Use-Letter
ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

 

Nr. 04/2017 vom 12.04.2017

 

 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

der Sozialpsychologe Harald Welzer spricht von „Shifting Baselines“, wenn er die aktuellen Veränderungen in der Welt beschreibt. Gemeint ist damit, dass sich Wahrnehmung und Werte parallel – oder gar losgelöst – von der eigentlich Welt verändern. Oder anders ausgedrückt. Wir ahnen, vermuten oder fühlen, dass sich die Dinge um uns wandeln, dass alles schlechter zu werden scheint und die Welt ohnehin am Abgrund steht. Persönlich betroffen sind wir selten. Das Beispiel greift bei den sogenannten „besorgten Bürgern“, die den Untergang des Abendlandes fürchten, aber eigentlich nicht sagen können, woran sie dies festmachen würden. Das greift aber auch bei vielen anderen. Beispiel: Wir planen eine Städtereise – beispielsweise nach London. Die gängigen Suchmaschinen im Internet spucken unglaubliche Schnäppchenpreise für die Hotelunterkunft aus. Wir ahnen, dass kann eigentlich nur zu Lasten der Beschäftigen funktionieren. Im Hotel angekommen, scheint alles in Butter, die Mitarbeiter lächeln den ganzen Tag, als ob sie den Himmel auf Erden haben.

Kevin Curran von der Gewerkschaft UNITE – the union kümmert sich seit vielen Jahren gerade um diese Beschäftigten, die in Sklaverei ähnlichen Zuständen arbeite und leben müssen. Ein Lohn weit unter dem Mindestlohn, keine Mitspracherechte, die Kolleginnen und Kollegen dürfen sich nicht organisieren. Curran erlebt die schlimmsten Auswüchse eines global entfesselten Kapitalismus, der massenhaft prekäre Arbeitsplätze schafft. Doch UNITE kann auf viele Erfolge verweisen – die Belegschaften überwinden ihre verordnete Sprachlosigkeit, organisieren sich und ringen den Hotel-Managern ein Zugeständnis nach dem anderen ab. Dafür hat UNITE – the union unlängst den „TO DO! Award Human Rights in Tourism“ – eine Ehrung, die an Menschen und Organisationen geht, die sich in besonderer Weise für Rechte der Beteiligten im touristischen Umfeld einsetzen - verliehen bekommen. Kevin Curran arbeitet übrigens eng mit den ver.di Kolleginnen und Kollegen in Norddeutschland zusammen. Ein Beispiel, wie grenzübergreifende Gewerkschaftsarbeit aussehen kann.

In diesem Sinne – spannende Erkenntnisse beim Lesen des neuen use letters aus Brannenburg und
herzliche Grüße vom Fuße des Wendelsteins

Marion Fendt, Britta Klinkforth & das Team
des ver.di Bildungszentrums Brannenburg

 

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ver.di Bildungszentrum
Haus Brannenburg

Schrofenstr. 32
83098 Brannenburg

www.haus-brannenburg.de

 

verantwortlich:
Marion Fendt (V.i.S.d.P.)
Fon: 08034/905-140
marion.fendt@verdi.de

Redaktion:
Marko Junghänel
Fon: 089/74 38 96 -57
Fax: 089/74 38 96 -52
info@marko-junghaenel.de

 
Aktuelles vom 12. April 2017
Aufzählung Seminare/Veranstaltungen - unsere Empfehlungen
Aufzählung Seminare
Aufzählung Themen und Köpfe der Bildungsarbeit
Aufzählung Tipps/Termine
Aufzählung Buchungsverfahren und Serviceleistungen

 

Seminare/Veranstaltungen

(Die durchführenden ReferentInnen sind nach dem Seminartitel angegeben)

Bildungsempfehlungen für jedes Betriebsratsmitglied:

Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes als gesetzliche Grundlage für die Tätigkeit des Betriebsrats sind Voraussetzung für eine ordnungsgemäße Betriebsratsarbeit aller Betriebsratsmitglieder, denn schließlich verhandelt der Betriebsrat mit dem Arbeitgeber auf Augenhöhe.

Für den Erwerb von grundlegenden Kenntnissen wird eine Grundqualifizierung angeboten, die aus vier Seminarwochen besteht.

Um das Prinzip der Augenhöhe zwischen Betriebsrat und Arbeitgeber herzustellen, empfehlen wir jedem Betriebsratsmitglied die Teilnahme an allen 4 Seminaren der Betriebsräte-Grundqualifizierung möglichst innerhalb von 1½ Jahren.

Die Konzeption der Grundqualifizierung sieht vor, das grundsätzlich zunächst das Seminar
Aller Anfang ist … gar nicht so schwer – Betriebsräte Grundqualifizierung, Einführung und Überblick
besucht wird.

Die Seminare:
Mensch geht vor! – Betriebsräte Grundqualifizierung, Personelle Angelegenheiten
und
Agieren statt reagieren - Betriebsräte Grundqualifizierung, soziale Angelegenheiten
können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Das Seminar
Beständig ist allein der Wandel  - Betriebsräte Grundqualifizierung, Wirtschaftliche Angelegenheiten
sollte aber die Grundqualifizierung abschließen.

Natürlich gibt es noch eine Vielzahl an weiteren Aufbau– und Spezialseminaren die auch für die gesetzliche Interessenvertretung geeignet sind.

Besondere Empfehlungen:

  • Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
    Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)
    BA 01 170507 01

  • BPersVG: Einstieg leicht gemacht
    Einführung und Überblick (PR 1)
    BA 01 170619 01  

  • Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
    Überblick und Regelungsbedarf
    BA 01 170619 04

  • Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
    Redesituationen vor großen Gruppen meistern
    BA 01 170618 03

  •  Wirtschaftskompetenz
    Wirtschaftliches Grundwissen für Interessenvertretungen
    BA 01 170717 02

  • Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst
    Arbeits- und sozialrechtliche Probleme und Regelungsmöglichkeiten
    BA 01 170724 02

  • Time-out statt Burn-out: Interessenvertretungen in Aktion
    BA 01 170724 01

  • TVöD-Aufbau: Eingruppierungsrecht Bund 1 
    Grundlagen des Eingruppierungsrechts gemäß TVöD-Bund und Tarifvertrag über die Entgeltordnung
    BA 01 170724 03

 

Wissen ist Macht - Macht ist Wissen
lautet das Prinzip für eine erfolgreiche Interessenvertretung im Betrieb oder in der Dienststelle. Das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg verfügt über ein breites Angebot an Grundlagen- Aufbau- und Spezialseminaren, die dazu geeignet sind, die Arbeit der Interessenvertretung zu stärken. In folgenden Seminaren sind noch Plätze frei:

(Eine Verlängerung des Aufenthaltes im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg kann auf Anfrage möglich sein. Freie Kapazitäten und Preise erfragen sie bitte unter der Durchwahl 08034/905-0)

 

Aller Anfang ist ... gar nicht so schwer
Betriebsverfassung: Einführung und Überblick (BR 1)

BA 01 170507 01 [ Anmelden ]
07.05.2017 - 12.05.2017       
Norbert Großhauser-Fernau, N. N.
BA 01 170702 01 [ Anmelden ]
02.07.2017 - 07.07.2017
Alexander Röck, Werner Tomek

