Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 05/2018 vom 26.04.2018

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

wer würde sich da nicht freuen – ein Feiertag mitten im Frühling! Natürlich ist der 1. Mai auch ein Tag, um mit der Familie etwas zu unternehmen, Freunde zu treffen, es sich gut gehen zu lassen. Unter dem Wohlgefühl eines arbeitsfreien Tages vergisst man dann aber womöglich, warum es diesen Tag gibt, welche Geschichte er hat und dass er bis heute wichtig ist und an Aktualität nichts eingebüßt hat.

Unter dem Stichwort „Kundgebung“ bietet der Duden diese Erklärung an: öffentliche, politische Versammlung [unter freiem Himmel], [öffentliche] Äußerung, Bekanntgabe.

Und genau darum geht es, wie Günter Zellner vom DGB in Oberbayern erläutert. Gewerkschaften sollen an diesem Tag (und hoffentlich nicht nur an diesem) öffentlich zeigen, wie viele Menschen sie mobilisieren können, die vereint und entschlossen ihre Rechte als Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer einfordern.

Dass diese „Äußerungen und Bekanntgaben“ dann immer etwas mit der politischen Großwetterlage zu tun haben, versteht sich von selbst. In diesem Sinne: Fordern wir auf den Straßen und Plätzen dieser Republik am 1. Mai "Solidarität, Vielfalt, Gerechtigkeit" – ganz nach dem Motto, unter das der DGB in diesem Jahr den Tag der Arbeit gestellt hat.

Herzliche Grüße aus Brannenburg
vom Team des Hauses am Fuße des Wendelsteins

 

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Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Manfred Weidenfelder
Fon: 08034/905-0
manfred.weidenfelder@verdi.de 

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 26. April 2018
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • BPersVG: Einstieg leicht gemacht
    Einführung und Überblick (PR 1)
    BA 01 180611 01
  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
    Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

    BA 01 180617 01
  • Mensch geht vor!
    Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

    BA 01 180617 02
  • Einführung in das Arbeitsrecht 2
    Inhalt des Arbeitsverhältnisses

    BA 01 180624 01
  • Klare Rede, starke Wirkung! – Teil 1
    Redesituationen vor großen Gruppen meistern
    [Info]
    BA 01 180624 03
  • Psychische Belastungen [Info]
    BA 05 180704 01
  • Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
    BA 01 180709 02
  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
    Überblick und Regelungsbedarf

    BA 01 180709 03
  • Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes:
    Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung
    BA 01 180709 01
  • Agieren statt reagieren
    Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

    BA 01 180715 01
  • Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 2
    Besondere rhetorische Herausforderungen
    [Info]

    BA 01 180715 03
  • Wirtschaftsausschuss 1
    Grundlagen der Wirtschaftsausschussarbeit - Organisation der wirtschaftlichen Mitwirkung

    BA 01 180716 12
  • Grundlagenseminar zum Sozialrecht für die gesetzliche Interessenvertretung
    BA 05 180722 03
  • Einführung in das Arbeitsrecht 1
    Begründung des Arbeitsverhältnisses

    BA 01 180722 02 

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

 

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

17.06.2018 - 22.06.2018
A 01 180617 01 [ Anmelden ]
Alexander Röck, Michael Theil
22.07.2018 - 27.07.2018
BA 01 180722 01 [ Anmelden ]
Elfriede Martin, Tony Luis Guerra
16.09.2018 - 21.09.2018
BA 01 180916 01 [ Anmelden ]
Walter Lukas, N.N. 
14.10.2018 - 19.10.2018
BA 01 181014 01 [ Anmelden ]
Thomas Nicolai,  N.N

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten.
In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten.
Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

17.06.2018 - 22.06.2018
BA 01 180617 02 [ Anmelden ]
Andrea Breme, NN
07.10.2018 - 12.10.2018
BA 01 181007 01 [ Anmelden ]
Werner Bareth, Elfriede Martin

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar ‚Mensch geht vor!‘ liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.
Personelle Angelegenheiten - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotional aufgeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.
In all diesen Fällen ist die gesetzliche Interessenvertretung gefordert, denn: keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen
  • Grundsätze der Personalplanung

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)

15.07.2018 - 20.07.2018 
BA 01 180715 01 [ Anmelden ]
Werner Bareth, Thomas Gotthardt
14.10.2018 - 19.10.2018
BA 01 181014 02 [ Anmelden ]
Alexander Röck, Werner Tomek

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Unser Seminar ‚Agieren statt reagieren‘ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbestimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann.
Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei  Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und  Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.
Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

Betriebsverfassungsrecht: Auffrischung
Grundlagen aktualisieren - Interessen effektiver vertreten

24.09.2018 - 28.09.2018
BA 01 180924 03 [ Anmelden ]
Walter Lukas

Hinweis: Dies Seminar richtet sich an langjährige Betriebsratsmitglieder , die ihr (Grundlagen-)Wissen auffrischen möchten.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1095,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die aktuellen Änderungen von Gesetzen und in der Rechtsprechung zu kennen, verhilft Ihnen als Betriebsratsmitglied zu mehr Sicherheit bei der Beratung von Kolleginnen und Kollegen, bei Entscheidungen im Gremium und Verhandlungen mit dem Arbeitgeber.
Aus diesem Grund richtet sich dieses Seminar nicht allein an Betriebsratsvorsitzende und Sprecher/-innen von Ausschüssen, sondern an alle Betriebsratsmitglieder, die ihr Wissen gern auf dem neuesten Stand halten möchten.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Mitbestimmung nach § 87 BetrVG (Persönlichkeitsrechte, Entgeltgleichheit, Betriebsvereinbarung, Verhandlung)
  • Personelle Angelegenheiten (Einfluss auf Personalplanung, Einstellung, Versetzung, Eingruppierung, Kündigung)
  • Betriebliche Veränderungen (Beschäftigungssicherung, Sozialplan, Interessenausgleich)Geschäftsführung und wichtigste Aufgaben
  • Exemplarisches aus der neueren Rechtsprechung

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

11.06.2018 - 15.06.2018
BA 01 180611 01 [ Anmelden ]
Henning Reimann, N. N.

