen ermöglichen.

Welche Vernetzungen sind dazu notwendig?

Es gibt zum Beispiel das Bündnis der Stammtisch-Kämpfer*innen – Aufstehen gegen Rassismus und andere lokale Bündnisse gegen Rassismus. Die müssen auf allen Ebenen ineinandergreifen. Gewerkschaften sind an vielen dieser Bündnisse beteiligt.

Kommt diese Umfrage möglicherweise zu spät – hätte man früher auf solche Tendenzen reagieren müssen?

Gewerkschaften haben schon früher diesen rechten Tendenzen gegengesteuert, wenn auch vielleicht nicht in ausreichendem Maße. Man kann natürlich immer noch mehr machen – zu spät kommt diese Befragung deshalb aber nicht. Jetzt kommt es darauf an, gemeinsam gegen rassistische und menschenverachte Entwicklungen vorzugehen und zu zeigen, dass Gewerkschaften bessere Lösungen für die Probleme der Beschäftigten anbieten können als rechtspopulistische Parteien und Bewegungen.
Und uns muss klar sein, dass – solange es menschenverachtende, rassistische und rechtsextreme Tendenzen in den Betrieben gibt, müssen wir wachsam sein und handeln. Den Gewerkschaften kommt dabei eine besondere Bedeutung zu, denn sie sind die Organisation, die in die Betriebe direkt hineinwirken kann.

Wann sollen die Ergebnisse der Befragung veröffentlicht werden?

Die Forschungsgruppe, die sich aus Kolleg/-innen des Instituts für sozialwissenschaftliche Forschung in München (ISF) und von WissenTransfer – wissenschaftliche Vereinigung für Kapitalismusanalyse und Gesellschaftspolitik e.V. – zusammensetzt, hat beschlossen, dass die Ergebnisse noch vor der Bundestagswahl im Herbst vorliegen und veröffentlicht werden sollen.
ver.di selbst ist übrigens nicht an der Untersuchung beteiligt. Ich bin nicht in meiner Funktion als Gewerkschaftssekretärin, sondern in meiner zweiten Tätigkeit als Arbeitssoziologin dabei. Finanziert wird das Projekt durch die Rosa-Luxemburg-Stiftung und das europäische Netzwerk Transform!.

Interview: Marko Junghänel

 

Seminar-Tipp

Herbert SchmidtMit den Stammtischkämpfer*innen unterwegs

Rechten und menschenverachtenden Parolen kann man begegnen – man muss es sogar, sagt Herbert Schmidt.

Gibt es überhaupt ein wirksames Mittel gegen Stammtischparolen?

Es gibt wirksame Reaktionen gegen Parolen, die wir in unseren „Stammtischkämpfer*innen“-Seminaren vorstellen und üben. Stammtisch bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur die Eckkneipe, sondern alle möglichen Orte, wo wir Parolen hören können: am Arbeitsplatz, im Bus, in der Familie.
Das Wesen solcher Parolen ist immer gleich; sie polarisieren: „Wir“ gegen „Ihr“, „Gut“ gegen „Böse“. Sie provozieren und drängen einen in die Defensive, weil sie meist unerwartet kommen und komplexe Zusammenhänge extrem vereinfachen. Ich empfehle, zunächst immer eine Grundhaltung einzunehmen: Keine Parole, die menschenverachtend ist, darf unwidersprochen bleiben.
Viele – auch wir Gewerkschafter/-innen – neigen oft dazu, gegen Parolen oder platte Behauptungen mit langen und guten Argumenten zu antworten. Aber wenn wir beispielsweise im Bus eine fremdenfeindliche Parole hören, bleibt keine Zeit, lückenlose Argumentationsketten zu bilden. Wir sagen deshalb, dass es nicht so sehr darauf ankommt, die wirksamsten Argumente zu finden, sondern den Mut zu haben, gegen solche Parolen aufzubegehren – Stopp zu sagen. Eine Methode ist dabei, Fragen zu stellen, denn wir alle wissen, dass derjenige führt, der fragt …

„Nein, das kann ich so nicht stehenlassen“ könnte eine unmittelbare Reaktion sein …

Genau. Es ist deutlich zu machen, dass man anderer Meinung ist. Der Treibstoff von Parolen ist nämlich die passive Unterstützung durch eine schweigende Mehrheit. Wer mit provokanten Äußerungen ohne Widerspruch auftritt, fühlt sich bestätigt durch die schweigende Menge um sich herum. Doch Widerspruch sollte im wahrsten Sinne des Wortes hörbar sein – andere Menschen im Umfeld sollen diese Entgegnung wahrnehmen können.