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Um die Interessen der Arbeitnehmer/-innen konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Aufgaben und Pflichten im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Das passende Werkzeug hierzu ist das Betriebsverfassungsgesetz (BetrVG): Es ist die wichtigste rechtliche Arbeitsgrundlage für den Betriebsrat und bildet die Basis zur Bewältigung der vielen Aufgaben und Möglichkeiten. In diesem Seminar können Sie anhand des praxisnahen Umgangs mit den Gesetzestexten die wesentlichen Rechtsgrundlagen für Ihre Arbeit kennenlernen und zusätzlich Kenntnisse und Fertigkeiten zur praktischen Umsetzung Ihrer Aufgaben und Vorhaben erwerben. Schließlich müssen Sie die relevanten gesetzlichen Bestimmungen nicht nur kennen, sondern auch anwenden können, um die Interessen der Beschäftigten kompetent zu vertreten. So lassen sich bestehende Probleme lösen und Arbeitsbedingungen mitgestalten. Daher liegt ein besonderer Schwerpunkt des Seminars auf der Vermittlung des Betriebsverfassungsgesetzes und dessen Anwendung in Ihrer alltäglichen Arbeit als Betriebsratsmitglied. So finden Sie sich in Ihrer neuen Aufgabe garantiert schnell zurecht!

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Worauf es ankommt: Aufgaben des Betriebsrats (§ 80 BetrVG)
  • Beschlussfassung und Geschäftsführung des Betriebsrats
  • Die Betriebsratstätigkeit: Die wichtigsten Gesetze und Kommentare
  • Der richtige Umgang mit Gesetzeskommentaren
  • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Tipps zur Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Umfang der Beteiligungsrechte und mögliche Wege zu deren Durchsetzung                    

Mensch geht vor!
Betriebsverfassung: Personelle Angelegenheiten (BR 2)

BA 01 170424 01  [ Anmelden ]
23.04.2017 - 28.04.2017
N.N., N.N.
BA 01 170709 01 [ Anmelden ]
09.07.2017 - 14.07.2017
Stefanie Merz, N.N.

Hinweis: Vorheriger Besuch des BR-Grundseminars ist erforderlich

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Das strikt praxisorientierte Seminar 'Mensch geht vor!' liefert Ihnen das nötige Grundwissen, um bei personellen Angelegenheiten bestmöglich im Sinne der Belegschaft handeln zu können.

Personelle Angelegenheiten' - was so sachlich-nüchtern klingt, ist die allgemeine Bezeichnung für einen arbeitsrechtlichen Themenbereich, der oft im betrieblichen Alltag für die Beteiligten stark emotionsbeladen ist. Einstellung, Versetzung, Eingruppierung oder Kündigung - es geht um Entscheidungen mit meist nachhaltigem Einfluss auf die Biografie der/des einzelnen Beschäftigten.

In all diesen Fällen ist die betriebliche Interessenvertretung gefordert, denn: Keine Kündigung und keine Einstellung ohne den Betriebsrat, keine Versetzung oder Eingruppierung ohne seine Mitwirkung! Um einen möglichen Schaden von den Beschäftigten des Betriebs abzuwenden, muss jedes Betriebsratsmitglied mit den grundlegenden Bestimmungen des Betriebsverfassungsgesetzes vertraut sein.
Die Grundlagen dazu werden Ihnen in diesem Seminar kompakt und lebensnah vermittelt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Recht so? Die Rechtsnormen bei personellen Angelegenheiten
  • Einstellung, Versetzung, Eingruppierung
  • Durchsetzungsmöglichkeiten des Betriebsrats
  • Kündigungen: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrats
  • Die außerordentliche Kündigung in besonderen Fällen

Agieren statt reagieren
Betriebsverfassung: Soziale Angelegenheiten (BR 3)
BA 01 170424 01 [ Anmelden ]
23.04.2017 - 28.04.2017
Karin Wagner, N.N.

Hinweis: Vorherige Teilnahme des BR-Grundseminars ist erforderlich.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Unser Seminar „Agieren statt reagieren“ vermittelt Ihnen grundlegende Kenntnisse über die Mitbe-stimmungsrechte des Betriebsrats und zeigt Ihnen gleichzeitig problembezogen anhand praktischer Beispiele auf, wie der Betriebsrat seine Rechte im Betrieb optimal wahrnehmen und durchsetzen kann. Der Betriebsrat kann in wichtigen sozialen Angelegenheiten, wie z.B. bei Regelungen zur Arbeitszeit, zum Urlaubsplan, zum Arbeits- und Gesundheitsschutz oder zur betrieblichen Lohngestaltung nicht nur reagieren, sondern selbst initiativ werden und zugunsten der Beschäftigten Betriebsvereinbarungen durchsetzen - notfalls sogar erzwingen.

Ihre Kompetenz in Richtung aktiver Mitbestimmung zu schulen, ist das Ziel dieses Seminars. Dem intensiven Erfahrungsaustausch der Teilnehmenden wird dabei ein hoher Stellenwert beigemessen.

  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte des Betriebsrats
  • Wer darf was? Mitbestimmungsrechte und die Grenzen der Mitbestimmung
  • Hier sprechen Experten: Der Einsatz von Sachverständigen
  • Die Zielgerade: Abschluss von Betriebsvereinbarungen
  • Die Einigungsstelle: Wissenswertes über Zuständigkeit und Verfahren

Beständig ist allein der Wandel!
Betriebsverfassung: Wirtschaftliche Angelegenheiten (BR 4)

BA 01 170702 02 [ Anmelden ]
02.07.2017 - 07.07.2017       
Walter Lukas, N. N.

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars; vorheriger Besuch der BR-Grundseminare 2 und 3 empfohlen

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Wirtschaftliche Angelegenheiten haben oft mit sich verändernden Rahmenbedingungen zu tun oder bedeuten sogar den radikalen Umbau eines Betriebs oder Unternehmens: Arbeitsprozesse werden grundlegend geändert, Teilbereiche geschlossen, Abteilungen umstrukturiert oder ausgelagert. Häufig sind Arbeitsplätze gefährdet, fast immer verändern sich Arbeitsinhalte und -bedingungen. Zugleich werden neue Qualifikationen zwingend erforderlich.
Diese Veränderungen sind oft schleichend, kaum zu bemerken, aber dennoch tiefgreifend und wirkungsvoll. Manchmal erscheinen sie auch in Form einer aufsehenerregenden Aktion. Im Kern stellen sie immer eine Herausforderung für Betriebsrat und Belegschaft dar.
Im Seminar erfahren Sie anhand konkreter Fallbeispiele, wie Sie als Betriebsrat derartige Prozesse frühzeitig erkennen und somit wirtschaftliche Angelegenheiten erheblich beeinflussen können. Neben der Kenntnis rechtlicher Bestimmungen bekommen Sie auch das nötige Rüstzeug in Fragen der richtigen Strategie, um elementare Forderungen erfolgreich durchzusetzen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  •  Was geht da vor? Frühzeitiges Erkennen betrieblicher Veränderungen
  • Wer weiß was? Informationsrechte des Betriebsrats, Informationspflichten des Arbeitgebers
  • Geht das? Bewertung betrieblicher Veränderungen und ihrer Konsequenzen
  • Nicht ohne uns! Beteiligung des Betriebsrats an betrieblichen Veränderungsprozessen
  • Gemeinsam stark: Zusammenarbeit zwischen Belegschaft und Betriebsrat
  • Was wir wollen: Entwicklung und Durchsetzung von Forderungen

BPersVG: Einstieg leicht gemacht
Einführung und Überblick (PR 1)

BA 01 170619 01  [ Anmelden ]
19.06.2017 - 23.06.2017

Otto Biederer, N.N.