Freistellungsgrundlagen:  § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 920,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten?
Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts.

Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen
Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten (PR 2)

24.09.2018 - 28.09.2018
BA 01 180924 01 [ Anmelden ]
Celile Aydinlioglu, Stephan Kuchenbecker

Hinweis: Besuch des PR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG
Seminargebühr: 920,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Aufbauend auf  ‚BPersVG: Einstieg leicht gemacht‘ werden Ihnen in diesem Seminar weitere grundlegende Kenntnisse vermittelt, die Personalratsmitglieder benötigen, um die Interessen der Beschäftigten in personellen und sozialen Angelegenheiten wirksam vertreten zu können.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • So geht‘s: Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Nur mit uns! Beteiligungsrechte bei personellen und sozialen Angelegenheiten
  • Interne Hierarchien: Die Stufenvertretung
  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte - Einigungsstelle - Verfahrensrecht
  • Schriftlich festhalten: Dienstvereinbarungen zwischen Personalrat und Dienststellenleitung

Einführung in das Arbeitsrecht 1
Begründung des Arbeitsverhältnisses

22.07.2018 - 27.07.2018
BA 01 180722 02 [ Anmelden ]
Stephanie Merz, Werner Haub

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Gesetzliche Interessenvertretungen sind in ihrem Arbeitsalltag mit einer Vielzahl juristischer Probleme und Aufgabenstellungen konfrontiert. Die Arbeit in einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert deshalb grundlegende Kenntnisse über die Inhalte der einschlägigen Gesetze und der dazu ergangenen Rechtsprechung sowie über den Umgang damit. Bei der Vielzahl der Gesetze ist es jedoch oft schwer, sich zurechtzufinden und den Überblick zu behalten.
In Teil 1 dieser Seminarreihe wird zunächst das Basiswissen über die Strukturen des vielschichtigen Arbeitsrechtssystems vermittelt, und es werden arbeitsrechtliche Grundbegriffe geklärt. Im Anschluss werden die rechtlichen Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Anbahnung, der Begründung sowie dem Bestand eines Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten) ergeben können, besprochen.
Darüber hinaus werden die jeweiligen Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsquellen des Arbeitsrechts, Geschichte und Aufbau des Arbeitsrechtssystems
  • Wesen und Funktion des Arbeitsrechts, Grundbegriffe, Rechtsquellen
  • Abgrenzung zwischen individuellem und kollektivem Arbeitsrecht
  • Begründung des Arbeitsverhältnisses
  • Inhalte des Arbeitsvertrags
  • Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag
  • Weisungsrecht des Arbeitgebers
  • Praxisfälle aus der aktuellen Rechtsprechung

Einführung in das Arbeitsrecht 2
Inhalt des Arbeitsverhältnisses

24.06.2018 - 29.06.2018
BA 01 180624 01 [ Anmelden ]
Thomas Rosenland, Werner Haub
09.09.2018 - 14.09.2018
BA 01 180909 01 [ Anmelden ]
Thomas Rosenland, N. N.

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Es existiert eine schon fast unüberschaubare Zahl von Gesetzen, die Mindeststandards für Arbeitsverträge festlegen. Außerdem sind viele arbeitsrechtliche Grundsätze durch die Rechtsprechung entwickelt worden (Richterrecht).
Dieses Seminar gibt insbesondere einen Überblick über die bestehenden Schutzgesetze, über die Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung und die Ansprüche der Beschäftigten aus dem Teilzeit- und Befristungsgesetz. Die Schutznormen für die Beschäftigten und die jeweiligen Rechte aus den Gesetzen werden unter Berücksichtigung und im Zusammenhang mit den Beteiligungsrechten der gesetzlichen Interessenvertretung erläutert.

Behandelt werden u.a. folgende Themen:

  • Mindeststandards, die ein Arbeitsvertrag erfüllen muss (AGB-Kontrolle, Verhältnis zum Tarifvertrag)
  • Vergütung und Gratifikation
  • Überblick über die wichtigsten Schutzgesetze
  • Grundsätze der Arbeitnehmerhaftung
  • ezahlte und unbezahlte Freistellungsansprüche im Arbeitsverhältnis

Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zum Inhalt des Arbeitsverhältnisses.

Arbeitsrecht des öffentlichen Dienstes
09.07.2018 - 13.07.2018
BA 01 180709 02 [ Anmelden ]
N. N.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Das Arbeitsrecht für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes ist sehr stark von Tarifverträgen (insbesondere vom TVöD) geprägt. In diesem Seminar lernen Sie die Aspekte des Arbeitsrechts kennen, die nicht in den Tarifverträgen geregelt sind und trotzdem eine große Bedeutung für eine erfolgreiche Arbeit in der Interessenvertretung haben. In kompakter Form werden die Grundzüge des individuellen Arbeitsrechts dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundbegriffe und Rechtsquellen des Arbeitsrechts
  • Überblick: Allgemeine gesetzliche Grundlagen zum individuellen Arbeitsrecht
  • Probleme bei der Begründung des Arbeitsverhältnisses
  • Darstellung gesetzlicher Grundlagen zu den Inhalten des Arbeitsverhältnisses
  • Überblick: Beendigung des Arbeitsverhältnisses (Befristung, Kündigung, Aufhebungsvertrag)
  • Recht bekommen: Arbeitsgericht und Grundzüge des Verfahrensrechts

Hinweis: Aufbauend auf diesem Seminar kann die dreiteilige Seminarreihe zum Arbeitsrecht besucht werden. Diese Seminare vermitteln insbesondere zu den gesetzlichen Grundlagen des individuellen Arbeitsrechts vertiefende Kenntnisse. Da neben den Gesetzen zum Arbeitsrecht die Tarifverträge die wichtigsten Arbeitsgrundlagen der gesetzlichen Interessenvertretung sind, werden darüber hinaus noch Spezialseminare zum TVöD angeboten, z.B. ‚TVöD-Grundlagen: Einführung und Überblick‘.