Wie verhindert man in dieser Situation, dass man rein emotional reagiert oder gar unsachlich wird?

Das kann geübt werden; wenn beispielsweise Gegenfragen gestellt werden, können wertvolle Sekunden gewonnen werden, um eine angemessene Antwort zu finden. Damit wird der andere gezwungen, zu reagieren, seine Quellen zu nennen etwa. Ich empfehle in diesem Zusammenhang, eine Unterscheidung zwischen dem Menschen und seiner Aussage zu treffen. Dem Menschen kann man immer noch wertschätzend begegnen – seinen rechten Aussagen und Parolen muss man widersprechen.

Können platte Parolen letztlich doch noch zu einem Dialog führen?

Das hängt vom betroffenen Personenkreis ab. Habe ich etwa einen NPD-Funktionär mir gegenüber, ist es sehr unwahrscheinlich, mit ihm in einen konstruktiven Diskurs zu kommen. Das Gleiche gilt für die Mitglieder solcher rechten Parteien, die eher ein geschlossenes Weltbild vertreten. Vielversprechender ist die Auseinandersetzung mit Sympathisanten/-innen und Unentschlossenen – auch mit der stummen Mehrheit. Bei diesen Personenkreisen kann man eher Aufmerksamkeit gewinnen und leichter in einen Dialog treten.

Wie läuft nun solch ein Seminar ab?

Wir nehmen uns – je nach Voraussetzung – zwei bis sechs Stunden Zeit dafür.
Zunächst lassen wir uns Zeit für einen intensiven Erfahrungsaustausch zwischen den Teilnehmenden. Es werden Situationen beschrieben, in denen man/frau mit rechten oder rassistischen Parolen konfrontiert wurde und in denen man/frau sich gewünscht hätte, anders reagiert zu haben.
In der zweiten Stufe diskutieren wir, wie jemand hätte reagieren können, um deutlich zu machen, dass man/frau diesen Parolen widerspricht und anderer Meinung ist. Wir geben Hinweise, wie beispielsweise gegen Verallgemeinerungen oder Themen-Hopping vorgegangen werden kann.
Schließlich gibt es eine Übung, die wir „Kugellager“ nennen. Es werden zwei Kreise aus Teilnehmenden gebildet, die ineinandergreifen. So stehen sich im Innen- und Außenkreis immer zwei Menschen gegenüber. Die eine Seite beginnt nun, dem/der gegenüberstehenden Person Parolen entgegenzuschleudern. Diese muss reagieren, die „Schrecksekunde“ überwinden. Die Kreise bewegen sich weiter, sodass immer eine neue Situation entsteht, in der man/frau mit neuen unerwarteten Parolen konfrontiert wird, denen es erneut zu entgegnen gilt.

Muss man dieses Vorgehen immer wieder trainieren?

Man muss begreifen, warum solche Parolen wirkmächtig sind. Um widersprechen zu können, bedarf es tatsächlich Übung. Wichtig ist aber, zu erkennen, dass ich kein Rhetoriker sein muss, um aufzubegehren, sondern Mut haben muss.
Ein viertes Element kommt im Seminar übrigens hinzu. Wenn es die Zeit erlaubt, praktizieren wir Elemente des Forum-Theaters, das aus Südamerika stammt. Wir stellen konkrete Szene nach, die Teilnehmende erlebt haben und diskutieren dann, wie idealweise reagiert werden sollte. Die Teilnehmenden übernehmen verschiedene Rollen und testen unterschiedliche Interventionsmöglichkeiten. Dabei erleben sie, wie sich die Handlung „anfühlt“, was eine Aktion emotional mit einem Selbst macht und welche Emotionen und Reaktionen sie bei anderen auslöst. Jede Intervention wird kritisch-solidarisch reflektiert.
Letztlich sensibilisieren wir vor allem dafür, dass man alltäglichen Rassismus wahrnehmen und ihm begegnen muss und kann. Insofern machen wir Mut, die eigene Stimme zu erheben, Position zu beziehen.
Es gibt übrigens keine spezielle Zielgruppe für dieses Angebot – wir haben solche Seminare bei Kiezgruppen in Berlin, Vertretern von Parteien, in Betriebsversammlungen oder bei Musikveranstaltungen angeboten. Überall stößt man auf solche Parolen – und überall muss man damit umgehen können.