Hinweis: Die Grundqualifizierung sieht vor, dass zunächst dieses Seminar besucht werden sollte.

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Gratulation! Sie sind in den Personalrat gewählt worden. Nun stellen sich die Fragen: Was kann und darf ein Personalrat? Was genau sind Ihre Rechte und Pflichten? Dieses Seminar vermittelt Ihnen in Verbindung mit dem Seminar ‚BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen‘ die erforderlichen Kenntnisse des Bundespersonalvertretungsrechts. Das Bundespersonalvertretungsgesetz (BPersVG) ist die rechtliche Grundlage für das Handeln der Personalräte. Um seine Ziele effektiv verfolgen und die Interessen der Beschäftigten der Dienststelle wirksam vertreten zu können, muss der Personalrat unbedingt die gesetzlichen Möglichkeiten und Vorschriften kennen und nutzen. Die Teilnahme an diesem Seminar bringt Sie auf den neuesten Stand der Gesetzgebung und vermittelt Ihnen so mehr Sicherheit für Ihren zukünftigen Aufgabenbereich.

 Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wer sind wir? Rolle und Selbstverständnis des Personalrats
  • Wo steht das? Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
  • Was tun wir? Die Aufgaben des Personalrats
  • Die Zusammenarbeit mit der Dienststelle
  • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
  • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

BPersVG: Mitbestimmen - mitgestalten - durchsetzen
Beteiligungsrechte und Mitwirkungsmöglichkeiten (PR 2)

BA 01 170717 01 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Stephan Kuchenbecker, N. N.

Hinweis: Besuch des PR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen: § 46 Abs. 6 BPersVG
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Aufbauend auf  ‚BPersVG: Einstieg leicht gemacht‘ werden Ihnen in diesem Seminar weitere grundlegende Kenntnisse vermittelt, die Personalratsmitglieder benötigen, um die Interessen der Beschäftigten in personellen und sozialen Angelegenheiten wirksam vertreten zu können.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • So geht‘s: Formen und Verfahren der Mitbestimmung und Mitwirkung
  • Nur mit uns! Beteiligungsrechte bei personellen und sozialen Angelegenheiten
  • Interne Hierarchien: Die Stufenvertretung
  • Agieren statt reagieren: Initiativrechte - Einigungsstelle - Verfahrensrecht
  • Schriftlich festhalten: Dienstvereinbarungen zwischen Personalrat und Dienststellenleitung

Einführung in das Arbeitsrecht 1
Begründung des Arbeitsverhältnisses

BA 01 170709 02 [ Anmelden ]
09.07.2017 - 14.07.2017       
Thomas Rosenland, N. N.

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Gesetzliche Interessenvertretungen sind in ihrem Arbeitsalltag mit einer Vielzahl juristischer Probleme und Aufgabenstellungen konfrontiert. Die Arbeit in einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert deshalb grundlegende Kenntnisse über die Inhalte der einschlägigen Gesetze und der dazu ergangenen Rechtsprechung sowie über den Umgang damit. Bei der Vielzahl der Gesetze ist es jedoch oft schwer, sich zurechtzufinden und den Überblick zu behalten.
In Teil 1 dieser Seminarreihe wird zunächst das Basiswissen über die Strukturen des vielschichtigen Arbeitsrechtssystems vermittelt, und es werden arbeitsrechtliche Grundbegriffe geklärt. Im Anschluss werden die rechtlichen Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Anbahnung, der Begründung sowie dem Bestand eines Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten) ergeben können, besprochen.
Darüber hinaus werden die jeweiligen Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretung dargestellt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsquellen des Arbeitsrechts, Geschichte und Aufbau des Arbeitsrechtssystems
  • Wesen und Funktion des Arbeitsrechts, Grundbegriffe, Rechtsquellen
  • Abgrenzung zwischen individuellem und kollektivem Arbeitsrecht
  • Begründung des ArbeitsverhältnissesInhalte des Arbeitsvertrags
  • Rechte und Pflichten aus dem Arbeitsvertrag
  • Weisungsrecht des Arbeitgebers
  • Praxisfälle aus der aktuellen Rechtsprechung

Einführung in das Arbeitsrecht 3
Beendigung und Abwicklung des Arbeitsverhältnisses

BA 01 170618 02  [ Anmelden ]
18.06.2017 - 23.06.2017
Stephanie Merz, N. N.

Hinweis: Besuch des Grundseminars ‚Einführung in das Arbeitsrecht 1‘

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Egal auf welche Art ein Arbeitsverhältnis beendet wird: In allen Fällen ist die Interessenvertretung aufgefordert, darauf zu achten, dass alles mit rechten Dingen zugeht. Zumeist existieren echte Mitbestimmungsrechte bei der Beendigung des Arbeitsverhältnisses nicht. Gegebenenfalls müssen den betroffenen Kolleginnen und Kollegen daher individuelle Reaktionsmöglichkeiten aufgezeigt werden.
Wie das funktionieren kann, wird in diesem Seminar vermittelt. Dazu werden ergänzend Grundzüge des Verfahrens vor dem Arbeitsgericht erarbeitet, die praktisch durch den Besuch eines Verhandlungstags bei einem Arbeitsgericht abgerundet werden.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Überblick über die rechtlichen Möglichkeiten der Beendigung des Arbeitsverhältnisses
  • Aufhebungsvertrag
  • Ordentliche Kündigung
  • Außerordentliche Kündigung
  • Besonderer Kündigungsschutz
  • Befristung von Arbeitsverhältnissen
  • Pflichten des Arbeitgebers bei der Abwicklung des Arbeitsverhältnisses
  • Beteiligung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Tarifvertragliche Ansprüche können aufgrund der Vielzahl von Tarifverträgen nur exemplarisch erläutert werden. Dies gilt auch für bestehende betriebliche Regelungen. Schwerpunkte des Seminars bilden die gesetzlichen Grundlagen zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

Grundlagenseminar zum Sozialrecht für die gesetzliche Interessenvertretung
BA 01 170508 02 [ Anmelden ]
08.05.2017 - 12.05.2017
Thomas Rosenland

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Angefangen von der Mitbestimmung bei der Einstellung bis hin zur Beendigung des Arbeitsverhältnisses - überall bestehen Schnittstellen zwischen Arbeits- und Sozialrecht. Damit Sie sicher in den unterschiedlichen Rechtsgebieten agieren können, bietet Ihnen dieses Seminar einen grundlegenden Einstieg in die Hauptaspekte des Sozialrechts und deren Umsetzung in die Interessenvertretungsarbeit.