Grundlagenseminar zum Sozialrecht für die gesetzliche Interessenvertretung
22.07. – 27.07.2018
BA 05 180722 03 [ Anmelden ]
Thomas Rosenland

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Angefangen von der Mitbestimmung bei der Einstellung bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses - überall bestehen Schnittstellen zwischen Arbeits- und Sozialrecht. Damit Sie sicher in den unterschiedlichen Rechtsgebieten agieren können, bietet Ihnen dieses Seminar einen grundlegenden Einstieg in die Hauptaspekte des Sozialrechts und deren Umsetzung in die Interessenvertretungsarbeit.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundlagen der sozialen Sicherung, Regelungsschwerpunkte und Aufbau
  • Stellung des Sozialrechts im Rechtssystem
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses und die sozialrechtlichen Folgen
  • Beschäftigungssichernde Regelungen und soziale Folgen, z.B. Kurzarbeit, Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften
  • Sozialrechtliche Aspekte bei Leiharbeit, Minijobs und Befristungen
  • Transfermaßnahmen
  • Sozialrecht und Möglichkeiten der Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Aktuelle Rechtsprechung

Gesunde Arbeit - gesunder Betrieb
Grundlagen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz für gesetzliche Interessenvertretungen

10.09.2018 - 14.09.2018
BA 01 180910 02 [ Anmelden ]
Elfriede Martin

Hinweis: Besuch des BR 1-/PR 1-/SBV 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Arbeits- und Gesundheitsschutz zählt zu den zentralen Handlungsfeldern der gesetzlichen Interessenvertretung.
In diesem Seminar können Sie Ihre Rolle und Handlungsmöglichkeiten als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung herausarbeiten, auch vor dem Hintergrund steigender Belastungen der Beschäftigten. Dazu werden betriebliche Beispiele von „gesunder Arbeit“ dargestellt und Lösungswege für konkrete betriebliche Gesundheitsprobleme mit Ihnen gemeinsam entwickelt.
Das Seminar vermittelt die rechtlichen und fachlichen Grundkenntnisse, die jedes Betriebs- bzw. Personalratsmitglied laut der Rechtsprechung des BAG bzw. des Bundesverwaltungsgerichts benötigt - mit entsprechendem Freistellungsanspruch.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Aufgaben, Rechte und Handlungsmöglichkeiten von Betriebsrat, Personalrat, MAV, SBV, Arbeitsschutzausschuss
  • Arbeit - Gesundheit - Krankheit: Zusammenhänge und Trends
  •  Ansatzpunkte und Maßnahmen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes
  • Arbeitsschutzsystem: Verantwortliche, Kompetenzen, Zusammenarbeit
  • Die wichtigsten Arbeitsschutzvorschriften im Überblick
  • Gefährdungsbeurteilung nach § 5 ArbSchG
  • Gute Arbeit, Prävention, Gesundheitsmanagement, Gesundheitsförderung (Überblick und Orientierung)
  • Systematisches Vorgehen und gute Praxisbeispiele für gesetzliche Interessenvertretungen

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
Überblick und Regelungsbedarf

09.07.2018 - 13.07.2018
BA 01 180709 03 [ Anmelden ]
Emmy Sommerer, N. N.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), die § 84 Abs. 2 SGB IX vorsieht, ist eine sinnvolle Verpflichtung für den Betriebs-/Personalrat und gilt für alle Beschäftigten.
Das Eingliederungsmanagement soll alle Erkrankten bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz unterstützen, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und die Beschäftigung bis zur Rente sichern. Betriebliches Eingliederungsmanagement ist somit ein Teilaspekt der betrieblichen Gesundheitsförderung und ist damit nicht nur für die Schwerbehindertenvertretung, sondern auch für den Betriebs-/Personalrat eine wichtige Aufgabe.
Dieses Seminar bietet Ihnen eine Einführung in die Bestandteile und Abläufe des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Checklisten und beispielhafte Regelungen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen werden vorgestellt und erläutert.

Psychische Belastungen und Beanspruchungen
Grundlagen

04.07.2018 - 06.07.2018
BA 05 180704 01 [ Anmelden ]
Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 775,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Endlich stehen die psychischen Belastungen im Arbeitsschutzgesetz! Und durch die Zusammenführung der Bildschirmarbeitsverordnung mit der Arbeitsstättenverordnung sind die psychischen Belastungen noch eindeutiger ins Zentrum der Aufmerksamkeit und der Pflichten im Arbeitsschutz gerückt.
Zeit also, wirklich im Betrieb auf die Umsetzung der gesetzlichen Grundlagen zu drängen und die betrieblichen Akteure ans Arbeiten zu bringen. Das geht leichter, wenn die betriebliche Interessenvertretung gut weiß, worum es geht.

In diesem Seminar werden die Grundlagen für den Umgang mit dem Thema gelegt:

  • Mitbestimmungsrechte im Arbeitsschutz
  • Was genau sind eigentlich psychische Belastungen?
  • Wie geht eine Gefährdungsbeurteilung dafür, welche Methoden helfen
  • Welche Akteure können im Betrieb den Arbeitgeber unterstützen, mit wem kann die betr. Interessenvertretung zusammenarbeiten?
  • Methodenmix, was passt zu welcher Situation?
  • Und nach der Gefährdungsbeurteilung - was kann getan werden?