Für weitere Informationen: www.aufstehen-gegen-rassismus.de

Interview: Marko Junghänel

 

Darum bin ich in der Bildungsarbeit aktiv

Stephanie MerzStephanie Merz … teamt in Brannenburg - klar, dass sie als Anwältin ein Faible für das Thema Arbeitsrecht hat …

Wie bist du zum Teamen gekommen?

Während meines Studiums hatte ich als Tennis- und Ski-Lehrerin gearbeitet und fand es damals schon spannend, Menschen etwas beizubringen und zu erklären und sie für etwas, was sie noch nicht können, zu begeistern und an die Thematik heranzuführen. Als ich dann Anwältin wurde, dachte ich, dass es interessant sein könnte, diese Begeisterung für das Weitergeben von Wissen an dieser Stelle zu nutzen. Ich habe dann u. a. für ver.di b+b in Baden Württemberg Seminare durchgeführt. Es kamen immer mehr dazu – über Walter Lukas kam ich dann auch nach Brannenburg.

Du teamst überwiegend Seminare der Grundqualifikation für Betriebsräte und zum Arbeitsrecht. Wie kommt das?

Als Fachanwältin für Arbeitsrecht ist das einfach naheliegend, da ich tagtäglich damit zu tun habe, da wir in der Kanzlei ausschließlich die Arbeitnehmerseite und Betriebsräte vertreten und keine Arbeitgeber. Ich würde mich aber gern noch thematisch verbreitern – Arbeits- und Gesundheitsschutz; und etwas weg vom juristischen, hin zu z. B. Rhetorik, Coaching oder Mediation würden mich auch interessieren.

Gab es einen sichtbaren Bedarf an entsprechenden Seminarangeboten, den du wahrgenommen hast?

Ich hatte immer den Eindruck, dass für die Betriebs- und Personalräte Arbeitsrecht vor allem eines ist – langweilig, unnahbar und unverständlich. Ich will den Kolleginnen und Kollegen mit meinem Angebot den Einstieg in diesen Themenkomplex erleichtern, sodass sie das Rüstzeug bekommen, alle weiteren Schritte selbst zu gehen. Sie sollen ihre Rechte kennen – aber auch Grenzen ihres Wirkens sehen und Gefahren einschätzen können. Ich finde es toll, wenn ich sehe, wie die Teilnehmenden an dieser Aufgabe persönlich und fachlich wachsen.

Ein erster Schritt dazu ist, Bewusstsein zu schaffen …

Man kann alles lernen – auch die komplexe Materie des Arbeitsrechts. Bedarf gibt es jedenfalls, sich intensiver damit auseinanderzusetzen. Und ohne Formalien geht es nun mal nicht. Es kommt dann auf den Teamenden an, wie er das „appetitlich“ verpackt.

Bildung ist eine Zwei-Wege-Kommunikation. Wie funktioniert das in der Praxis bei dir?

Ich frage bei den Teilnehmenden zu Beginn des Seminars nach ihren praktischen Erfahrungen, Ängsten und Problemen und versuche das so weit wie möglich in das Seminar einzubeziehen. Ich bin der Meinung man muss die Menschen bei ihren tatsächlichen Problemen abholen und nicht einfach nur die Theorie übermitteln. Zum Beispiel: Im Betrieb soll eine neue Telefonanlage installiert werden. Welche Rolle soll, möchte und muss das Gremium einnehmen. Hier setze ich an. Ich nehme mir immer Zeit, auch individuelle Fragen zu beantworten.

Was sollten Menschen mitbringen, die künftig auch teamen wollen?

Man muss die Fähigkeit besitzen, sich in andere und deren Problem und Ängste hineinzuversetzen – empathisch zu sein. Und man muss komplexe Sachverhalte auf eine verständliche Sprache runterbrechen können. Und natürlich ist es hilfreich, wenn man grundsätzlich ein offener Mensch ist und Spaß an der Sache hat.

Man kann aber auch hier alles lernen …

Learning on the Job heißt das wohl neudeutsch. Das bedeutet, dass man nicht allein ist als neuer Teamender. Es gibt immer ein Backup und Rückendeckung von uns. Wichtig ist, einfach mal zu machen, anzufangen. Der Rest ergibt sich sehr schnell.

Rückblickend – was begeistert dich bis heute am Teamen?