Folgende Themen werden im Seminar behandelt:

  • Grundlagen der sozialen Sicherung, Regelungsschwerpunkte und Aufbau
  • Stellung des Sozialrechts im Rechtssystem
  • Beendigung des Arbeitsverhältnisses und die sozialrechtlichen Folgen
  • Beschäftigungssichernde Regelungen und soziale Folgen, z.B. Kurzarbeit, Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaften
  • Sozialrechtliche Aspekte bei Leiharbeit, Minijobs und Befristungen
  • Transfermaßnahmen
  • Sozialrecht und Möglichkeiten der Beteiligung, Mitwirkung und Mitbestimmung der gesetzlichen Interessenvertretung
  • Aktuelle Rechtsprechung

TVöD-Aufbau: Eingruppierungsrecht Bund 1
Grundlagen des Eingruppierungsrechts gemäß TVöD-Bund und Tarifvertrag über die Entgeltordnung

BA 01 170724 03 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 28.07.2017
Otto Biederer

Hinweis: Besuch des BR1-/PR1-Grundseminars

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG
Seminargebühr: 895,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Eingruppierung der Beschäftigten erfolgt nach den Regelungen der §§ 12, 13 TVöD-Bund und der Entgeltordnung. Als Betriebs- bzw. Personalratsmitglied bestimmen Sie bei der Einstellung und Eingruppierung mit. Ihnen obliegt die Aufgabe, Ein- und Höhergruppierungen auf ihre tarifliche Richtigkeit hin zu überprüfen.
Das Seminar ‚Eingruppierungsrecht‘ vermittelt Grundkenntnisse zur Eingruppierung, zu Aufbau und Systematik der einzelnen Teile des Tarifvertrags über die Entgeltordnung des Bundes sowie zum Grundsatz der Tarifautomatik. Die Teilnehmenden gehen mit Tätigkeitsmerkmalen und Arbeitsvorgängen um. Sie verstehen spezielle Eingruppierungsfragen und lernen, ihre Kenntnisse in der Praxis anzuwenden. Erläutert werden Aufbau und Struktur sowie Stufenverläufe der Entgelttabellen im TVöD-Bund. Außerdem werden die in diesem Zusammenhang bestehenden Beteiligungsrechte des Betriebs- bzw. Personalrats erläutert.

Was können der Arbeitgeber und ich für meine Gesundheit tun?
Gesundheit fordern und fördern - Impulse zur betrieblichen Gesundheitsförderung

BA 01 170717 03 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Elfriede Martin

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) erzielt bei arbeitsbedingten Gesundheitsproblemen oft Erfolge, wo der klassische Arbeitsschutz nicht greift, der sich vorwiegend an sicherheitstechnischen Einzelproblemen orientiert.
Sie fragt nicht nur nach krank machenden, sondern auch nach gesund erhaltenden Faktoren im Arbeitsprozess, auch unter dem Aspekt alter(n)sgerechter Arbeit. Außerdem werden mit dem präventiven Ansatz Beschwerde- und Krankheitsschwerpunkte im Betrieb ermittelt und deren Ursachen gezielt bekämpft. Unterstützung leisten Krankenkassen, deren gesetzlicher Auftrag auch Prävention und BGF umfasst.
Das Seminar bietet Ihnen anhand von Praxisbeispielen Anregungen und Argumente für eine Einführung der BGF und gibt Orientierung für erste Schritte der gesetzlichen Interessenvertretung.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie funktioniert Betriebliche Gesundheitsförderung? Praxisbeispiele für BGF-Maßnahmen und Erfolgsfaktoren
  • Bei welchen Gesundheitsproblemen im Betrieb greift BGF besonders effektiv?
  • Rechtliche Anknüpfungspunkte
  • Nutzen für Beschäftigte und Betrieb; Kosten-Nutzen-Bilanz
  • Akteure und Institutionen der BGF: Wer kann uns (extern) unterstützen?
  • Beteiligung der Beschäftigten, Gesundheitszirkel
  • Überblick: Instrumente der Gesundheitsförderung, z.B. Gefährdungsanalysen
  • Handlungsmöglichkeiten gesetzlicher Interessenvertretungen

Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst
Arbeits- und sozialrechtliche Probleme und Regelungsmöglichkeiten

BA 01 170724 02 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 26.07.2017
Heike Rozek

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 128,40 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 158,87 € inkl. MwSt.

Arbeit im Außendienst ist die klassische Form mobiler Arbeit, die nicht an einen Ort gebunden ist und bei der ein hohes Maß an zeitlicher und räumlicher Flexibilität gefordert wird. Zunehmend wird diese Flexibilität auch von anderen Beschäftigten erwartet, z.B. bei Dienstreisen oder wenn Aufträge bei Kunden bearbeitet werden müssen. Dies ist mit sozialen Kosten und besonderen Belastungen verbunden und erfordert Regelungen.
Es werden häufig spezielle arbeitsrechtliche Probleme berührt. Es geht u.a. um Arbeitszeitgestaltung, Vergütungsgrundsätze und -methoden, Verkehrsmittelnutzung und  Kostenerstattung, krankheitsbedingte Ausfälle und die Gewährung von Urlaub.
Das Seminar hilft, diese Probleme anzugehen und durch aktives Handeln des Betriebsrats - z.B. mithilfe von Betriebsvereinbarungen - zu lösen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Mobile Arbeit und Arbeit im Außendienst: Typisierung, Anforderungen, Probleme
  • Ausgewählte gesetzliche und tarifliche Vorschriften
  • Entgelt (Grundgehalt, Provision, Spesen etc.) und Leistungsbemessung und -bewertung (z.B. Zielvereinbarungen)
  • Arbeitszeit, Reisezeit, Ruhezeit - Anforderungen an die Arbeitszeitgestaltung
  • Arbeits- und Verkehrsmittel(-wahl), Kontrolle von Leistung und Verhalten
  • Kundenzuteilung, Gebietszuweisungen, Gebietsschutz, Versetzungen und Kündigungsgründe
  • Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrats, Betriebsvereinbarungen

Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM)
Überblick und Regelungsbedarf

BA 01 170619 04 [ Anmelden ]
19.06.2017 - 23.06.2017
N. N., Emmy Sommerer

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Die Einführung eines Betrieblichen Eingliederungsmanagements (BEM), die § 84 Abs. 2 SGB IX vorsieht, ist eine sinnvolle Verpflichtung für den Betriebs-/Personalrat und gilt für alle Beschäftigten.
Das Eingliederungsmanagement soll alle Erkrankten bei der Rückkehr an ihren Arbeitsplatz unterstützen, erneuter Arbeitsunfähigkeit vorbeugen und die Beschäftigung bis zur Rente sichern. Betriebliches Eingliederungsmanagement ist somit ein Teilaspekt der betrieblichen Gesundheitsförderung und ist damit nicht nur für die Schwerbehindertenvertretung, sondern auch für den Betriebs-/Personalrat eine wichtige Aufgabe.
Dieses Seminar bietet Ihnen eine Einführung in die Bestandteile und Abläufe des Betrieblichen Eingliederungsmanagements. Checklisten und beispielhafte Regelungen in Betriebs- und Dienstvereinbarungen werden vorgestellt und erläutert.