Psychische Belastungen und Beanspruchungen - Werkstatt
Praxisseminar zur Umsetzung

11.09.2018 - 13.09.2018
BA 05 180911 13 [ Anmelden ]
Sabine Heegner

Hinweis: vorherige Teilnahme an dem Seminar Psychische Belastungen und Beanspruchungen - Grundlagen

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 775,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 124,95 € inkl. MwSt.

Im Grundlagenseminar wurden rechtliche Grundlagen und einige Verfahren zur Erhebung psychischer Belastungen vermittelt. Dieses Praxisseminar baut darauf auf und legt den Schwerpunkt auf die Umsetzung im Betrieb. Dieses Seminar richtet sich an Betriebs- und Personalräte, sowie MAV-Mitglieder, die ein Grundseminar zum Thema absolviert haben und jetzt ihre Praxis gemeinsam mit anderen reflektieren und mit neuem Schwung versehen wollen.

Oft ist es nach dem Seminar nicht einfach, das Wissen im Betrieb anzubringen und den Arbeitgeber und die betrieblichen Arbeitsschützer zu überzeugen, ihre Arbeit auch wirklich zu tun. Die Situation stagniert manchmal. Die vom Arbeitgeber durchgeführte Gefährdungsbeurteilung ist die wirkungsvolle Voraussetzung, Maßnahmen gegen krankmachende Arbeitsbedingungen vereinbaren können.

In dieser Werkstatt bringen die Teilnehmenden ihren Umsetzungsstand ein und bekommen Beratung zum weiteren Vorgehen.

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
02.09.2018 - 07.09.2018
BA 01 180902 02 [ Anmelden ]
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG,  analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes:
Beteiligungsrechte und Handlungsmöglichkeiten der gesetzlichen Interessenvertretung

09.07.2018 - 13.07.2018
BA 01 180709 01 [ Anmelden ]
Christiane Berger

Hinweis: Besuch des BR 1-/PR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die moderne Daten- und Informationstechnologie und die Digitalisierung der Arbeitswelt bieten ungeahnte Möglichkeiten für einen Informationsaustausch in ‚Echtzeit‘, schnelle Datenerhebung und Datenspeicherung, Verhaltens- und Leistungskontrollen, Feststellung des Aufenthaltsortes der Beschäftigten und vieles mehr. Technisch ist dabei (fast) alles möglich - doch wo liegen die rechtlichen und aus Sicht der gesetzlichen Interessenvertretung betriebspolitischen Grenzen der Zulässigkeit der Nutzung von personenbezogenen Daten?
Den Datenschutz im Betrieb/in der Dienststelle zugunsten der Beschäftigten zu gestalten und umzusetzen, ist zu einer wichtigen Aufgabe der gesetzlichen Interessenvertretung geworden. Das Seminar stellt die rechtlichen Grundlagen des Arbeitnehmerdatenschutzes vor und zeigt u.a. Möglichkeiten und Instrumente der Umsetzung eines an den Bedürfnissen der Beschäftigten orientierten Datenschutzsystems auf.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Rahmenbedingungen und aktuelle Entwicklungen des Datenschutzes: EU-Datenschutz-Grundverordnung, Bundes-/Landesdatenschutzgesetze
  • Anwendungsbeispiele von technischen Einrichtungen und IT-Systemen zur automatisierten Datenverarbeitung
  • Zulässigkeit und Grenzen einer Verhaltens- und Leistungskontrolle von Beschäftigten (z.B. bei Personalinformationssystemen und Videoüberwachung)
  •  Formen und Einsatz moderner Informations- und Kommunikationstechnik
  • Darstellung der Beteiligungs- und Mitbestimmungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Erarbeitung von Eckpunkten einer Rahmenbetriebs-/Dienstvereinbarung zum Datenschutz zum Einsatz von IuK-Technik

Wirtschaftskompetenz
Wirtschaftliches Grundwissen für Interessenvertretungen

10.09.2018 - 14.09.2018
BA 01 180910 03 [ Anmelden ]
Michael Theil

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Spätestens bei der jährlichen Unterrichtung über die Lage des Unternehmens durch den Arbeitgeber werden Sie als Betriebsratsmitglied mit wirtschaftlichen Informationen konfrontiert. Nahezu alle betrieblichen Veränderungen werden mit ökonomischen Notwendigkeiten und Konkurrenzbedingungen begründet. Wirtschaftliche Informationen grundsätzlich zu verstehen und vor dem Hintergrund eigener betrieblicher Erfahrungen und externer Quellen interpretieren zu können, sind Voraussetzungen Ihrer Arbeit im Rahmen Ihrer Mitbestimmungsrechte und -pflichten.
Dazu bietet Ihnen dieses Seminar den passenden Einstieg und ermöglicht Ihnen neben einer qualifizierten Grundinformation auch das Erörtern konkreter Fragen und eine Vertiefung durch Übungen anhand von Fallbeispielen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundlagen unternehmerischen Handelns; Leistungserstellung und Wertschöpfung in Betrieb und Unternehmen
  • Wirtschaftliche Grundbegriffe klären: Umsatz, Ertrag, Kosten, Gewinn, Profit, Kapital, Rendite, Deckungsbeitrag, Shareholder Value
  • Unternehmensverfassung: Rahmenbedingung wirtschaftlichen Handelns
  • Wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens erkennen und bewerten
  • Der wirtschaftliche Jahresbericht
  • Externe und interne Informationsquellen nutzen
  • Wirtschaftliche Informationen und Geheimhaltungspflichten 

Wirtschaftsausschuss 1
Grundlagen der Wirtschaftsausschussarbeit - Organisation der wirtschaftlichen Mitwirkung