Es macht einfach Spaß. Ich kann Lösungswege aufzeigen, kann Unterstützung anbieten, Sicherheit geben. Und last, but not least lernt man unheimlich interessante Menschen kennen. Arbeitsrecht ist am Ende gar nicht so schlimm, wie viele denken. Das spüren und reflektieren die Teilnehmenden am Ende eines Seminares durchgängig auch.

Und sonst?

Ich erlebe das Haus in Brannenburg immer als besonderen Ort für Seminare. Eine spürbar offene Atmosphäre, hilfsbereite Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – Zeit und Gelegenheit, sich zu entspannen (nicht immer für die Teamer, aber bestimmt immer für die Teilnehmer J ). Das ist auch ganz wichtig, dass man sich bei Seminaren rundum wohlfühlt.

Interview: Marko Junghänel

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Verdissimo!
Entspannen – entschleunigen und erholen im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Da unser Haus in einer landschaftlich und kulturell sehr reizvollen Umgebung liegt, erreichen uns regelmäßig Anfragen zu Pauschalaufenthalten. Diesem Anliegen wollen wir künftig folgen, um unseren Gästen abseits der touristischen Pfade einen Erholungsaufenthalt der besonderen Art zu ermöglichen. Wir möchten bewusst Anregungen bieten, die als Kontrastprogramm zur Hektik des Alltags dienen sollen. Je nach Jahreszeit bieten wir verschiedene Wohlfühl-Pakete an.
Wir haben aufgrund der steigenden Nachfrage für Urlaub und Erholung ein paar Wochen für Urlaubsgäste reserviert, die sich aufgrund der Jahreszeit besonders für einen Erholungsaufenthalt anbieten. Zusätzlich gibt es für diese Zeiträume vor Ort passend zur Jahreszeit noch Tipps für Besuche bei traditionellen Handwerksbetrieben, Imkern, Obstbauern, Käsereien, Destillerien, Märkten, regionalen Festlichkeiten und Konzerten.

Telefonische Anfragen beantworten unsere Kolleginnen an der Rezeption unter: 0 80 34 / 905-0.

Pfingstvolksfest Bad Aibling vom 2. bis 11. Juni
Wies'n-Einzug: Freitag, 02.06.

Traditionell findet wieder ein Standkonzert mit Freibierausschank am Marienplatz statt. Der festliche Einzug mit Salutschießen führt dann durch die Stadt zum Volksfestplatz. Dort wird das erste Fass vom 1. Bürgermeister Felix Schwaller angezapft. Festbetrieb: geöffnet Samstag, Sonn- & Feiertage ab 11 Uhr, Werktage ab 14 Uhr, Großer Vergnügungspark mit Autoscooter, Flipper, Wellenflug, Coco Bongo und vielem mehr.
Volksfestplatz, Krankenhausstraße, 83043 Bad Aibling
Informationen: info@fahrenschon-festzelte.de

Seeoner Bierweltreise
mit Biersommeliére & Touristikfachwirtin Andrea Wittmann

Vom Trost und Nahrung spendenden Gebräu der Benediktiner bis zur innovativen, dynamischen Braukultur führt Sie die außergewöhnliche Bierreise um die Welt! Genießen Sie mit allen Sinnen Natur, Kultur sowie nationale und internationale CAMBA - Bierspezialitäten bei einem Spaziergang mit bieriger Historie. Termine: Donnerstag 8. Juni, 6. Juli, 24. August 2017, Kosten: (inkl. Bierverkostung bzw. alkoholfreies Getränk): Erwachsene ohne Gästekarte: 16,00 € (mit Gästekarte: 13,00 €)
Großparkplatz Kloster Seeon (ehemaliges Bistro Leuchtenberg), Klosterweg 15, 83370 Seeon
Informationen und Anmeldung: Andrea Wittmann, Tel. 0151 15603577

Kultur im Park mit „Austria4“

Die Band „Austria4“ hat sich ganz dem Austro-Pop verschrieben und schon mehrfach das Publikum bei Kultur im Park zu Beifallsstürmen hingerissen. Die Lieder von Wolfgang Ambros, Rainhard Fendrich, Georg Danzer, STS und anderen Legenden werden in der Besetzung mit zwei Akustikgitarren, Bass und Schlagzeug – manchmal auch mit Gastmusikern an Keyboard und E-Gitarre dargeboten. Eine besondere Stärke der Band sind dabei die ausgefeilten Gesangsarrangements, die Klassiker wie „Großvater“ oder „Du entschuldige“ wieder aufleben lassen. Bei schlechtem Wetter findet das Konzert im Kurhaus statt. Der Eintritt ist frei.
Kurhaus – Brunnenhof, Wilhelm-Leibl-Platz 1, 83043 Bad Aibling
Informationen: www.antons-im-park.de

