Festabend zu 95 Jahre Haus Brannenburg

Am 31. Mai 1914 wurde auf dem Grundstück des heutigen ver.di Bildungszentrums ein Erholungsheim der bayerischen Postgewerkschaft eröffnet. Heute steht das Haus für gewerkschaftliche und politische Bildung „Auf der Höhe des Wissens“.

Ehrengäste

Leiterin Marion Fendt konnte im Haus Brannenburg u. a. begrüßen:
Erich Ellmerer, stellvertretender Landrat Landkreis Rosenheim (links),
Josef Falbisoner, Leiter ver.di Landesbezirk Bayern (2.v.r.) und Mathias Lederer, Bürgermeister Brannenburg (rechts)

Auf das Haus und sein Team

Auf das Haus und sein Team:
Christine Saurer (r.), Vorsitzende des Landesbezirksvorstandes ver.di Bayern und
Josef Falbisoner, Leiter ver.di Landesbezirk Bayern

Anregende Gespräche vor imposanter Kulisse

Anregende Gespräche vor imposanter Kulisse: Ein Festabend für Freunde und Begleiter des Bildungszentrums in Brannenburg

v.l.n.r.: Leiterin Marion Fendt, Küchenchef Johann Zieglmaier, stv. Küchenchefin Susanne Perktold

Geschafft! Das Küchenteam gab wieder einmal sein Bestes und hatte sich eine kleine Verschnaufpause wirklich verdient

Buffet

Verwöhnaroma: Das Haus Brannenburg bewirtet seine Gäste nicht nur zu solchen Festen bestens

Sepp Raith (l.) und Otto Göttler

Wieder dahoam: Sepp Raith (l.) und Otto Göttler spielen oft und gern in Brannenburg und sorgten auch zum Festabend für beste Stimmung unter den Gästen

Brannenburg leuchtet

Brannenburg leuchtet: Himmelslaternen breiten viele guten Wünsche für die nächten 95 Jahre übers Land aus

 

Zeittafel zur Geschichte des ver.di Bildungszentrums Haus Brannenburg

1390
– 1851
Auf dem Grundstück des heutigen ver.di Bildungszentrums steht die Kirchbachmühle. Diese wird am 23. August 1851 durch einen Erdrutsch des Berges „Schrofen“ zerstört.
1890 Auf dem Grundstück der alten Mühle wird das „Bad Wendelstein“ mit Solebädern und Restaurationsbetrieb von Friedrich Feigl errichtet.
1910 Das Ehepaar Kallmeyer pachtet das Bad Wendelstein und wandelt es in ein vegetarisches Heim mit Luft- und Sonnenbädern um. Das Haus erhält den Namen „Erdsegen“.
1913 Die erste bayerische Postgewerkschaft, der „Verband des bayerischen Post- und Telegraphenpersonals“, kauft für 110.000 Goldmark das Anwesen.
1914 Am 31. Mai 1914 wird das zum Erholungsheim umgestaltete Anwesen eröffnet. 8 Wochen nach der Eröffnung beginnt der 1. Weltkrieg. Das Haus wird dem Bayerischen Kriegsministerium als Erholungsstätte für verwundete Soldaten zur Verfügung gestellt.
1920 Gemäß der Weimarer Verfassung wird die bis dahin selbständige Bayerische Post in die Deutsche Reichspost eingegliedert (die sog. „Verreichlichung“).
1921 In Brannenburg wird die „Deutsche Postgewerkschaft“ von den bisher selbständigen Postgewerkschaften aus Bayern, Württemberg und Preußen gegründet. Das Erholungsheim bleibt im Besitz des „Landesverbands Bayern der DPG“.
1922 Unter tätiger Mithilfe holländischer Kollegen wird der hintere Teil des Hauptgebäudes abgerissen und erneuert. 1924 Der vordere Teil des Hauptgebäudes wird umgebaut.
1927 Die DPG schließt sich mit dem „Reichsverband Deutscher Post- und Telegraphenbeamten“ zur damals größten Postgewerkschaft der Welt zusammen. Brannenburg verbleibt auch hier im Besitz des Landesverbands Bayern der neuen Gewerkschaft.
1933 Der „Reichsverband“ wird von den Nazis aufgelöst. Das Erholungsheim wird vom „Reichsbund Deutscher Beamter“ (einer Nazi-Organisation) übernommen.
1940 Die Reichspost, also der Arbeitgeber kauft das Erholungsheim für 350.000 RM vom Reichsbund Deutscher Beamter. Im Krieg wird das Haus als Lazarett genutzt.
1945 Die Stadt München richtet im Erholungsheim ein Ausweichkrankenhaus ein.
1950 Nach langen Auseinandersetzungen wird das Erholungsheim an die DPG zurückgegeben und gelangt wieder in gewerkschaftlichen Besitz
1951 Das Haus wird wieder als Erholungsheim eröffnet.
1963 Der Wirtschaftsbetrieb wird wieder voll aufgenommen.
1969 Das Haus wird an die DPG-Hauptverwaltung übereignet.
1970 Beginn umfassender Erweiterungsbauten vor allem für Seminarräume.
1981 Der ursprüngliche Träger, die “Wirtschaftliche Vereinigung” wird aufgelöst und die Bundesebe-ne der DPG übernimmt die Betriebs-Trägerschaft.
1994 Der Verbindungsbau zwischen den beiden Hauptgebäuden wird um ein Stockwerk aufgestockt.
2001 Die DPG schließt gründet mit den mit den Partnergewerkschaften DAG, HBV, IG Medien und ÖTV die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di.
2003 Das Haus wird laut Beschluss der Gremien auf der Bundesebene erhalten und zum zentralen Bildungszentrum mit eigenem Seminarangebot.
2004 Ein Festakt zum 90-jährigen Bestehen des Hauses findet statt.
2008 Das Nebengebäude wird vollständig saniert. Im Zuge der Baumaßnahme werden außerdem sieben zusätzliche Gästezimmer geschaffen.
2009 Am 30.05.2009 findet ein Festabend anlässlich des 95-jährigen Bestehens als gewerkschaftliche Einrichtung statt.