16.07.2018 - 20.07.2018
BA 01 180716 12 [ Anmelden ]
Michael Theil

Hinweis: Besuch des BR 1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1095,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Wirtschaftsausschuss (WA) ist das gesetzliche Instrument der Interessenvertretung zur Mitwirkung bei wirtschaftlichen Angelegenheiten.
In diesem Seminar werden neben der Darstellung der gesetzlichen Rechte und Pflichten des Wirtschaftsausschusses typische Probleme der Wirtschaftsausschusstätigkeit bearbeitet. Sie lernen die Planung und Organisation der Arbeit des Wirtschaftsausschusses praxisorientiert kennen. Ausgewählte betriebswirtschaftliche Fachbegriffe und ihre Bedeutung für die Interessenvertretung der Beschäftigten werden Ihnen erläutert.
Sie setzen sich im Seminar mit der Struktur und den Inhalten des Jahresabschlusses und seiner Hauptbestandteile, der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV), auseinander. Dabei wird die strategische Bedeutung des Wirtschaftsausschusses für die Arbeit der Interessenvertretung behandelt und diskutiert.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtliche Grundlagen der Arbeit des Wirtschaftsausschusses (§§ 106 ff. BetrVG)
  • Planung und Organisation der Arbeit des Wirtschaftsausschusses
  • Informationsrechte und -pflichten in wirtschaftlichen Angelegenheiten
  • Durchsetzung der Informations- und Beratungsrechte
  • Unternehmensplanung und -steuerung
  • Überblick über die Struktur des Jahresabschlusses

Bilanzanalyse leicht gemacht mit Hilfe von BiWin
Das betriebswirtschaftliche Informationssystem für Betriebsräte

22.10.2018 - 26.10.2018
BA 05 181022 01 [ Anmelden ]
Michael Theil

Hinweis: Die Teilnehmenden sollten über Grundkenntnisse in MS-Excel ® verfügen.

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1095,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Viele Interessenvertreter/-innen haben den Anspruch, den Jahresabschluss des Unternehmens zu
verstehen und die Bilanz lesen zu können. Oft empfinden sie diese Zahlenwerke jedoch als
undurchschaubar. In diesem Seminar wird der Jahresabschluss auf leicht verständliche Art und
Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Die Bestandteile des Jahresabschlusses werden
Schritt für Schritt im Einzelnen bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs
(HGB) erläutert.
Systematisch werden die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung,
unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), dargestellt und ihre
Bedeutung diskutiert. Ebenfalls werden der Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des
Lageberichts beim Jahresabschluss zur Einschätzung der wirtschaftlichen Lage erörtert.
Unter Verwendung eines Schemas für die Bilanzanalyse wird ein Jahresabschluss bearbeitet und eine
Einschätzung anhand von entsprechenden Auswertungsbögen des analysierten Unternehmens
vorgenommen.
Im Seminar werden ausgewählte Kennzahlen dargestellt, und es werden praktische Hinweise für die
Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Das Informationssystem eines Unternehmens
  • Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung zur Struktur
  • Bilanzanalyse anhand eines Musterunternehmens
  • Der Jahresabschluss als Informationsquelle für die gesetzliche Interessenvertretung

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
Redesituationen vor großen Gruppen meistern

24.06.2018 - 29.06.2018
BA 01 180624 03 [ Anmelden ]
Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Diese Preise gelten nur die Seminare in 2018.
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Arbeit als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert mehr als einen professionellen Umgang mit Gesetzestexten. Auch an die Art und Weise Ihres Auftretens und an Ihr rhetorisches Geschick werden hohe Ansprüche gestellt, z.B. beim Auftritt auf der Betriebs-/Personalversammlung, bei der Gestaltung kurzer Redebeiträge oder längerer Überzeugungsreden und bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber.
Neben den Inhalten und dem Aufbau entscheiden der Redestil, die Körpersprache und die innere Haltung über die Wirkung von Redebeiträgen. Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah und mit Spaß die Grundlagen erfolgreicher Rhetorik, angefangen bei der Überwindung von Lampenfieber und Sprachhemmungen, dem bestmöglichen Aufbau einer Rede, der angemessenen und persönlich stimmigen Körperhaltung, dem richtigen Stimmeinsatz bis hin zum souveränen Umgang mit möglichen Störungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie formuliere ich zündend, überzeugend und verständlich?
  • Wie gehe ich produktiv mit meiner Redeangst um?
  • Was kann mich bei der Vorbereitung und bei der Rede selbst unterstützen?
  • Wie setze ich Sprache und Körpersprache zielgerichtet ein?
  • Wie gehe ich mit Störungen um?

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 2
Besondere rhetorische Herausforderungen

15.07.2018 - 20.07.2018
BA 01 180715 03 [ Anmelden ]
Hans-Rudolf Schiesser

Hinweis: Besuch des Seminars ‚Klare Rede, starke Wirkung - Teil 1‘

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV
Seminargebühr: 995,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Rhetorisches Geschick und Feingefühl sind für die freie Rede ebenso wichtig wie bei der Gremienarbeit, in Sitzungen und am Arbeitsplatz. Alle von uns ausgehenden (nicht-)verbalen Signale beeinflussen nachhaltig die Kommunikation mit unseren Mitmenschen.
Besondere Situationen, wie z.B. die politische Rede im Freien oder die Überzeugungsrede vor „andersdenkendem“ Publikum werden in diesem Seminar genauer unter die Lupe genommen und gezielt vorbereitet. Die innere Haltung zu mir selbst, zu meinem Gegenüber und zum Inhalt meiner Rede kann den Erfolg entscheidend beeinflussen.
In freundlicher und unterstützender Atmosphäre können Sie hier Ihre seit dem Grundseminar gemachten Redeerfahrungen reflektieren und Ihre Redekompetenz weiterentwickeln.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Differenzierung von Redeanlässen - dem Anlass gemäße Beiträge vorbereiten
  • Präsenz vor Publikum - Tipps und Tricks ausprobieren. Feedback und Ideen zur Schärfung des persönlichen Redeprofils
  • Mit (unangenehmen) Reaktionen aus dem Publikum umgehen - Wege finden, gelassen und humorvoll zu bleiben
  • Lebendige Dramaturgie und unterstützende Visualisierung von längeren Redebeiträgen

Öffentlichkeitsarbeit der gesetzlichen Interessenvertretung
Mehr Präsenz im Betrieb schaffen!