Time-out statt Burn-out: Interessenvertretungen in Aktion
BA 01 170724 01 [ Anmelden ]
24.07.2017 - 28.07.2017
Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Der Wandel der Arbeitswelt hinterlässt seine Spuren: Die Folgen von Leistungsverdichtung am Arbeitsplatz, z.B. durch Mehrarbeit, kann heutzutage jede/-r Beschäftigte selbst spüren. Die negativen Konsequenzen daraus schlagen immer häufiger gesundheitlich und auch wirtschaftlich zu Buche - Schäden, welche Arbeitgeber, Sozialversicherungen, Staat und letztlich alle Beschäftigten tragen müssen.
Betriebsräten, Personalräten und SBVen, die hier aktiv werden wollen, bietet dieses Seminar einen Ansatz. Es führt Sie gezielt an das Thema Burn-out heran und und klärt, welche Verantwortung der/die Einzelne trägt und welche Verantwortung beim Arbeitgeber liegt. Zudem werden Ihnen Wege zur Prävention und Hilfsangebote für akut Betroffene aufgezeigt.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wenn nichts mehr geht: Theorie zur Burn-out-Symptomatik
  • Symptome von Burn-out in Abgrenzung zu Depression und Sucht differenziert wahrnehmen
  • Was alle wissen müssen: Aufklärung im Betrieb
  • Präventionsmaßnahmen im Betrieb planen und durchführen
  • Gestaltungs-, Hilfs- und Interventionsmöglichkeiten von gesetzlichen Interessenvertretungen bei der Burn-out-Problematik - Chancen und Grenzen
  • Gespräche mit Betroffenen führen: Krisenintervention, Notfallhilfe, Lotsen

Werkstatt Psychische Belastungen
Praxisseminar zur Umsetzung

BA 05 170927 02 [ Anmelden ]
27.09.2017 - 29.09.2017
Sabine Heegner

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 750,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Im Grundlagenseminar wurden rechtliche Grundlagen und einige Verfahren zur Erhebung psychischer Belastungen vermittelt. Dieses Praxisseminar baut darauf auf und legt den Schwerpunkt auf die Umsetzung im Betrieb.
Oft ist es nach dem Seminar nicht einfach, das Wissen im Betrieb anzubringen und den Arbeitgeber und die betrieblichen Arbeitsschützer zu überzeugen, ihre Arbeit auch wirklich zu tun.
Die vom Arbeitgeber durchgeführte Gefährdungsbeurteilung ist die wirkungsvolle Voraussetzung, Maßnahmen gegen krankmachende Arbeitsbedingungen vereinbaren können.
In dieser Werkstatt bringen die Teilnehmenden ihren Umsetzungsstand ein und bekommen Beratung zum weiteren Vorgehen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Umsetzung der Inhalte aus dem Grundseminar: Was lief gut, was war schwierig?
  • Analyse der Strukturen und Mitwirkungsrechte, die hierbei berührt sind. Welche Netzwerkpartner können helfen?
  • Die Gemeinsame deutsche Arbeitsschutzstrategie und die GDA-Leitlinien als Hilfe
  • Und nach der Befragung? Verstetigung der Arbeit zum Abbau psychischer Belastungen
  • Die Rolle des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Mobbing, Bossing, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz
BA 01 170723 04 [ Anmelden ]
23.07.2017 - 28.07.2017
Christa Hasenmaile, Hans-Rudolf Schiesser

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 1020,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Mobbing und Bossing sind häufig missbrauchte Begriffe. Nicht jede Bösartigkeit, Ungerechtigkeit oder psychischer Druck fallen unter diese Bezeichnungen. Ebenso häufig herrscht große Verwirrung darüber, was als sexuelle Belästigung zu gelten hat.
In diesem Seminar werden eindeutige und praktikable Definitionen dieser Begriffe erarbeitet, damit Abgrenzungen gegenüber anderen problematischen Handlungen möglich werden. Dies ist notwendig, um jeweils spezifische und effektive Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Wir lernen die unterschiedlichen Ursachen und Formen von Mobbing, Bossing und sexueller Belästigung am Arbeitsplatz kennen und erfahren mehr über effektive Maßnahmen zur Prävention und Intervention.
Mobbing- und Bossingprozesse sind ein gruppendynamisches Phänomen, sexuelle Belästigung erfolgt meist durch einzelne Personen. Wir untersuchen jeweils die Motive und Verhaltensstrategien der Täter(-gruppen) bzw. Belästiger/-innen, um Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Schutz und Hilfe für die betroffenen Opfer stehen dabei im Zentrum.
Innerbetriebliche Aufklärungsarbeit, Schaffung eines humanen Betriebsklimas und die Aufgaben als Interessenvertretung in Bezug auf die Schutzbedürftigen bilden den Kern des handlungsorientierten Seminarteils.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rahmenbedingungen als Auslöser
  • Möglichkeiten zur Prävention und Aufklärung
  • Gebote und Vorgehensweisen der Interessenvertretung
  • Erstellung effektiver Betriebs- bzw. Dienstvereinbarungen

Wirtschaftskompetenz
Wirtschaftliches Grundwissen für Interessenvertretungen

BA 01 170717 02 [ Anmelden ]
17.07.2017 - 21.07.2017
Michael Theil

Freistellungsgrundlagen:§ 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.

Spätestens bei der jährlichen Unterrichtung über die Lage des Unternehmens durch den Arbeitgeber werden Sie als Betriebsratsmitglied mit wirtschaftlichen Informationen konfrontiert. Nahezu alle betrieblichen Veränderungen werden mit ökonomischen Notwendigkeiten und Konkurrenzbedingungen begründet. Wirtschaftliche Informationen grundsätzlich zu verstehen und vor dem Hintergrund eigener betrieblicher Erfahrungen und externer Quellen interpretieren zu können, sind Voraussetzungen Ihrer Arbeit im Rahmen Ihrer Mitbestimmungsrechte und -pflichten.
Dazu bietet Ihnen dieses Seminar den passenden Einstieg und ermöglicht Ihnen neben einer qualifizierten Grundinformation auch das Erörtern konkreter Fragen und eine Vertiefung durch Übungen anhand von Fallbeispielen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Grundlagen unternehmerischen Handelns; Leistungserstellung und Wertschöpfung in Betrieb und Unternehmen
  • Wirtschaftliche Grundbegriffe klären: Umsatz, Ertrag, Kosten, Gewinn, Profit, Kapital, Rendite, Deckungsbeitrag, Shareholder Value
  • Unternehmensverfassung: Rahmenbedingung wirtschaftlichen Handelns
  • Wirtschaftliche und finanzielle Lage des Unternehmens erkennen und bewerten
  • Der wirtschaftliche Jahresbericht
  • Externe und interne Informationsquellen nutzen
  • Wirtschaftliche Informationen und Geheimhaltungspflichten

Wirtschaftsausschuss 2
Aufbauseminar: Jahresabschlussanalyse leicht gemacht

BA 01 171120 03 [ Anmelden ]
20.11.2017 - 24.11.2017
Michael Theil

Hinweis: Besuch des BR1-Grundseminars sowie des Seminars ‚Wirtschaftsausschuss 1‘

Freistellungsgrundlagen:  § 37 Abs. 6 BetrVG
Seminargebühr: 1050,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 256,80 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 288,58 € inkl. MwSt.  
   