„Hoppla!“ Volkstheater Flintsbach

Wer kennt sie nicht „The Beggar`s Opera“ – die Gesellschaftssatire des John Gay aus dem Jahr 1728? Die Geschichte um den Bettlerkönig Peachum, den korrupten Polizeichef Lockit und den Frauenheld Mackie Messer. Der Autor und Regisseur Johannes Reitmeier, seit 2012 Intendant am Tiroler Landestheater Innsbruck, hat mit dem leider schon verstorbenen Komponisten Roger Boggasch aus der Vorlage von John Gay eine bairische Fassung der Bettleroper geschaffen. Die Sprache ist bairisch - Ort, Handlung und Kostüme sind in den 1920er Jahren in London angesiedelt. Dort sorgen Mackie Messer mit seiner Bande, die heiratswilligen Töchter Polly und Lucy, eine Schar Flitscherl, die "Schwarzen Witwen" und noch viele andere skurrilen Gestalten für einen Ausflug in die Welt der Bettler, Gauner, Huren und verlassenen Frauen. Ein musikalisches, lustiges, bilder- und farbenreiches, freches, schmissiges und ohrwurmverdächtes Theaterfeuerwerk.
Volkstheater Flintsbach e. V., Theaterweg 2, 83126 Flintsbach a.Inn
Informationen: www.volkstheater-flintsbach.de

Wanderausstellung „Bilderzyklus Weltreligionen“
Wanderausstellung: 4.Station (bis Ende Juni), von Christine Hötzendorfer aus Waging am See

In einem Zeitraum von zwei Jahren entstanden sieben 1,60 m und 0,65 m hochformatige Bilder. Mit den verschiedensten Materialien unterlegt, wurde das Thema 'Weltreligionen' in abstrahierender Technik in den Mittelpunkt jeden Bildes gesetzt. Eine Herausforderung für die Malerin. Wie ein roter Faden zieht sich ihr großes Interesse an diesem Thema seit Jahren durch ihre Arbeiten. Ein hartes Ringen angesichts der momentanen politischen Situation, in der wir fast täglich mit Glaubenskämpfen und Verfolgung religiöser Minderheiten konfrontiert werden. Unsicherheit und Mutlosigkeit, auch Angst vor der eigenen Courage, stellten die Arbeit teilweise infrage.
Walburgiskirche, Klosterweg, 83370 Seeon
Informationen: www.atelier-hoetzendorfer.de

Peter Ludwig – Zwielicht
Der Arbeitskreis 68 präsentiert: „Zwielicht“, Fotokunst von Peter Ludwig

Am Samstag, 13. Mai 2017, eröffnete der Arbeitskreis 68 die Fotoausstellung „Zwielicht“ in der Galerie im Ganserhaus. Dort präsentiert Peter Ludwig rund 70 großformatige Bilder aus dem Genre künstlerische Fotografie mit Motiven, die auf vielschichtige Art in Beziehung zu Wasserburg und seinen Bewohnern stehen. „Zwielicht“ zeigt das Ergebnis eines neuen, kreativen Engagements, das für Peter Ludwig in den letzten Jahren mehr und mehr an Bedeutung gewann. Denn eigentlich ist Peter Ludwig Pianist, Komponist und Arrangeur. Neben dem Musikerberuf widmet sich der Wasserburger Künstler der Film und Fotokunst. Deshalb lassen sich in seinen Kompositionen und in den jetzt vorgestellten fotografischen Arbeiten viele Gemeinsamkeiten entdecken. Beides verbindet eine charmante, unaufdringliche Poesie.
Galerie im Ganserhaus, Schmidzeile 8, 83512 Wasserburg a. Inn
Informationen: www.arbeitskreis68.de

PHARAO

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuen, szenografischen Blick auf das Leben zu jener Zeit. Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte ermöglichen jedem Besucher ein Bild der ältesten Hochkultur der Welt.
Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen. MO-FR von 10:00 bis 18:00 Uhr und SA, SO und FEI von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Informationen: www.lokschuppen.de

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