17.09.2018 - 21.09.2018
BA 01 180917 02 [ Anmelden ]
Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Öffentlichkeitsarbeit ist sowohl Kommunikationsinstrument als auch strategisches Mittel zur Zielerreichung. Durch regelmäßige Information und Transparenz u.a. über aktuelle Projekte wird zudem Vertrauen für die Arbeit der Interessenvertretung geschaffen. Gut informierte Beschäftigte können der gesetzlichen Interessenvertretung zum Beispiel in Verhandlungsprozessen mit dem Arbeitgeber Rückhalt geben.
Ziel des Seminars ist es, neben den rechtlichen Grundlagen auch Ziele, Methoden und Möglichkeiten einer beschäftigtenorientierten, wirkungsvollen Öffentlichkeitsarbeit darzustellen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Begriffsklärung; Abgrenzung zu anderen Maßnahmen (z.B. Werbung)
  • Ziele, Aufgaben und Nutzen der Öffentlichkeitsarbeit aus Sicht der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Rechtliche Grundlagen, z.B. in Bezug auf Umfang und Inhalt von Öffentlichkeitsarbeit; Presse- und Versammlungsrecht
  • Methoden der Öffentlichkeitsarbeit (Versammlungen, Sprechstunden, Aktionen etc.)
  • Mittel der Öffentlichkeitsarbeit (vom ‚Schwarzen Brett‘ bis zur Nutzung digitaler sozialer Medien)
  • Unterschiede zwischen betriebsinterner und betriebsübergreifender Öffentlichkeitsarbeit
  • Beispiele zielgruppenorientierter, kreativer Öffentlichkeitsarbeit: Was erregt Aufmerksamkeit? Was spricht an?

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

Arbeitnehmer/-innen-Rechte artikulieren, Gewerkschaft sichtbar machen

Günter ZellnerDer 1. Mai gilt seit 1890 als Kampftag der abhängig Beschäftigten. Ein Gespräch mit Günter Zellner, Regionsgeschäftsführer des DGB in der Region Oberbayern.

Der 1. Mai hat eine lange Geschichte …

Die Anfänge reichen bis ins Jahr 1889 zurück als sich etwa 400 Delegierte sozialistischer Parteien und Gewerkschaften vieler Länder zu einem Kongress in Paris trafen. Während des Treffens wurde auch die Frage diskutiert, ob es nicht einen Tag im Jahr geben solle, an dem die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer öffentlich auf ihre Rechte hinweisen sollen – gewissermaßen kundtun, was ihnen wichtig ist.
Ein zentrales Anliegen jener Zeit reicht aber noch weiter zurück – mindestens bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts. Gewerkschaften in Australien und in den USA hatten zum Kampf gegen die extrem langen Arbeitszeiten und oft unhaltbaren Zustände in den Fabriken aufgerufen. Dieser 1. Mai war also immer mit dem Thema Arbeitszeit verbunden. Und er markiert den Zeitpunkt, an dem die Beschäftigten erstmals und öffentlich wahrnehmbar für ihre Rechte eintraten. Erst später entwickelte sich daraus eine internationale Bewegung – die Themen blieben aber immer gleich.
Wer einen detaillierten Überblick über die Geschichte des 1. Mai sucht, findet beim DGB Bundesvorstand eine umfassende Zusammenstellung der wichtigsten Meilensteine. [LINK]

Ging es ausschließlich um Arbeitszeitverkürzungen?

Das war das drängendste Thema der Menschen damals. 12 und 13 Stunden Arbeit waren keine Seltenheit – es ging um die flächendeckende Einführung des Acht-Stunden-Tages. Hier sieht man auch die Parallelen zum 1. Mai heute: Das Thema Arbeitszeit bewegt auch 2018 wieder die Menschen. In den aktuellen Tarifrunden wird das sichtbar. Dort wird dieser Aspekt unter dem Titel „Wem gehört die Zeit“ verhandelt. Es geht schlichtweg um mehr Zeitsouveränität für jeden Einzelnen.

Was hat der 1. Mai – historisch gesehen – in Deutschland bewegt?

Die Erfolge lassen sich zum Beispiel an der Kampagne zum freien Wochenende unter dem Motto „Samstags gehört Vati mir“ ablesen. Überhaupt lassen sich die Geschichte und die Erfolge dieses Tages am besten an den Mai-Plakaten aus den entsprechenden Jahren ablesen. Auch hier hat der DGB eine beeindruckende Übersicht über die Plakate der letzten Jahrzehnte zusammengestellt. [LINK]
Der 1. Mai war und ist immer auch ein politischer Tag und Spiegel gesellschaftlicher Realität. Daraus lassen sich die brisanten Themen der Zeit ablesen, die weit über das Thema Arbeitszeit hinausreichen. In den Aufbaujahren ging es tatsächlich um die Fünf-Tage-Woche und den freien Samstag.
In den 1990er Jahren vor dem Hintergrund der heraufziehenden Globalisierung haben wir das Thema Würde des Menschen“ in den Mittelpunkt gerückt – Arbeit ist eben nicht nur ein Kostenfaktor, sondern hat unmittelbar etwas mit der Würde des Menschen zu tun.
Schließlich spielte die Frage von Frieden und Abrüstung in Europa und der Welt immer eine Rolle. Diese Bewegung erlebte vor allem in den 1970er Jahren ihren Höhepunkt und war eng mit der Friedensbewegung verbunden. Alles, was Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beschäftigt, zeigt sich in den Forderungen und Kundgebungen zum 1. Mai. So gesehen ist es ein Tag der Mobilisierung. Politik und Arbeitgeber sollen sehen, welche Forderungen wir erheben und in welchem Maße wir in der Lage sind, die Menschen zu mobilisieren.