Der Jahresabschluss gilt als undurchschaubares Zahlenwerk, ist jedoch für Betriebsrat und Wirtschaftsausschuss eine zentrale Informationsquelle für die wirtschaftliche Lage des Unternehmens. In diesem Seminar wird er Ihnen auf leicht verständliche Art und Weise erklärt und gut nachvollziehbar erläutert. Dabei werden seine Bestandteile Schritt für Schritt unter Verwendung eines Analyseschemas bearbeitet und die gesetzlichen Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) erklärt. Systematisch können Sie sich die einzelnen Positionen in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung, unter Berücksichtigung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG), erarbeiten und dabei den Stellenwert und die Bedeutung des Anhangs und des Lageberichts im Jahresabschluss klären. Im Seminar werden Ihnen ausgewählte Kennzahlen dargestellt und praktische Hinweise für die Erstellung eines Kennzahlensystems gegeben.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Rechtsform sowie Prüf- und Veröffentlichungspflichten von Unternehmen
  • Rechtliche Grundlagen und Bestandteile des Jahresabschlusses
  • Erläuterung der Strukturen und Inhalte der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung (GuV)
  • Exemplarische Jahresabschlussanalyse eines Musterbetriebs
  • Grenzen der Aussagekraft des Jahresabschlusses und Rolle des Wirtschaftsprüferberichts
  • Kennzahlensystem zur Beobachtung der wirtschaftlichen Entwicklung

Klare Rede, starke Wirkung! - Teil 1
Redesituationen vor großen Gruppen meistern

BA 01 170618 03  [ Anmelden ]
18.06.2017 - 23.06.2017
Norbert Großhauser-Fernau

Freistellungsgrundlagen: § 37 Abs. 6 BetrVG, § 46 Abs. 6 BPersVG, analog LPersVG und Regelungen für MAV, § 96 Abs. 4 SGB IX
Seminargebühr: 975,00 € Umsatzsteuer befreit
Übernachtung: 321,00 € inkl. MwSt.
Verpflegung: 319,52 € inkl. MwSt.

Die Arbeit als Mitglied einer gesetzlichen Interessenvertretung erfordert mehr als einen professionellen Umgang mit Gesetzestexten. Auch an die Art und Weise Ihres Auftretens und an Ihr rhetorisches Geschick werden hohe Ansprüche gestellt, z.B. beim Auftritt auf der Betriebs-/Personalversammlung, bei der Gestaltung kurzer Redebeiträge oder längerer Überzeugungsreden und bei Gesprächen mit dem Arbeitgeber. Neben den Inhalten und dem Aufbau entscheiden der Redestil, die Körpersprache und die innere Haltung über die Wirkung von Redebeiträgen. Dieses Seminar vermittelt Ihnen praxisnah und mit Spaß die Grundlagen erfolgreicher Rhetorik, angefangen bei der Überwindung von Lampenfieber und Sprachhemmungen, dem bestmöglichen Aufbau einer Rede, der angemessenen und persönlich stimmigen Körperhaltung, dem richtigen Stimmeinsatz bis hin zum souveränen Umgang mit möglichen Störungen.

Die Seminarinhalte in Stichworten:

  • Wie formuliere ich zündend, überzeugend und verständlich?
  • Wie gehe ich produktiv mit meiner Redeangst um?
  • Wie setze ich Sprache und Körpersprache zielgerichtet ein?
  • Wie gehe ich mit Störungen um?

 

Themen und Köpfe der Bildungsarbeit

UNITE – the union

Der Kampf gegen Lohnsklaverei in der Londoner Hotellerie geht weiter und zeigt Erfolge. Kevin Curran von der Gewerkschaft UNITE im Interview.

Ein Viertel aller Angestellten in Großbritannien sind Mitglieder einer Gewerkschaft. Wie viele Menschen organisiert UNITE?

UNITE hat 1,4 Millionen Mitglieder in allen Sektoren der Wirtschaft. Es ist die größte Gewerkschaft in Großbritannien und Irland. 25 Prozent aller Angestellten in Großbritannien sind in einer Gewerkschaft. Allerdings ist die Mitgliedschaftsdichte mit 54 Prozent aller Beschäftigten des öffentlichen Sektors und nur 14 Prozent im privaten Sektor sehr uneinheitlich.
Die Mitgliedschaft im Privatsektor der Wirtschaft stellt eine echte Herausforderung dar. 1979 waren 50 Prozent aller Arbeiter in einer Gewerkschaft. Es gibt historische und politische Gründe für diesen Rückgang. Schwerindustrie, Bergbau und Fertigungsindustrie wurden von der Thatcher-Regierung bewusst vernachlässigt. Die Mitgliedschaft in diesen männlich dominierten Industrien war sehr hoch bis zu 100 Prozent.
Darüber hinaus wurden die Gewerkschaften Ziel aufeinanderfolgender Gesetzeswellen, die darauf abzielten, unsere Schlagkraft zu schwächen. Diese Angriffe werden bis heute mit dem Gewerkschaftsgesetz von 2016 fortgesetzt. 38 Jahre ununterbrochene Angriffe haben offensichtlich ihren Tribut gefordert.
Angesichts dieser Tatsachen ist es eine große Leistung der Gewerkschaftsbewegung, dass wir den Rückgang aufhalten konnten und tatsächlich bei 25 Prozent der Arbeitnehmer/-innen stabil bleiben. Leider ist es uns bislang wenig gelungen, ein Mitgliederwachstum im Dienstleistungssektor zu erreichen – beispielsweise im Bereich Gastronomie und Hotellerie.

Einige Journalisten sagen, dass der politische Einfluss der Gewerkschaften zurückgeht. Ist das so? Haben Mitarbeiter/-innen Angst vor der Reaktion ihrer Arbeitgeber, wenn sie Mitglieder werden?

Wir glauben, dass der politische Einfluss einer wachsenden Präsenz und Macht am Arbeitsplatz folgt. Deshalb ist die Organisation von Arbeitnehmern unsere Priorität. Je mehr aktive Mitglieder wir haben, desto stärker werden wir und das stellt sicher, dass wir eine politische Stimme haben. Klar, wie ich schon sagte, da unsere Mitgliederzahlen in der Vergangenheit zurückgegangen sind, hat unser politischer Einfluss gelitten. Aber solange wir unsere Ressourcen auf die Organisation konzentrieren, werden wir wieder in unserem politischen Einfluss wachsen.
Mobbing und Belästigung sind tägliche Erfahrungen der Gastronomie und Hotellerie, wie wir in unserer Publikation „Unethical London“ belegen konnten. Also ja, definitiv haben die Arbeiter Angst, sich der Vereinigung anzuschließen. Hotel- und Restaurant-Arbeitgeber sind offen feindlich gegen Vereinigungsfreiheit und arbeiten hart, um jede Gewerkschaftsorganisation zu entmutigen.

Wie ist die Situation der Beschäftigten im Hotelbereich in London grundsätzlich aus? Was hat diese Situation mit Menschenrechten zu tun?

Die Situation für die Beschäftigten im Gastgewerbe in London ist schrecklich. 78 Prozent der Belegschaft besteht aus Migrantinnen und Migranten, 70 Prozent davon sind Frauen. Viele sprechen kein Englisch, werden unter dem Mindestlohn bezahlt und sind sich ihrer Rechte nicht bewusst. Sie leben oft in unzumutbaren Wohnungen – weit weg von ihren Arbeitsplätzen. Viele haben zwei oder mehr Jobs. Alle diese Bedingungen schaffen eine anfällige Belegschaft; Arbeitgeber nutzen  das aus, um einzuschüchtern und zu schikanieren. Das ökonomische Überleben ist eine Priorität, und die Arbeitgeber wissen das – nutzen es aus. Unter diesen Bedingungen leidet auch die Gesundheit der Beschäftigten – viele leiden an Angst und Stress. Unsere Erfahrung zeigt, dass, solange die Arbeitgeber eine ständige Versorgung mit billigen unorganisierten Arbeitskräften haben, Arbeitnehmer- und damit auch Menschenrechte kaum Beachtung finden.
Um ihre Position noch weiter zu stärken, haben viele Hotels ihre Arbeiter an Arbeitsagenturen und Subunternehmer ausgelagert oder führen Bars bzw. Restaurants als Franchise-Unternehmen. Sie argumentieren dann, dass diese Arbeiter nicht ihre Angestellten sind und sie deshalb keine Verantwortung für sie haben. Wir lehnen diese Umgehung der Rechte komplett ab und halten die globalen Hotelketten direkt verantwortlich für das, was in ihren Hotels passiert.
Viele Hotels machen lobenswerte Aussagen in ihrer Corporate Social Responsibility Politik, aber diese sind nicht das Papier wert, auf das sie geschrieben werden. Ein Teil unserer Strategie ist es, diese Heuchelei aufzuzeigen. Die Position in ganz Großbritannien ist sehr ähnlich, außer, dass London den größten Prozentsatz der Wanderarbeiter hat.

UNITE organisiert vor allem Gastronomie- und Hotelangestellte. Diese Menschen kommen oft aus Niedriglohnländern, die keine starken Gewerkschaftstraditionen haben. Wie erreicht ihr diese Kolleginnen und Kollegen?

Wir verwenden eine Vielzahl von Ansätzen. Wenn Arbeiter ihre Arbeitsplätze verlassen, versuchen wir, mit ihnen eins zu eins zu sprechen und eine vertrauensvolle Beziehung aufzubauen. Der nächste Schritt ist, sie zu bitten, uns ihre Arbeitskollegen vorzustellen und so zu versuchen, ein kollektives Bewusstsein aufzubauen. Wir haben einen wöchentliches Beratungsangebot, wo Angestellte von anderen Angestellten bzw. Mitgliedern unterstützt werden. Die wurden zuvor von uns ausgebildet, um andere zu vertreten und zu beraten. Die Solidarität, die wir vorleben, verbessert das Selbstwertgefühl – und nicht zuletzt ihre mentale Gesundheit. Wir können damit beispielsweise Mobbing verhindern, das einen negativen Einfluss auf die psychische Gesundheit hat.
Alle unsere Mitglieder haben Zugang zu unseren Trainingsprogrammen, darunter auch Englisch-Sprachkurse. Social Media ist immer nützlicher geworden, um mit isolierten Mitarbeitern in Kontakt zu treten, und wir haben unsere Website. Unsere Kampagnen basieren auf den von den Mitarbeitern identifizierten Fragen. Wir handeln zunächst außerhalb der Restaurants und Hotels, um diese Themen zu veröffentlichen. Wir beteiligen die Kolleginnen und Kollegen natürlich an diesen Aktionen, um ihr Vertrauen und ihr Selbstwertgefühl aufzubauen. Es gibt horizontale Verbindungen zu einer Vielzahl von Organisationen, die in der Zivilgesellschaft tätig sind. Es ist eine harte und schwierige Arbeit und erfordert Kraft, Widerstandsfähigkeit und Entschlossenheit. Aber als Ergebnis haben wir unsere Mitgliedschaft gesehen – unsere Wirksamkeit wächst.

Die 30 Artikel der Menschenrechte befassen sich u.a. mit der Verbot von Diskriminierung, Lohnsklaverei, Garantien des Rechtsschutzes. Vereinigungsfreiheit, soziales Wohlergehen ... sind das Fragen, für die auch Unite kämpft?

Die Gewerkschaftsbewegung baut auf den Menschenrechten auf und beginnt mit dem Grundrecht der Vereinigungsfreiheit. Wir glauben, dass das Recht, sich am Arbeitsplatz zu organisieren, und die Mitgliedschaft in einer Gemeinschaft erste Schritte zur Erreichung sozialer und wirtschaftlicher Gerechtigkeit sind. Diese Rechte werden von den „wirtschaftlich Mächtigen“ niemals freiwillig gewährt – sie müssen erkämpft werden. Wir können nur gewinnen, indem wir eine kollektive Kraft aufbauen. Menschenrechte für Beschäftigte in Hotellerie und Gastgewerbe werden nur dann real, wenn sich eine Mehrheit der Arbeitnehmer an ihren Arbeitsplätzen organisiert. Mit anderen Worten: Verhandlungen auf Augenhöhe für gleiche und faire Lebens- und Arbeitsbedingungen führen.

Was hat UNITE erreicht? Kürzlich wurde UNITE zudem der „TO DO Award für Menschenrechte im Tourismus“ verliehen. Was nützt ein solcher Preis?

Jede kleine Schlacht, die wir gewinnen, jedes Unrecht, das beseitigt wird, ist ein Erfolg und ein weiterer Schritt zur kollektiven Organisation des Gastgewerbes. Wir haben eine große Präsenz in den Medien aufgebaut, wir machen viele öffentliche Aktionen, wir haben den Respekt und die Unterstützung der lokalen und regionalen Politiker gewonnen und wir haben eine wachsende Mitgliedschaft.
Die vom Studienkreis für Tourismus und Entwicklung aus Deutschland verliehene Auszeichnung für Menschenrechte im Tourismus ist eine enorme Ehre und eine, die wir nutzen werden, um den schrecklichen Arbeitsbedingungen in der Hotellerie mehr entgegensetzen zu können. Wir planen bereits ein Treffen mit dem Bürgermeister von London, um uns seine Unterstützung zu sichern und zu betonen, was für ein Makel diese Bedingungen für den Ruf unserer Stadt sind. Wir danken dem Roundtable für Menschenrechte im Tourismus und dem Studienkreis für ihre wunderbare Unterstützung und versichern, dass wir die Anerkennung, die man uns damit gezeigt hat, den Kolleginnen und Kollegen in unserer Branche weitergeben werden.

Interview: Marko Junghänel

 

Tipps und Termine

Kurz & Gut
Veranstaltungen rund um das ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Verdissimo!
Entspannen – entschleunigen und erholen im ver.di Bildungszentrum Haus Brannenburg

Da unser Haus in einer landschaftlich und kulturell sehr reizvollen Umgebung liegt, erreichen uns regelmäßig Anfragen zu Pauschalaufenthalten. Diesem Anliegen wollen wir künftig folgen, um unseren Gästen abseits der touristischen Pfade einen Erholungsaufenthalt der besonderen Art zu ermöglichen. Wir möchten bewusst Anregungen bieten, die als Kontrastprogramm zur Hektik des Alltags dienen sollen. Je nach Jahreszeit bieten wir verschiedene Wohlfühl-Pakete an.
Wir haben aufgrund der steigenden Nachfrage für Urlaub und Erholung ein paar Wochen für Urlaubsgäste reserviert, die sich aufgrund der Jahreszeit besonders für einen Erholungsaufenthalt anbieten. Zusätzlich gibt es für diese Zeiträume vor Ort passend zur Jahreszeit noch Tipps für Besuche bei traditionellen Handwerksbetrieben, Imkern, Obstbauern, Käsereien, Destillerien, Märkten, regionalen Festlichkeiten und Konzerten.

Telefonische Anfragen beantworten unsere Kolleginnen an der Rezeption unter: 0 80 34 / 905-0.