Eine innere und eine äußere Funktion des 1. Mai?

Nach innen gerichtet hat dieser Tag mit Geschlossenheit und Solidarität untereinander zu tun. Äußerlich wahrnehmbar zeigen an diesem Tag die Beschäftigten, dass sie bereit sind, für ihre Rechte auf die Straße zu gehen. Deshalb ist es auch so wichtig, möglichst viele Menschen zu Demonstrationen und Kundgebungen zu mobilisieren. Viele Stimmen, große Macht der Gewerkschaften. An diesem Tag setzen die Beschäftigten ein Zeichen gegenüber Politik und Arbeitgebern.

Welches Thema spielt 2018 die zentrale Rolle bei den Mai-Kundgebungen?

Unser Mai-Plakat in diesem Jahr zeigt drei wichtige Begriffe: Solidarität, Vielfalt und Gerechtigkeit. Der Begriff Vielfalt ist eine Forderung, die der aktuellen politischen Situation entspringt – wo es zu einem Erstarken rechter Parteien in ganz Europa kommt. Deren Ideologie, dass nur das gut ist, was nicht fremd ist, setzen wir unsere Forderung von Vielfalt entgegen.
Der Begriff Solidarität verweist auf das Thema Verteilungsgerechtigkeit. Der dritte Begriff – Gerechtigkeit – hatte schon in den Koalitionsverhandlungen eine wichtige Rolle gespielt. Dabei geht es beispielsweise um die Wiedereinführung eines paritätischen Krankenversicherungssatzes, Verbesserungen bei der Rente, erschwingliches Wohnen für alle.

Der 1. Mai ist ein internationaler Tag Kampf- und Feiertag. Wie wird das sichtbar?

Wir denken diesen Tag immer international und gestalten entsprechend die Veranstaltungen. Die Themen der Veranstaltungen sind sehr oft international – etwa, wenn es um Europa geht. Aber auch Flucht und Vertreibung spielen seit einigen Jahren eine wichtige Rolle bei den Reden und Forderungen. Und 2019 wird der 1. Mai ganz im Zeichen der dann bevorstehenden Europawahl stehen.

Der 1. Mai ist im Laufe der Zeit auch immer wieder missbraucht worden …

Aktuell versuchen rechte nationalistische Parteien, diesen Tag für ihre rassistisch motivierten Interessen zu vereinnahmen. Sie geben vor, die wahren Vertreter der Interessen der Beschäftigten zu sein. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Rechte Parteien haben kein Interesse an einer starken Gewerkschaftsbewegung und wirkungsvollen Arbeitnehmerorganisationen.
Der Blick auf Länder wie Polen oder Ungarn, in denen Grundrechte und demokratische Prinzipien zur Debatte stehen, zeigt, wes Geistes Kind die rechten Parteien wirklich sind. Diese Parteien sind eindeutig Anhänger einer neoliberalen Weltordnung.

Was ist am 1. Mai in der Region Oberbayern und darüber hinaus geplant?

Es gibt wie immer einen ganzen Strauß von Veranstaltung. Für die Region Südostoberbayern findet die zentrale Veranstaltung vor dem Gewerkschaftshaus in Rosenheim statt. Im Norden der Region ist Ingolstadt der zentrale Platz. Aber auch in Traunstein, Traunreut, Burghausen, Pfaffenhofen, oder in Schliersee und vielen anderen Orten gibt es entweder direkt am 1. Mai oder bereits am Vorabend entsprechende Veranstaltungen. Eine Gesamtübersicht für Bayern findet sich übrigens auf der Website des DGB Bayern. [LINK]

Der 1. Mai – auch gut für neue Mitglieder?

Das kann ein positiver Nebeneffekt sein. Dann nämlich, wenn Menschen erkennen, dass es auch um ihre Themen geht. Der 1. Mai trägt in diesem Sinne zur Bewusstseinsbildung bei.

Braucht es den 1. Mai also weiterhin?

Unbedingt! Weil er ein Signal an Politik, Gesellschaft und Arbeitgeber ist, dass Gewerkschaften nach wie vor in der Lage sind, Menschen in großer Zahl zu mobilisieren, wenn es um die Themen geht, die abhängig Beschäftigte umtreiben. Übrigens – auch andere Feier- und Gedenktage eignen sich gut dazu, gewerkschaftliche Anliegen sichtbar zu machen. Etwa der unlängst begangene Internationale Frauentag. Dabei geht es beispielsweise um die weiter bestehende Ungleichbehandlung von Männern und Frauen in der Arbeitswelt.

Interview: Marko Junghänel

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Der Berg ruft!
Urlaub im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Unser Haus liegt unterhalb vom Wendelstein in einer landschaftlich und kulturell reizvollen Umgebung und erfreut sich großer Beliebtheit für Erholungsaufenthalte. Für Kurzentschlossene haben wir immer wieder Restkapazitäten für einen Urlaubsaufenthalt. Bei einer Aufenthaltsdauer von mindestens zwei Nächten im Doppelzimmer gelten folgende Preise …
Weitere Infos: [LINK]
Buchungsanfragen: Bitte an unsere Rezeption Tel. 08034/9050, Fax 08034/905100 oder per Email an biz.brannenburg@verdi.de

Elektro-Pkw als Teil der Krise der aktuellen Mobilität
Oder: Die Notwendigkeit einer umfassenden Verkehrswende
Mittwoch, 16. Mai 2018 – 19.00 Uhr, Mail-Keller, Großer Saal, Rosenheim

Winfried Wolf, der bekannte Verkehrsexperte, befasst sich unter dem Eindruck des Dieselskandals und der hektischen Aktivitäten zur Elektro-Mobilität mit der komplexen Materie der Reformen in der Automobilindustrie und den sich abzeichnenden Notwendigkeiten einer umfassenden Verkehrswende. [LINK]
Öffentliche Veranstaltung des isw – institut für sozial-ökologische wirtschaftsforschung e.V.
Informationen: www.isw-muenchen.de

Cyrill Lachauer / Alexander Hick: El Capitan
Ausstellung vom 26. April bis 25. Mai 2018 in Rosenheim

In der Ausstellung „El Capitan“ im Kunstverein Rosenheim zeigen Alexander Hick und Cyrill Lachauer Photoserien, Film- und Videoarbeiten und stellen ihr Künstlerlabel „Flipping the Coin“ vor. Die befreundeten Künstler und Filmemacher sind Spurenleser; ihre Arbeiten sind das Ergebnis langer Reisen – vielfach in das Hinterland von Nord- und Mittelamerika, aber auch zu den eigenen Wurzeln in Oberbayern, woher beide stammen. Eine zentrale Rolle im Leben der beiden Künstler spielen die Berge – diese werden zum verbindenden Element in der Ausstellung. Aus dem gemeinsamen Felsklettern reflektieren Lachauer und Hick einen Erfahrungsraum, in den Spuren und verborgene Geschichten eingeschrieben sind und der seit jeher von unterschiedlichsten Interessen vereinnahmt wurde und wird. Die Berge sind kein freier und unpolitischer Raum.
Informationen: www.kunstverein-rosenheim.de

Maxlrainer Kultursommer
April bis Oktober 2018

Das untere Mangfalltal ist Heimat und Wirkungsstätte – Heimat mit den unterschiedlichsten Facetten, welche die vielen Baudenkmäler und die Musik betreffen, den Bürgern und Besuchern näher zu bringen, hat sich der Kulturförderverein Mangalltal in Maxlrain e.V. zur Aufgabe gemacht. Mit musikalischen Veranstaltungen an historisch interessanten Orten möchte der Kulturförderverein Manfalltal in Maxlrain e.V. dazu beitragen, auf die Schönheit der Region und seine kulturelle Vielfalt hinzuweisen und sie bekannter zu machen. Ein besonderes Anliegen ist es dem Kulturförderverein, einheimische Gruppen und Interpreten aus dem Mangfalltal und der näheren Umgebung besonders zu fördern.
Informationen: www.kultursommer.maxlrain.de

6. BikerInnen-Treffen im ver.di Bildungszentrum Brannenburg
Freitag, 20. Juli bis Sonntag, 22. Juli 2018

Biker-Treffen

Wir laden Euch herzlich ein zum Motorradfahren in einer der beliebtesten und schönsten Ferienregionen Oberbayerns! Die zentrale Lage Brannenburgs ist ein idealer Ausgangspunkt für reizvolle Motorrad-Touren in die umgebende Bergwelt, an die oberbayerischen Seen oder ins benachbarte Österreich. In überschaubaren Gruppen fahren wir am Samstag, den 21. Juli – begleitet von unseren Tourguides – speziell ausgesuchte Routen. Wer den Aufenthalt verlängern möchte, bekommt vor Ort Tipps für individuelle Routen. Das Feiern am Abend soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Am Freitag verwöhnt uns das Küchenteam mit einem reichhaltigen Abendbuffet und am Samstag wird gegrillt. Stüberl und Garten laden zur Entspannung ein. Sauna und Sportmöglichkeiten tragen zum körperlichen Wohlbefinden bei und runden das umfangreiche Freizeitangebot ab.
Die Grundpauschale für eine Teilnahme von 20. bis 22. Juli beträgt 119,00 Euro. Darin enthaltene Leistungen: Je zweimal Abendessen, Übernachtung im Einzel- oder Doppelzimmer inklusive Frühstücksbuffet und eine geführte Motorradtour am Samstag, den 21. Juli.Informationen und Anmeldung: biz.brannenburg@verdi.de

Neues bei ver.di Bildung & Beratung
Neuerscheinungen auf wwww.verdi-bub.de

Aktuelle Rechtsprechung
Nachzulesen unter
https://www.verdi-bub.de/service/urteile/aktuelles/

 

Buchungsverfahren und Serviceleistungen

Das Bildungszentrum Haus Brannenburg dient neben seiner Funktion als zentrale Bildungsstätte von ver.di mit eigenem Programm-Angebot auch als Beleghaus für ver.di interne und externe Veranstaltungen. Wir sind auf Seminare ebenso eingerichtet wie für Klausur-Sitzungen, Tagungen, Workshops und Ähnliches.

Da sich die Belegungssituation stetig ändern kann, richten Sie Ihre Anfragen bitte immer direkt an biz.brannenburg@verdi.de. Telefonische Auskunft erteilen: Margit Bergmaier, Elvira Flocke und Irmgard Mehringer, Tel. 0 80 34 / 905-110 / -111 / -112, per Fax sind wir unter 0 80 34 / 905-100 erreichbar.

Auf Wunsch organisieren wir auch komplette Seminare „a la carte“ von der Planung bis zur Abrechnung, vermitteln Kontakt zu Referenten, kümmern uns um Seminarmaterialien oder machen Vorschläge für Freizeitaktivitäten außerhalb der eigentlichen Veranstaltung.

Für nähere Auskünfte bezüglich Seminarorganisation steht ihnen das pädagogische Team zur Verfügung:
britta.klinkforth@verdi.de und klaus.matzner@verdi.de


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