Frühlingskonzerte …

… am 22. April in der Schulturnhalle Nußdorf
… am 19. April im Medical Park Bad Feilnbach Reithofpark
Informationen: www.bad-feilnbach.de

Stockschießen für Jedermann

Ganzjährig gemütliches Treffen bei den Stockschützen in der Jenbachhalle (Ackerpointstraße, 83075 Bad Feilnbach)
Informationen: Stockschützen Bad Feilnbach, https://ecbf.jimdo.com/jenbachhalle/

Brauchtum in der österlichen Zeit
Haus des Gastes Breitenbrunn am Chiemsee

Das Brauchtum in der österlichen Zeit (von Aschermittwoch, Beginn der Fastenzeit, dem Palmsonntag, der Karwoche und dem Osterfest, bis zum "Weißen Sonntag", Sonntag nach Ostern) wird in dieser Ausstellung jedem Betrachter näher gebracht. Ostereier in den verschiedensten Gestaltungen und Arbeitstechniken sind auf dieser Ausstellung zu bewundern (m. Verkauf). Der Eintritt ist frei.
Informationen: www.breitbrunn.com

PHARAO
Lokschuppen Rosenheim

Vom 24. März bis 03. Dezember 2017 dreht sich im AUSSTELLUNGSZENTRUM LOKSCHUPPEN in Rosenheim alles um die legendären Pharaonen und ihr Reich, das Alte Ägypten. Die Ausstellung eröffnet einen neuen, szenografischen Blick auf das Leben zu jener Zeit. Über 300 originale, bis zu 4.500 Jahre alte Artefakte ermöglichen jedem Besucher ein Bild der ältesten Hochkultur der Welt.
Lüften Sie die Geheimnisse. Erleben Sie die Faszination. Entdecken und verstehen Sie die mächtige Welt der Pharaonen. MO-FR von 10:00 bis 18:00 Uhr und SA, SO und FEI von 09:00 bis 18:00 Uhr.
Informationen: www.lokschuppen.de

Marcus Jansen: "AFTERMATH"
17. März bis 23. April 2017 bei Kunst & Kultur zu Hohenaschau

Jansen verfolgt nicht ein bestimmtes Ziel, wenn er ein Bild beginnt; er hat keine reale Szene im Kopf, der er beim Malen gerecht werden müsste; er weiß nicht, wohin ihn die improvisatorische Arbeit mit Farben und Malgeräten führen wird. Mal laden ihn die spontan hingeworfenen ersten Formen, mit denen er die Fläche strukturiert, zu frei abstrakten, aber maltechnisch differenzierten Gesten ein, mal entdeckt er Strukturen auf dem begonnenen Bild, die ihn zu gegenständlichen Ausdeutungen und drastischen Verdinglichungen aufzufordern scheinen. Mit rein malerischen Mitteln und einer freien, quasi abstrakten Gestik erzielt er illusionistische Wirkungen, die an Ausdruckskraft fast alles übertreffen, was naturalistisch denkende Maler bei ihren Ding-Beschwörungen zu schaffen vermögen. Je mehr reale Gegenstände und Figuren wir in Jansens Bildern zu erkennen glauben, desto aufregender wird die Entdeckung, dass diese räumlichen und figuralen Illusionen mit recht unkonventionellen, ja unpassenden Mitteln erweckt worden sind. Und je wilder sich der Maler in frei delirierenden Farben und Formen ergeht, desto mehr staunt man über die teilweise verblüffend präzisen sozialen und urbanen Szenerien, die der Peinture in fast ironischer Beiläufigkeit zu entquellen scheinen.
Informationen: www.kuku-hohenaschau.de

ProstMahlzeit – Vom Essen, Trinken, Darben
Städtisches Museum Rosenheim

Die Ausstellung „ProstMahlzeit!“ beginnt im Jahr 1815 und handelt ihr Thema schlaglichtartig bis in die Gegenwart ab. Sie zeigt zunächst, wie Naturphänomene oder Kriege Nahrungsmittel radikal verknappten oder deren Preise steigen ließen. In der Folge hieß es darben oder mehr bezahlen. Wie sich das 1816/17, 1914/18 und 1945/48 in Rosenheim ausgewirkt hat, zeigt der dem Thema Mangel gewidmete Eingangsraum der Ausstellung. Essen und Trinken wird dann kaleidoskopisch an konkreten Rosenheimer Beispielen  behandelt. Ernährung von Babys und die Versorgung im Alter, das Café Weth und das Nachtlokal Papagei, der Kolonialwarenladen Unterlandstätter und eine angedeutete Küche, Essen bei Tisch und Essen „ to go“ sind Stationen in der ersten Hauptabteilung der Ausstellung. Wo man auswärts Essen und Trinken konnte, zeigen beispielhaft die Gasthäuser „Neue Welt“ und „Fischküche“, die Bahnhofsrestauration und ein Blick in den Speisesaal des Hotels „Deutscher Kaiser“ im Gillitzerblock. Vor dem Ölgemälde des ehemaligen Biergartens auf dem „Hofbräu Keller“ können sich die Besucher an Hand zahlreicher Keferloher aus der Sammlung des Städtischen Museums über die Blütezeit der Bierstadt Rosenheim vor 1914 informierten. Limonade und Mineralwasser, Milch und Milchprodukte werden ebenfalls mit örtlichem Bezug angesprochen, industriellen Lebensmitteln wird das Einwecken durch die Hausfrau gegenübergestellt. Die Ausstellung „ProstMahlzeit“ weckt Erinnerungen, schärft die Wahrnehmung so alltäglicher Grundbedürfnisse wie Essen und Trinken, und zeigt auf, dass Darben nicht nur eine historische Seite hat.
Informationen: www.museum.rosenheim.de/willkommen.html

Neues bei ver.di Bildung & Beratung
Neuerscheinungen auf wwww.verdi-bub.de

Aktuelle Rechtsprechung
Nachzulesen unter
https://www.verdi-bub.de/service/urteile/aktuelles/

 

Buchungsverfahren und Serviceleistungen

Das Bildungszentrum Haus Brannenburg dient neben seiner Funktion als zentrale Bildungsstätte von ver.di mit eigenem Programm-Angebot auch als Beleghaus für ver.di interne und externe Veranstaltungen. Wir sind auf Seminare ebenso eingerichtet wie für Klausur-Sitzungen, Tagungen, Workshops und Ähnliches.

Da sich die Belegungssituation stetig ändern kann, richten Sie Ihre Anfragen bitte immer direkt an biz.brannenburg@verdi.de. Telefonische Auskunft erteilen: Margit Bergmaier, Elvira Flocke und Irmgard Mehringer, Tel. 0 80 34 / 905-110 / -111 / -112, per Fax sind wir unter 0 80 34 / 905-100 erreichbar.

Auf Wunsch organisieren wir auch komplette Seminare „a la carte“ von der Planung bis zur Abrechnung, vermitteln Kontakt zu Referenten, kümmern uns um Seminarmaterialien oder machen Vorschläge für Freizeitaktivitäten außerhalb der eigentlichen Veranstaltung.

Für nähere Auskünfte bezüglich Seminarorganisation steht ihnen das pädagogische Team zur Verfügung:
marion.fendt@verdi.de
britta.klinkforth@verdi.de


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